Das geht aus aktuellen Analysen der Lieferkette hervor. Für deutsche Verbraucher bedeutet das: Die Pro-Modelle könnten auch 2026 zu vergleichbaren Preisen starten wie ihre Vorgänger – ein kalkuliertes Risiko des Konzerns im Kampf um Marktanteile.
Preise bleiben stabil – trotz „RAMageddon“
Die Prognosen zeichnen ein klares Bild: Das iPhone 18 Pro soll voraussichtlich zu einem Startpreis von umgerechnet rund 1.000 Euro auf den Markt kommen, das iPhone 18 Pro Max bei etwa 1.100 Euro. Damit bliebe Apple auf dem Niveau der Vorgängergeneration – eine Überraschung, denn die Kosten für Speicher und Halbleiter sind zuletzt zweistellig gestiegen.
Hintergrund ist die sogenannte „RAMageddon“-Krise: Der Boom Künstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage nach Hochleistungs-Arbeitsspeicher in die Höhe. Während Wettbewerber wie Samsung oder Xiaomi ihre Preise bereits angehoben haben, setzt Apple auf eine andere Taktik. Der Konzern nutzt seine enorme Marktmacht, um günstigere Konditionen auszuhandeln – etwa durch vierteljährliche statt halbjährliche Preisabsprachen mit Zulieferern.
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2-Nanometer-Chips treiben Kosten in die Höhe
Der eigentliche Kostentreiber sitzt im Inneren der Geräte. Der neue A20 Pro-Chip wird erstmals im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt – ein Technologiesprung, der seinen Preis hat. Ein einzelner Wafer kostet mittlerweile rund 30.000 Dollar, fast 50 Prozent mehr als die 3-Nanometer-Variante des Vorgängers. Pro Chip bedeutet das Herstellungskosten von umgerechnet knapp 260 Euro – ein Anstieg von 80 Prozent im Vergleich zur A19-Generation.
Doch Apple will diese Mehrkosten nicht vollständig an die Kunden weitergeben. Stattdessen setzt der Konzern auf eine gestaffelte Preisstrategie: Während die Einstiegsmodelle mit 256 Gigabyte Speicher stabil bleiben, könnten die höheren Ausbaustufen – 512 Gigabyte, 1 Terabyte und erstmals 2 Terabyte – teurer werden. Besonders professionelle Anwender und ambitionierte Hobbyfotografen müssten dann tiefer in die Tasche greifen.
Variable Blende und neues Design
Die technischen Neuerungen des iPhone 18 Pro Max sind ambitioniert. Erstmals kommt ein mechanisches Variables-Blenden-System für die 48-Megapixel-Hauptkamera zum Einsatz. Die notwendigen Aktuatoren werden bereits bei Sunny Optical gefertigt, die Endmontage der Kameramodule übernimmt LG Innotek.
Auch das Design verändert sich: Die Dynamic Island soll um 35 Prozent schrumpfen, da mehr Face-ID-Komponenten unter das Display wandern. Das spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch ein aufgeräumteres Frontdesign. In einer neuen Farbe namens „Dark Cherry“ – einem dunklen Weinrot – ersetzt das Pro Max zudem die Orangetöne der Vorgängergeneration.
Neuer Akku und eigenes Modem
Ein weiteres Highlight: Der Akku des iPhone 18 Pro Max wird voraussichtlich der größte sein, der je in einem iPhone verbaut wurde. Branchenkreise gehen von einer Kapazität zwischen 5.000 und 5.200 Milliamperestunden aus – ein deutlicher Sprung nach oben.
Zudem bringt Apple mit dem C2-Modem erstmals einen eigenen Mobilfunkchip zum Einsatz. Bisher bezog der Konzern diese Komponenten von Drittanbietern wie Qualcomm. Die vertikale Integration ist Teil einer langfristigen Strategie: Apple will unabhängiger von externen Zulieferern werden und langfristig wieder höhere Margen erzielen.
Neue Aufstellung: Nur Pro-Modelle im Herbst
Der diesjährige Produktzyklus unterscheidet sich grundlegend von früheren Jahren. Statt vier Modelle gleichzeitig zu präsentieren, konzentriert sich Apple im Herbst 2026 auf die Pro- und Pro-Max-Varianten sowie ein neues Flaggschiff: das faltbare iPhone Ultra. Dieses Gerät soll im aufgeklappten Zustand nur 4,7 Millimeter dünn sein und in einer Preisklasse zwischen 1.800 und 2.300 Euro angesiedelt sein.
Die Standardmodelle – iPhone 18 und eine neue Mittelklasse-Variante namens „iPhone 18e“ – werden erst im Frühjahr 2027 erwartet. Diese zeitliche Staffelung erlaubt es Apple, die teure 2-Nanometer-Produktion zunächst für die margenstärksten Geräte zu nutzen.
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Marktstrategie: Volumen vor Marge
Die Entscheidung, die Einstiegspreise stabil zu halten, ist ein kalkuliertes Risiko. Analysten sehen darin den Versuch, langfristig Marktanteile zu sichern und das Ökosystem zu stärken. Denn jeder neue iPhone-Nutzer generiert über Jahre hinweg Einnahmen durch Abos, App-Käufe und Cloud-Dienste.
Die Rechnung könnte aufgehen: Während Wettbewerber ihre Preise erhöhen müssen, wirken die Apple-Geräte im Vergleich plötzlich günstiger. Gleichzeitig bietet das Ultra-Modell eine hochpreisige Alternative für Kunden, die bereit sind, für Innovationen deutlich mehr zu bezahlen.
Ob die Strategie aufgeht, wird sich im September zeigen. Dann beginnen voraussichtlich die Vorbestellungen für die neue iPhone-Generation. Für Verbraucher in Deutschland bedeutet das: Wer mit dem Gedanken spielt, auf ein Pro-Modell umzusteigen, könnte 2026 ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten – zumindest beim Einstiegspreis.

