Apple bereitet den endgültigen Abschied von Qualcomm vor – das iPhone 18 Pro erhält den hauseigenen C2-Chip.
Der Technologiekonzern aus Cupertino treibt seine Strategie der vertikalen Integration weiter voran. Wie aus Branchenkreisen verlautet, wird die kommende iPhone-18-Serie den dritten Generation des hauseigenen Mobilfunkmodems erhalten – den Apple C2. Damit vollendet Apple einen Prozess, der 2019 mit dem Kauf von Intels Modemsparte für rund eine Milliarde Euro begann.
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Vom C1 zum C2: Eine Erfolgsgeschichte in Rekordzeit
Der Weg zum eigenen Modem war steinig. Zwischen 2022 und 2024 kämpften Apples Ingenieure mit Überhitzungsproblemen und zu großen Prototypen. Der Durchbruch gelang im Februar 2025 mit dem C1-Modem im iPhone 16e – einem ersten funktionsfähigen, wenn auch auf mittlere Modelle beschränkten Entwurf.
Die zweite Generation, das C1X-Modem, feierte im extrem flachen iPhone Air Premiere und stellte die Weichen für den großen Wurf. In Tests aus dem Herbst 2025 erreichte der Chip in 19 von 22 globalen Märkten niedrigere Latenzzeiten als der damalige Qualcomm-Konkurrent X80. Die enge Verzahnung von Modem und Hauptprozessor zahlte sich aus.
Der C2 für das iPhone 18 Pro soll nun alle Register ziehen: Theoretische Download-Geschwindigkeiten von bis zu 6 Gigabit pro Sekunde und erstmals native Unterstützung für die ultraschnellen mmWave-5G-Bänder. Kein Kompromiss mehr bei der Premium-Leistung.
Satelliten-5G: Das Ende der Funklöcher?
Der spannendste Fortschritt betrifft die Satellitenkommunikation. Während bisherige iPhones nur Notfall-Nachrichten über Satelliten senden konnten, unterstützt der C2 den NR-NTN-Standard (New Radio Non-Terrestrial Network). Das ermöglicht echte 5G-Verbindungen über niedrig fliegende Satelliten – selbst wenn kein Mobilfunkmast in Reichweite ist.
Technische Analysten erwarten, dass diese Funktion weit über den Notruf hinausgeht: Surfen, Fotoversand und Karten-Navigation in abgelegenen Gebieten könnten Realität werden. Die Herausforderung: Satelliten in rund 500 Kilometern Höhe rasen mit enormer Geschwindigkeit über den Himmel. Apples Antwort ist ein neu gestaltetes Innenleben des iPhone 18 Pro mit verbessertem Wärmemanagement.
2-Nanometer-Chip und mehr Akku: Das Innenleben
Das iPhone 18 Pro wird zum Schaufenster der Apple-Silicon-Strategie. Herzstück ist der A20 Pro – voraussichtlich der erste in Serie gefertigte Prozessor im 2-Nanometer-Verfahren. Die Prognosen versprechen 15 Prozent mehr Rechenleistung bei 30 Prozent weniger Stromverbrauch im Vergleich zur aktuellen 3-Nanometer-Generation.
Gepaart wird der Chip mit bis zu 12 Gigabyte Arbeitsspeicher – nötig für die immer aufwendigeren KI-Funktionen. Die Effizienzgewinne könnten zudem Platz für einen größeren Akku schaffen. Gerüchten zufolge ist für das iPhone 18 Pro Max ein 5.200-Milliamperestunden-Akku vorgesehen.
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Neuer Rhythmus: Zweistufiger Launch-Zyklus
Apple bricht mit seiner Tradition. Statt alle Modelle im September zu präsentieren, plant das Unternehmen einen zweistufigen Launch. Im Herbst 2026 erscheinen demnach die Premium-Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max sowie ein erstes faltbares iPhone. Die Standard-Modelle iPhone 18 und das günstigere iPhone 18e folgen dann im Frühjahr 2027.
Analyst Ming-Chi Kuo sieht darin einen cleveren Schachzug: „Apple kann seine Fertigungskapazitäten besser auslasten und bleibt das ganze Jahr über in den Schlagzeilen – ein klarer Vorteil im Wettbewerb mit chinesischen Herstellern.“
Das Ende einer Milliarden-Partnerschaft
Der C2-Modem markiert den Anfang vom Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit Qualcomm. Zwar läuft der Lizenzvertrag noch bis März 2027, doch die Stückzahlen sprechen eine deutliche Sprache: Für 2025 rechnen Experten mit 35 bis 40 Millionen iPhones mit Apple-eigenem Modem. Bis 2027 soll diese Zahl auf 180 Millionen anwachsen.
Die finanzielle Dimension ist gewaltig. In den Vorjahren zahlte Apple schätzungsweise over sieben Milliarden Euro jährlich an Lizenz- und Komponentengebühren für Modem-Technologie. Mit dem C2 und seinen Nachfolgern fließen diese Margen zurück ins eigene Haus.
Ausblick: Vom iPhone zum gesamten Ökosystem
Gelingt der C2-Start, steht der Technologiekonzern vor einem weiteren Meilenstein. Apples Vision geht über das Smartphone hinaus: Bereits für Ende 2027 sind Pläne für Mobilfunk-Versionen des MacBook und der Vision Pro im Gespräch – ebenfalls mit hauseigenen C-Serie-Chips.
Damit wäre ein Jahrzehntprojekt abgeschlossen: Die vollständige Kontrolle über die Konnektivität aller Apple-Geräte. Und der Grundstein für die nächste Generation – 6G – wäre gelegt.

