Das nächste iPhone-Flaggschiff soll mit einer völlig neuen Chip-Anordnung kommen – und deutlich teurer werden.
A20 Pro setzt auf horizontale Bauweise
Der A20 Pro-Chip, der in den iPhone 18 Pro und Pro Max zum Einsatz kommen soll, wird voraussichtlich im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt. Das Besondere: Statt den Arbeitsspeicher wie bisher direkt auf den Prozessor zu stapeln, verlegt Apple ihn nun auf die Seite des Chips. Diese Technik nennt sich Wafer-Level Multi-Chip Module (WMCM).
Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Wärme kann deutlich besser abfließen. Apples bisherige Chip-Generationen neigten bei hoher Auslastung zur Drosselung – ein Problem, das mit der neuen Bauweise entschärft werden soll. Die technischen Daten versprechen 15 Prozent mehr Rechenleistung und 30 Prozent höhere Energieeffizienz im Vergleich zum Vorgänger.
Hackerangriff bringt Details ans Licht
Dass die Öffentlichkeit so früh von den Plänen erfährt, liegt an einem spektakulären Cyberangriff. Die Ransomware-Gruppe World Leaks erbeutete Mitte Juni über 200.000 Dateien von Tata Electronics, einem wichtigen Apple-Zulieferer. Die mehr als 630 Gigabyte an Daten enthielten unter anderem Schaltpläne für die neuen iPhone-Modelle.
Die geleakten Dokumente bestätigen nicht nur den neuen Chip-Aufbau, sondern auch weitere Neuerungen: Ein eigenentwickeltes C2-Modem von Apple, eine größere Dampfkammer zur Kühlung und eine um 35 Prozent schmalere Notch (Dynamic Island). Zudem sollen die Face-ID-Sensoren künftig unter dem Display verschwinden.
Während Apple hinter den Kulissen an neuer Hardware arbeitet, sollten Nutzer die Sicherheit ihrer aktuellen Geräte nicht vernachlässigen. Apple-Experte Detlef Meyer zeigt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr iPhone nach einem Update optimal einstellen und Ihre Privatsphäre wirksam schützen. Sicherheits-Ratgeber für iOS-Updates kostenlos herunterladen
Preissprung erwartet
Die Umstellung auf die 2-Nanometer-Fertigung und die komplexe Verpackungstechnik treiben die Kosten massiv in die Höhe. Laut Counterpoint Research könnten die Materialkosten für das iPhone 18 Pro Max mit 1 Terabyte Speicher um umgerechnet rund 280 Millionen Euro steigen. Haupttreiber sind der A20 Pro-Chip und die NAND-Flash-Speicher, die allein über 230 Millionen Euro kosten dürften.
Analysten rechnen damit, dass Apple die Preise für die Pro-Modelle um 90 bis 180 Millionen Euro anheben wird. Der Einstiegspreis für das Pro Max könnte in den USA bei umgerechnet etwa 1.350 Millionen Euro liegen.
Weitere Spezifikationen im Überblick
Die Leaks enthüllen auch Details zu anderen Komponenten:
- Displays: 6,3 und 6,9 Zoll große LTPO-OLED-Panels mit bis zu 3.200 Nits Spitzenhelligkeit
- Kamera: Erstmals eine variable Blende (f/1.6 bis f/4.0) bei der Hauptkamera, ein 48-Megapixel-Teleobjektiv und eine 24-Megapixel-Frontkamera
- Akku: Das Pro Max-Modell soll einen Akku zwischen 5.391 und 5.567 mAh erhalten – und möglicherweise 100-Watt-Schnellladung unterstützen
- Design: Das Gehäuse wird mit rund 9,0 Millimetern dicker, um die größeren Komponenten aufzunehmen. Eine neue Farbe namens „Dark Cherry“ steht ebenfalls in den Startlöchern
Ob neue Chip-Architektur oder Fachbegriffe wie LTPO-OLED – die Apple-Welt wird immer komplexer. Damit Sie bei der nächsten iPhone-Generation den vollen Durchblick behalten, erklärt dieses Gratis-Lexikon die 53 wichtigsten Begriffe einfach und verständlich. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt sichern
Marktstart im September
Die offizielle Vorstellung der iPhone 18 Pro und Pro Max wird für den 8. oder 9. September 2026 erwartet. Der Verkaufsstart könnte bereits am 18. September erfolgen. Die Geräte werden mit iOS 27 ausgeliefert. Das Standardmodell iPhone 18 soll dagegen erst im Frühjahr 2027 erscheinen.

