Käufer der aktuellen Smartphone-Generation von Apple äußern zunehmend Unmut über optische Mängel an ihren Neugeräten. Berichten zufolge klagen Besitzer des iPhone 18 Pro sowie des iPhone 18 Pro Max über ein frühzeitiges Verblassen der Gehäusefarbe, wobei insbesondere die neue Farbvariante Burgundy betroffen ist. Der Hersteller hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorfällen geäußert.
Aufhellungen breiten sich um das Kameramodul aus
Die ersten Beschwerden tauchten kurz nach dem Verkaufsstart auf Online-Plattformen wie Reddit im Forum r/iPhone sowie in Apples offiziellen Support-Foren auf. Nutzer schildern dort, dass sich der Farbton an ihren Burgundy-Modellen sichtbar aufhellt. Diese Verfärbungen beginnen demnach meist im direkten Umfeld des Kameramoduls und greifen mit der Zeit auf das restliche Gehäuse über.
Veröffentlichte Fotos belegen die optischen Abweichungen und zeigen, dass der Farbton zunehmend an Intensität verliert. In einzelnen Fällen sollen entsprechende Unregelmäßigkeiten bereits direkt nach dem Auspacken rund um die Kameralinsen sichtbar gewesen sein.
Das Problem scheint sich zudem nicht ausschließlich auf die rote Farbgebung zu beschränken. Auch bei der schwarzen Ausführung des iPhone 18 Pro Max meldeten einige Anwender helle beziehungsweise blasse Flecken.
Betroffene weisen darauf hin, dass es sich dabei weder um Schmutz noch um Fettablagerungen oder gewöhnlichen Abrieb handelt, da eine Reinigung der Gehäuseoberfläche keinerlei Besserung bringt. Auch der Einsatz handelsüblicher Schutzhüllen verhindert das Verblassen den Nutzerberichten zufolge nicht.
Diskussion über Fertigung und Umwelteinflüsse
Über die genauen Auslöser wird derzeit noch spekuliert. Da viele Verfärbungen nach Aufenthalten im Freien bemerkt wurden, gilt ultraviolette Strahlung als möglicher Faktor. Andere Nutzer sehen die Hitzeentwicklung der rückseitigen Kameras als Ursache. Dem Fachportal AppleInsider zufolge könnte der Fehler jedoch im Herstellungsprozess liegen.
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Demnach sei eine unzureichend versiegelte, poröse Aluminiumoxidschicht während der Anodisierung dafür verantwortlich, dass die Gehäuse anfällig für äußere Kontaminanten werden. Technisch besteht die Hülle der Modellreihe aus eloxiertem Aluminium und ist nicht im klassischen Sinne lackiert.
Die Modellreihe wird neben Burgundy auch in Schwarz, Silber sowie Glacier angeboten; das verbaute Aluminium besteht laut Herstellerangaben zu 85 Prozent aus recyceltem Material. Während ein Testgerät von GSMArena bei bisher seltener Nutzung im Freien unauffällig blieb, berichtete ein Redakteur nach einem zweiwöchigen Härtetest ohne Schutzhülle über dauerhafte Abnutzungsspuren an beanspruchten Stellen.
Druck auf den Hersteller wächst
Angesichts von Gerätepreisen jenseits von 1.000 US-Dollar fordern zahlreiche Kunden von Apple Erstattungen oder Nachbesserungen. Es ist nicht das erste Mal, dass farbige Modelle des Herstellers derartige Auffälligkeiten zeigen: Im Jahr 2025 ersetzte das Unternehmen betroffene Einheiten des Vorgängers iPhone 17 Pro in den Farben Cosmic Orange und Deep Blue kostenfrei. Bei diesen Geräten trat nach längerer Nutzung vereinzelt ähnlicher Farbabrieb auf, wenngleich das Ausmaß damals als geringer eingeschätzt wurde.
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Obwohl die Häufung der aktuellen Fälle auf ein wiederkehrendes Problem hindeutet, liegt bislang kein Nachweis für einen flächendeckenden Fabrikationsfehler vor. Apple hat bisher weder einen Mangel bestätigt noch ein offizielles Austauschprogramm für die betroffenen Geräte vorgestellt.

