iPhone 18 Pro: Chip-Mangel gefährdet September-Start

Speichermangel blockiert Apples A20-Pro-Prozessoren. Branchenkenner erwarten Lieferengpässe beim iPhone-18-Start und deutliche Preisaufschläge für die neuen Modelle.

Chip-Mangel gefährdet den Start des neuen Apple-Flaggschiffs – Kunden müssen sich auf Lieferverzögerungen und höhere Preise einstellen.

Apple steht vor einem Problem: Wegen eines weltweiten Mangels an DRAM-Speicherbausteinen können Prozessoren im Wert von rund einer Milliarde Euro nicht fertig montiert werden. Das könnte den pünktlichen Start des iPhone 18 Pro im Herbst gefährden. Branchenkenner rechnen mit Engpässen direkt nach dem Verkaufsstart – und mit deutlich höheren Preisen.

Engpass bei Speicherchips

Der Chip-Analyst Tim Culpan berichtete Anfang August, dass Apple eine große Menge seiner neuen A20-Pro-Prozessoren nicht finalisieren kann. Die Chips, die im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt werden, liegen als Wafer oder unverpackte Einheiten vor. Es fehlen schlicht die Speicherbausteine, um die Verpackung abzuschließen.

Der Engpass ist eine Folge des Booms bei Künstlicher Intelligenz: Rechenzentren weltweit schlucken enorme Mengen an Hochleistungsspeicher. Apple bezieht seine Komponenten normalerweise von Samsung, SK Hynix und Micron – doch die Konkurrenz um die begehrten Bauteile ist enorm. Micron hat seine Speicherproduktion bereits bis 2027 ausgelastet. Apple prüft nun offenbar alternative Lieferanten, darunter den chinesischen Hersteller CXMT.

Tim Cook, CEO von Apple, räumte in einer Telefonkonferenz am 30. Juli ein, dass das Unternehmen mit „sehr erheblichen Einschränkungen“ kämpft. Zwar könnte die Erstausstattung für den Verkaufsstart reichen, doch Analysten warnen: Kurz nach dem Marktstart drohen ernsthafte Lieferlücken.

Gestaffelter Start und höhere Preise

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Die Produktionskrise könnte zu einem gestaffelten Verkaufsstart der iPhone-18-Familie führen. Die offizielle Ankündigung wird für Ende August erwartet, der Verkaufsstart im September. Doch möglicherweise kommen nur die teuren Modelle Pro und Pro Max pünktlich – und selbst die nur in begrenzter Stückzahl. Das Standardmodell iPhone 18 könnte sich sogar bis März 2027 verzögern.

Die Knappheit dürfte auch die Preise treiben. Insider rechnen bei iPhone 18 Pro und Pro Max mit Aufschlägen von bis zu 300 Euro. Und das gefaltete „iPhone Ultra“, das Apple als neues Flaggschiff positionieren könnte, soll wegen teurer Spezialteile und geringer Produktionsausbeute bis zu 2.500 Euro kosten.

Technisches Redesign und neue Fertigungswege

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Auch äußerlich wird sich beim iPhone 18 Pro einiges ändern. Technische Leaks aus dem August deuten auf eine um etwa zwei Millimeter größere Bauhöhe hin – insgesamt zwischen 9,9 und 10,9 Millimetern. Der Grund: Eine neue Kamera mit variabler Blende braucht schlicht mehr Platz.

Parallel arbeitet Apple an der Absicherung seiner Lieferketten. Mit Broadcom wurde ein Deal über mehr als 30 Milliarden Euro geschlossen: Über 15 Milliarden Chips sollen künftig in den USA produziert werden, unter anderem in neuen Werken in Colorado. Wann diese Fabriken die iPhone-Produktion beliefern können, ist allerdings offen.

Zudem baut Apple seine Fertigung weiter um: In Brasilien läuft bereits die Produktion des iPhone 17 – dank lokaler Steuervorteile und kürzerer Logistikwege. Ob diese Maßnahmen reichen, um den iPhone-18-Start zu sichern, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Apple die Kurve kratzt – oder ob Kunden sich in Geduld üben müssen.