Die Experten von iFixit haben das neue iPhone 18 Pro sowie das Pro Max einer detaillierten Analyse unterzogen und vergeben in einem Bericht vom 23. September 2026 einen vorläufigen Wert von 7 von 10 Punkten auf ihrer Reparierbarkeitsskala.
Während sich Fortschritte bei der Zugänglichkeit einzelner Komponenten zeigen, werfen technologische Neuerungen wie die variable Kamerablende und die Integration des Face-ID-Sensors unter das Display neue Hürden für Werkstätten auf.
Komplexe Kameratechnik und hohe Austauschkosten
Ein zentrales Merkmal der neuen Modellgeneration ist die Hauptkamera mit variabler Blende. Laut iFixit nutzt das Modul sechs überlappende Lamellen aus einem Polymer-Verbundwerkstoff, die jeweils etwa so dünn wie ein menschliches Haar sind.
Die Mechanik ermöglicht vier Blendenstufen von f/1.48 bis f/4.0, wobei die weiteste Öffnung von 4,6 mm eine halbe Blendenstufe mehr Licht einfängt als das Vorgängermodell. Apple betont, dass dies Anwendern eine neue kreative Kontrolle ermögliche.
Reparaturtechnisch erweist sich diese Innovation jedoch als problematisch. Aufgrund extrem enger Toleranzen und der Verwendung von gummigem Kleber gilt eine Instandsetzung der Blendenmechanik als nahezu unmöglich. Bei einem Defekt muss daher das komplette Kameramodul ersetzt werden.
Der Ausbau wird von den Testern zwar als unkompliziert beschrieben, die Kosten für eine Reparatur außerhalb der Garantie belaufen sich jedoch auf 249 US-Dollar. Zudem sind spezifische Selbstreparaturteile für das iPhone 18 Pro derzeit noch nicht verfügbar.
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Zusätzliche Berichte von Nutzern über magnetische Störungen der Blende führen zu Vorsicht. Apple warnt allgemein davor, dass starke Magnete den optischen Bildstabilisator sowie den Autofokus beeinträchtigen können, und rät von magnetischem Zubehör in Kameranähe ab. Spezifische dauerhafte Schäden an der neuen Blendenmechanik durch Magneteinwirkung sind bislang allerdings unbestätigt.
Fortschritte in der Chip-Architektur und Kühlung
Unter der Haube bestätigten Analysen von TechInsights den Einsatz des A20 Pro Chips, der im 2nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Die Architektur basiert auf Nanosheet-Transistoren (Gate-All-Around) und umfasst eine 6-Kern-CPU sowie eine 7-Kern-GPU.
Mit einer Chip-Fläche von rund 98,2 mm² setzt Apple auf ein Side-by-Side-Packaging für den Speicher statt eines vertikalen Stapels. Zur Kühlung dieser Hardware wurde die Vapor Chamber deutlich vergrößert; die Fläche ist nun dreimal so groß wie beim iPhone 17 Pro, wobei der Chip direkten Kontakt zur Kühlkammer hat.
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Hürden bei Gehäuseöffnung und Komponentenwechsel
Trotz der soliden Gesamtwertung gibt es Kritik an der mechanischen Konstruktion. Beim Öffnen des Geräts wurde der Kunststoffrahmen des Displays in drei von vier Versuchen beschädigt. Für den Zugang zum USB-C-Port müssen Techniker fast alle internen Komponenten demontieren, da ein langes Flexkabel den einfachen Austausch verhindert. Auch der NAND-Speicher lässt sich aufgrund des speziellen Packagings nur mit mikrochirurgischem Aufwand tauschen.
Positive Aspekte zeigen sich beim Akku des Pro-Max-Modells, der eine Kapazität von 5.567 mAh bzw. 21,751 Wattstunden aufweist. Ein Akkuwechsel schlägt mit etwa 100 US-Dollar zu Buche. Um regulatorische Grenzwerte für den Lufttransport einzuhalten – die IATA sieht Limits bei 20 Wattstunden vor –, nutzt Apple eine Softwarelösung.
Das Gerät wird mit einer auf unter 20 Wattstunden begrenzten Kapazität ausgeliefert, die erst nach der Aktivierung vollständig freigeschaltet wird. Für den Versand oder Reparaturen bietet eine neue Funktion in den Einstellungen die Möglichkeit, den Akku kontrolliert auf den erforderlichen Wert zu entladen.

