Marktanalysen von Counterpoint Research vom 24. August 2026 zeichnen ein volatiles Bild für die Mobilfunkbranche im zweiten Quartal 2026. Während technologische Trends wie generative Künstliche Intelligenz (GenAI), 5G-Integration und Foldables die Spezifikationen prägen, sieht sich der Sektor mit einem massiven Rückgang der Absatzmengen und signifikanten Preissteigerungen konfrontiert.
Prognosen korrigieren weltweite Absatzerwartungen nach unten
Aktuellen Daten von Counterpoint Research zufolge werden die globalen Smartphone-Auslieferungen im Jahr 2026 voraussichtlich um 14,3 % auf etwa 1,07 Milliarden Einheiten sinken. Dies entspräche dem niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt.
Auch das Marktforschungsunternehmen IDC stützt diese Einschätzung und prognostiziert für 2026 einen Rückgang der weltweiten Auslieferungen um 13,9 % auf 1,09 Milliarden Einheiten. Eine erste leichte Erholung wird von Analysten erst für das Jahr 2028 mit einem erwarteten Plus von 4,8 % in Aussicht gestellt.
Hintergrund dieser Entwicklung sind unter anderem steigende Kosten für Halbleiter und Speichermodule. Die hohe Nachfrage nach KI-Komponenten sowie Logistikstörungen infolge des Iran-Kriegs belasten die Lieferketten. In der Folge haben führende Hersteller wie Apple, Google und Samsung bereits Preiserhöhungen angekündigt oder umgesetzt.
Samsung erobert Spitzenplatz im Marktumfeld zurück
Im direkten Vergleich der Marktanteile kam es im zweiten Quartal 2026 zu einer Verschiebung an der Spitze. Samsung konnte laut Counterpoint Research einen Marktanteil von 24 % erreichen und überholte damit Apple, das bei 21 % lag. Dies markiert eine Trendwende zum ersten Quartal 2026, in dem Apple noch mit 21 % vor Samsung mit 20 % geführt hatte.
Für das Gesamtjahr 2026 wird für Samsung ein moderates Wachstum von 0,8 % erwartet, während Apple voraussichtlich einen Rückgang von 2,1 % verzeichnen muss.
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Bei den chinesischen Marken zeigt sich ein differenziertes Bild: Während Hersteller wie Xiaomi, OPPO, vivo und HONOR im Jahr 2026 Rückgänge zwischen 15 % und 34 % hinnehmen müssen, konnte Huawei entgegen dem Trend ein Wachstum von 8 % erzielen.
Regionale Verschiebungen und Preisentwicklungen
Die Marktdaten für das zweite Quartal 2026 verdeutlichen zudem starke regionale Unterschiede. In Europa fielen die Auslieferungen auf 35 Millionen Einheiten, was einem Rückgang von 10 % im Jahresvergleich entspricht. Apple und Samsung festigten hier ihre Positionen und halten gemeinsam einen Marktanteil von 68 %.
In den USA zeigte sich ein dramatischer Einbruch im Einstiegssegment: Die Verkäufe von Smartphones unter 100 US-Dollar sanken im zweiten Quartal 2026 um 64 %. Im Gegensatz dazu wuchs das Segment zwischen 200 und 299 US-Dollar im gleichen Zeitraum um rund 200 %.
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In Schwellenländern wie Afrika konnte HONOR entgegen dem Markttrend in der ersten Jahreshälfte 2026 ein deutliches Wachstum verzeichnen, unter anderem mit einem Plus von 53 % bei den Auslieferungen in dieser Region.
Technologischer Aufwand erhöht Produktionskosten
Besonders im Premium-Segment treiben neue Technologien die Preise. Für das im September erwartete iPhone 18 Pro Max wird ein Startpreis von 1.399 US-Dollar prognostiziert, was einer Steigerung um 200 US-Dollar entspricht.
Der verbaute A20-Pro-Chip, der im 2nm-Verfahren gefertigt wird, soll zwar 18 % mehr Leistung und 30 % weniger Stromverbrauch bieten, verursacht jedoch um 40 % höhere Produktionskosten.
Auch andere Hersteller reagieren auf den Kostendruck. Das Unternehmen Nothing verzichtet 2026 auf ein neues CMF-Phone und bringt stattdessen das Modell CMF Phone 2 Pro auf den Markt, das durch den Einsatz günstigerer Komponenten wie Kunststoffrahmen und älterer Speicherkonfektionen (LPDDR4X) einen Preis von 279 US-Dollar halten soll. Branchenweit stieg der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones bereits im ersten Quartal 2026 um 12 % auf 399 US-Dollar.

