Das iPhone 18 Pro soll mit einem deutlich verkleernten Dynamic Island und einem revolutionären 2-Nanometer-Prozessor kommen.
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Sensoren schrumpfen, Display wächst
Die Dynamic Island – jene pillenförmige Aussparung am oberen Displayrand – soll um 25 bis 30 Prozent schrumpfen. Möglich macht das ein technischer Kniff: Apple verlegt den Infrarot-Sender für Face ID unter das Display. Eine Laser-Perforationstechnologie soll dabei die Genauigkeit der Gesichtserkennung erhalten.
Das Ergebnis: mehr nutzbare Bildschirmfläche. Während das Pro Max-Modell einen leicht vergrößerten Rahmen für einen stärkeren Akku und größere Kamerasensoren bekommt, setzt das Standard-Pro-Modell auf noch schmalere Displayränder. Die Design-Prototypen, die Anfang Mai in sozialen Netzwerken kursierten, zeigen Apples langfristiges Ziel: ein nahezu randloses, an allen vier Seiten gewölbtes Display. Diesen Meilenstein peilt der Konzern für das 20-jährige iPhone-Jubiläum 2027 an.
A20 Pro: Der Chip der nächsten Generation
Im Inneren der iPhone-18-Pro-Serie soll der A20 Pro arbeiten – gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. Der Sprung von der aktuellen 3-Nanometer-Technologie verspricht enorme Effizienzgewinne und besseres Wärmemanagement. Das ist kein Luxus: Der Chip muss immer komplexere KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät bewältigen, während Apple seine Software-Partnerschaften – unter anderem mit Google – weiter vertieft.
Auch die Kamera bekommt ein Upgrade: Erstmals soll die Hauptlinse eine variable Blende erhalten, die sich automatisch an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpasst. Das Pro Max behält und verbessert zudem seinen 5-Achsen-Optical-Zoom.
Preisoffensive trotz Rekordumsatz
Analyst Jeff Pu rechnet mit einem aggressiven Preispunkt: Das Einstiegs-Pro-Modell soll bei 1.099 Euro starten, das Pro Max bei 1.199 Euro. Apple will seine Premium-Marktanteile halten – trotz steigender Komponentenkosten.
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Der Hintergrund: Im zweiten Quartal 2026 meldete Apple einen Rekordumsatz von 111,18 Milliarden Dollar – ein Plus von 17 Prozent. Die iPhone-Sparte trug mit 56,99 Milliarden Dollar 22 Prozent Wachstum bei. Doch CEO Tim Cook warnte bereits: Ab dem dritten Quartal werden deutlich höhere Speicherkosten die Margen belasten.
Der globale Chipmangel und die hohe Nachfrage nach KI-fähiger Hardware setzen Apple zu. Das erst im März eingeführte MacBook Neo (599 Euro) sei zwar „unglaublich gefragt“, so Cook, doch bestimmte Mac-Modelle könne man nicht schnell genug produzieren. High-End-Konfigurationen von Mac mini und Mac Studio haben derzeit Lieferzeiten von mehreren Monaten.
Führungswechsel im September
Am 1. September 2026 wird John Ternus – bisher Schlüsselfigur im Hardware-Engineering – Tim Cook als CEO ablösen. Cook wechselt nach 15 Jahren an der Spitze in den Aufsichtsrat als Executive Chairman. Ternus soll Apples Strategie fortsetzen, Hardware mit eigener Chip-Technologie zu verzahnen, um die KI-Ära zu dominieren.
Parallel steuert der Dienstleistungssektor neue Höchstwerte an: rund 31 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal. Auch das China-Geschäft boomt mit einem Plus von 28 Prozent. Um die Aktionäre bei Laune zu halten, hat der Vorstand ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar aufgelegt und die Dividende um vier Prozent auf 0,27 Dollar erhöht.
Lieferengpässe als Bremsklotz
Bevor das iPhone 18 Pro kommt, muss Apple erst die aktuellen Lieferprobleme in den Griff bekommen. Das MacBook Neo hat Lieferzeiten bis Ende Mai – wer direkt bei Apple bestellt, wartet. Drittanbieter wie Amazon und MediaMarkt haben nur begrenzte Bestände.
Die Speicher- und Prozessorknappheit zwingt Apple zu Anpassungen: Der Mac mini stieg im Preis von 599 auf 799 Euro, das 256-GB-Basismodell wurde zugunsten von 512 GB eingestellt. Ein Branchentrend: Auch AMD verzeichnete im April einen Kurssprung von 74,3 Prozent, angetrieben durch die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern.
Für Apple wird der Erfolg des iPhone 18 Pro davon abhängen, ob es gelingt, den Spagat zwischen makroökonomischem Druck und technischer Innovation zu meistern. Mit dem neuen Dynamic-Index-Design und dem A20 Pro wird das iPhone 18 Pro zum ersten großen Hardware-Meilenstein der Ära nach Tim Cook – und zur Bühne für das 20-jährige iPhone-Jubiläum im kommenden Jahr.

