iPhone 18 Pro: Speicherengpässe treiben Preis auf 1.550 Euro

Apple steigert Marktanteil auf Rekordniveau, senkt aber zeitgleich Preise. Kommende iPhone-18-Generation droht aufgrund von Chip-Knappheit deutlich teurer zu werden.

Der iPhone-Konzern fährt eine aggressive Preisstrategie, während die Branche vor massiven Kostensteigerungen bei künftigen Modellen warnt.

Große Elektronikhändler haben die Preise für die aktuellen iPhone-16- und iPhone-17-Modelle deutlich gesenkt. Zeitgleich veröffentlichte Marktdaten zeigen: Apple hat im zweiten Quartal 2026 seinen weltweiten Marktanteil auf ein Rekordniveau gesteigert. Doch die Entspannung für die Kunden könnte trügerisch sein – die nächste Generation droht deutlich teurer zu werden.

Rabatte auf breiter Front

In Indien etwa senkte der Händler Vijay Sales den Preis für das iPhone 17 Pro (256 GB) auf umgerechnet rund 1.450 Euro. Mit zusätzlichen Bankangeboten sinkt der effektive Preis auf etwa 1.410 Euro. Noch tiefer in die Tasche greifen müssen Kunden bei der Plattform Flipkart: Dort ist das gleiche Modell mit Kreditkartenangeboten für effektiv rund 1.300 Euro zu haben.

Auch das iPhone 16 ist betroffen. Die 128-GB-Version ist bei Flipkart für umgerechnet etwa 755 Euro erhältlich – ein Nachlass von rund 20 Euro gegenüber dem Einführungspreis. Mit Tausch- und Bankrabatten fällt der Preis für das Basismodell in Einzelfällen unter 610 Euro. Europäische Händler ziehen nach: Der französische Anbieter Cdiscount listet das iPhone 16 für 849 Euro.

Besonders auffällig: Das iPhone Air erreichte Mitte Juli seinen bisher niedrigsten Preis. Bei Vijay Sales sinkt der effektive Preis durch Rabatte und Bankangebote auf umgerechnet rund 1.055 Euro – ein Abschlag von knapp 280 Euro gegenüber dem ursprünglichen Preis von rund 1.330 Euro.

Rekordmarktanteil trotz schrumpfendem Markt

Die aggressive Preisstrategie des Frühjahrs und Frühsommers zeigt Wirkung. Laut Daten der Marktforscher von IDC vom 14. Juli stiegen Apples iPhone-Auslieferungen in China im zweiten Quartal um 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit eroberte der Konzern 18,1 Prozent des chinesischen Marktes – im Vorjahreszeitraum waren es nur 13,9 Prozent. Dieses Wachstum gelang, obwohl der gesamte chinesische Smartphone-Markt um 4,3 Prozent auf rund 66 Millionen ausgelieferte Geräte schrumpfte.

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Die weltweiten Zahlen sind noch beeindruckender. Die Analysten von Omdia bescheinigten Apple am 13. Juli einen Rekord-Marktanteil von 20 Prozent im zweiten Quartal. Samsung behauptete zwar mit 22 Prozent die Spitzenposition. Doch Apples Erfolg basiert auf einem starken Upgrade-Zyklus für die iPhone-17-Serie und der Entscheidung, die Preise in diesem Zeitraum stabil zu halten.

Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, als der Gesamtmarkt schrumpft. IDC meldet einen Rückgang des globalen Smartphone-Marktes um 11 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren. Omdia beziffert den Rückgang mit moderateren 4 Prozent im Jahresvergleich.

Lieferketten-Engpässe treiben Kosten

Die aktuellen Rabatte stehen im Schatten drastischer Preiserhöhungen für die kommende iPhone-18-Serie. Branchenanalysten und Berichte aus der Lieferkette deuten darauf hin, dass Engpässe bei Speicherchips die Komponentenkosten innerhalb eines Jahres um 300 Prozent in die Höhe getrieben haben. Apples CEO Tim Cook soll diese Preiserhöhungen in internen Gesprächen als unvermeidbar bezeichnet haben.

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Marktbeobachter rechnen damit, dass das iPhone 18 Pro zu einem voraussichtlichen Einstiegspreis von rund 1.550 Euro auf den Markt kommt – das wäre ein Aufschlag von etwa 330 Euro gegenüber der aktuellen Generation. Ähnliche Trends zeichnen sich bei der Konkurrenz ab: Das Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra soll rund 310 Euro teurer werden und bei etwa 2.100 Euro starten.

Kein Wunder also, dass viele Verbraucher derzeit zu den aktuellen Modellen wie dem iPhone 17 oder dem Galaxy S26 greifen, solange die Preise noch vergleichsweise moderat sind.

Technische Neuerungen und regulatorische Weichenstellungen

Gerüchten zufolge soll das iPhone 18 Pro mit einem A20-Pro-Chip ausgestattet sein, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Zudem wird ein größerer Akku mit 5.567 mAh für das Pro-Max-Modell sowie eine Kamera mit variabler Blende erwartet.

In einer separaten Entwicklung kündigte die Europäische Kommission am 14. Juli Ausnahmen von den geplanten Batterieverordnungen an. Die neuen Regeln, die ab 2027 wechselbare Akkus vorschreiben, werden für bestimmte Geräte nicht gelten. Produkte wie Smartwatches, Fitness-Tracker und wasserdichte Geräte sind von der Pflicht zur einfachen Austauschbarkeit ausgenommen.

An der Börse zeigte sich Apples Aktie trotz der Rekordmarktanteile volatil. Am 14. Juli schloss das Papier mit einem Minus von 1,15 Prozent bei umgerechnet rund 348 Euro – ein Zeichen dafür, dass die Anleger die drohenden Kostensteigerungen und die Unsicherheit in der Lieferkette durchaus skeptisch sehen.