iPhone 19 Pro: Apples mutiger Schritt zum „Liquid Glass“-Design

Apple arbeitet an einem iPhone mit rundum gebogenem „Quad-Curved“-Display für das 20-jährige Jubiläum 2027.

Apple testet ein iPhone mit rundum gebogenem Display – pünktlich zum 20. Jubiläum des Ur-iPhones.

Der Technologieriese arbeitet offenbar an einer radikalen Design-Revolution. Im Fokus steht ein Prototyp des iPhone 19 Pro mit einem sogenannten „Quad-Curved“-Display, das an allen vier Seiten sanft abfällt. Branchenbeobachter sehen darin den Abschied von der flachen Kante, die Apples Flaggschiffe seit Jahren prägt. Das Ziel: ein nahezu randloses „Liquid Glass“-Interface, das wie ein einziger, nahtloser Glasblock wirkt.

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Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Das Jahr 2027 markiert das 20-jährige Jubiläum des ersten iPhone. Apple will diesen Meilenstein offenbar nutzen, um einen visuellen Neuanfang zu wagen. Fortschrittliche OLED-Fertigungstechniken sollen die sichtbaren Ränder auf ein Minimum reduzieren, während komplexe Sensoren unter der Display-Oberfläche verschwinden.

Die „Micro-Curved“-Technik: Mehr als nur ein Trend

Anders als frühere „Waterfall“-Displays chinesischer Hersteller, die nur an den Seiten bogen, setzt Apples Prototyp auf eine gleichmäßige, dezente Krümmung an allen vier Kanten. Diese „Micro-Curved“-Lösung soll zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie verbessert die Ergonomie und erleichtert Wischgesten, ohne die verzerrten Darstellungen oder versehentlichen Berührungen, die frühere gebogene Screens plagten.

Das Herzstück ist eine Zusammenarbeit mit Samsung Display. Gemeinsam entwickeln die Firmen ein „pol-less“ OLED-Panel. Diese Technik, auch als Color Filter on Encapsulation (COE) bekannt, entfernt die herkömmliche Polarisationsschicht. Das macht das Display dünner, heller und stromsparender – eine entscheidende Voraussetzung für die Stabilität einer allseitig gebogenen Glashülle.

Die Kamera-Herausforderung: Fast unsichtbar, aber nicht ganz

Ein zentrales Problem der Ingenieure: die TrueDepth-Kamera. Der aktuelle Prototyp versteckt die Face-ID-Komponenten erfolgreich unter dem Display. Das würde Apples „Dynamic Island“ überflüssig machen. Stattdessen wäre nur noch eine winzige Unterbrechung sichtbar.

Doch die Selfie-Kamera bleibt eine Hürde. Während die Gesichtserkennung durch die halbtransparenten OLED-Schichten funktioniert, leidet die Bildqualität einer versteckten Frontkamera. Aktuelle Tests deuten darauf hin, dass Apple für das 2027er-Modell einen kleinen, zentrierten Punch-Hole-Ausschnitt beibehalten wird – ein Kompromiss zwischen Ästhetik und Fotografie.

Das widerspricht früheren Prognosen. Display-Experte Ross Young etwa sah eine echte, auschnittlose Kamera erst für 2030 vor. Doch Apple scheint den Prozess zu beschleunigen, um das Jubiläumsmodell deutlich vom iPhone 17 und 18 abzuheben.

Namenswirrwarr: Wird es das iPhone 20?

Die Bezeichnung des neuen Flaggschiffs ist noch offen. In der Lieferkette wird es als iPhone 19 Pro gehandelt. Analysten spekulieren jedoch, dass Apple die „19“ überspringen könnte – ähnlich wie 2017, als man für das zehnjährige Jubiläum direkt das iPhone X auf den Markt brachte. Unter diesem Schema würde das 2027er-Modell „iPhone 20“ heißen.

Hinzu kommt eine veränderte Release-Strategie. Gerüchten zufolge denkt Apple über einen zweijährigen Rhythmus für Hauptmodelle nach, um besser mit der Konkurrenz mitzuhalten. In diesem Szenario wäre das Quad-Curved-iPhone der unangefochtene König der traditionellen Flaggschiff-Reihe – klar abgegrenzt von einer zweiten „iPhone Air“-Generation oder einem faltbaren Gerät.

Material der Zukunft: IZO statt Magnesium

Ein randloses, gebogenes Gerät erfordert mehr als nur ein gutes Display. Apple verhandelt mit Samsung und LG Display über Indium-Zink-Oxid (IZO) als Kathodenmaterial für künftige OLED-Panels. Herkömmliche Magnesium-Silber-Legierungen verursachen bei den scharfen Biegungen des Quad-Curved-Designs ungleichmäßige Helligkeit und Hitzestau.

LG Display hat bereits über eine Billion Won in die entsprechende Infrastruktur investiert. Die IZO-Technologie ist zwar primär für den 2028er-Zyklus gedacht, ihre Entwicklung ist aber eng mit den aktuellen Tests verknüpft. Nur so lässt sich der „Liquid Glass“-Effekt auch an den Ecken realisieren, wo die Spannung auf Glas und Panel am höchsten ist.

Ein Blick zurück nach vorn

Apples Rückkehr zu gebogenen Displays kommt zu einer Zeit, in der die Konkurrenz wieder auf flache, robuste Bildschirme setzt. Doch für Apple geht es nicht nur um Ästhetik. Patente aus dem August 2025 beschreiben ein sechsseitiges Glasgehäuse mit berührungsempfindlichen Flächen, das physische Tasten durch haptisches Feedback ersetzen könnte.

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Mit dem Quad-Curved-Design war Apple offenbar die Designführerschaft zurückerobern, die es mit dem iPhone X einleitete. Die „Micro-Curve“ setzt dabei auf optische Täuschung: Der Rand soll durch Lichtbrechung praktisch verschwinden, während ein flacher Mittelrahmen die nötige Stabilität liefert.

Ausblick: Der Blaupausen-Effekt

Die Umstellung auf ein allseits gebogenes Display wäre eine der tiefgreifendsten Hardware-Revisionen in der iPhone-Geschichte. Der aktuelle Prototyp zeigt: Der Traum vom „All-Screen“-Design ist nah, aber die Balance zwischen Ästhetik und Kameraqualität bleibt die größte Hürde.

Klarheit wird die Massenproduktion Anfang 2027 bringen. Sollten die Prototypen Apples Qualitätsstandards bestehen, wird das Jubiläums-iPhone zum Vorbild für das nächste Jahrzehnt – ein Gerät, das fast vollständig von seinem Display definiert wird. Ob es nun iPhone 19 Pro oder iPhone 20 heißt: Die erfolgreiche Verschmelzung von Sensortechnik und Glaskunst wird die Messlatte setzen.