iPhone 20: Apple testet endgültige Version der haptischen Buttons

Zum 20. Jubiläum des iPhones arbeitet Apple an einem Gerät mit haptischen Sensoren statt physischer Knöpfe. Die Technologie soll nun serienreif sein.

Der 20. Geburtstag des iPhones soll eine radikale Neuerung bringen: Apple arbeitet an einem Modell ganz ohne mechanische Tasten.

Aktuelle Berichte aus der Zulieferkette deuten darauf hin, dass Apple einen entscheidenden Meilenstein bei der Entwicklung berührungsempfindlicher Tasten erreicht hat. Das System, das ursprünglich unter dem Codenamen „Project Bongo“ bekannt wurde, soll nun die finale Testphase durchlaufen haben. Ziel ist es, das Jubiläums-iPhone im Herbst 2027 – pünktlich zum 20. Jahrestag des ersten iPhones – mit einer völlig neuen Bedienoberfläche auszustatten.

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Haptik statt Mechanik: So funktionieren die neuen Tasten

Anders als herkömmliche Knöpfe bewegen sich die neuen Steuerelemente nicht. Stattdessen erkennen Drucksensoren die Eingabe des Nutzers. Lokalisierte Vibrationsmotoren erzeugen dann ein präzises haptisches Feedback, das sich anfühlt wie ein echter Klick. Diese Technologie, die bereits beim „Camera Control“-Button früherer Modelle erprobt wurde, ist nun offenbar serienreif.

Die Herausforderung lag in der Zuverlässigkeit. Frühere Prototypen scheiterten an alltäglichen Situationen: Bedienung mit Handschuhen, nassen Fingern oder bei extremen Temperaturen. Genau diese Hürden sollen nun genommen sein. Auch die Kompatibilität mit Schutzhüllen wurde bestätigt – ein kritischer Punkt für ein System, das auf präzisen Druck reagiert.

Notfall-Chip: Tasten funktionieren auch bei leerem Akku

Ein besonderes Detail: Selbst wenn das iPhone ausgeschaltet ist oder der Akku leer ist, bleiben die Tasten aktiv. Ein separater Ultra-Niedrigenergie-Prozessor übernimmt dann die Steuerung. Ähnlich wie die „Find My“-Funktion oder Express-Card-Transaktionen nach einem Akku-Ausfall funktionieren, sollen so auch bei leerem Gerät noch Notruffunktionen oder grundlegende Eingaben möglich sein.

All-Glas-Design: Warum Apple auf mechanische Tasten verzichtet

Die Umstellung auf feststoffliche Tasten ist kein Selbstzweck. Branchenbeobachter sehen darin die Voraussetzung für ein radikales Design: Das iPhone 20 soll als nahtlose Glaseinheit gefertigt werden, bei der das Display um alle vier Kanten des Rahmens verläuft. Mechanische Aussparungen für Lautstärke- und Einschaltknöpfe würden in einem solchen Gehäuse Schwachstellen darstellen. Durch den Verzicht auf bewegliche Teile verbessert sich nicht nur die Wasserresistenz, sondern auch die strukturelle Integrität des Geräts.

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Vom Scheitern zum Durchbruch: Die Geschichte von „Project Bongo“

Der Weg zur tastelosen Bedienung war steinig. Bereits 2023 sollte das iPhone 15 Pro die Technologie erhalten – die Pläne wurden kurz vor Produktionsbeginn verworfen. Ein zweiter Anlauf für die iPhone-16-Serie scheiterte ebenfalls an ungelösten Massenproduktionsproblemen.

Der Zeitpunkt 2027 ist kein Zufall. So wie das iPhone X 2017 mit Face ID und dem Wegfall des Home-Buttons den Weg für die nächste Dekade ebnete, soll das 20-Jahre-Jubiläumsmodell die Zukunft des Smartphones definieren. Analysten wie Ming-Chi Kuo prognostizieren neben den haptischen Tasten auch ein unter dem Display verstecktes Face ID und eine verdeckte Frontkamera – das Ergebnis wäre ein echter Vollbildschirm ohne Notch oder Aussparungen.

Technische Innovation: Piezokeramik statt Taptic Engine

Ein entscheidender Fortschritt liegt in der verwendeten Technologie. Statt der bisherigen Taptic Engine, die größere Teile des Geräts in Schwingung versetzt, setzt Apple auf piezoelektrische Keramiken. Diese ermöglichen extrem gezielte Vibrationen direkt unter dem Finger des Nutzers. Das verhindert sogenannte „Geisterberührungen“ – ein häufiges Problem bei früheren Versuchen anderer Hersteller mit berührungsempfindlichen Seitenflächen.

Ausblick: iPhone 18 als letzter traditioneller Vorläufer

Für das Jahr 2026 ist zunächst das iPhone 18 geplant, das sich auf interne Verbesserungen bei Chip-Leistung und KI-Funktionen konzentrieren soll. Das Design bleibt traditionell. Damit bereitet Apple den Boden für das, was viele als den radikalsten Neustart seit der Einführung des randlosen Displays bezeichnen.

Ob die Technologie tatsächlich rechtzeitig zur Marktreife gelangt, hängt nun von der Fähigkeit der Zulieferer ab, die Sensoren in ausreichender Stückzahl und Qualität zu produzieren. Gelingt dies, könnte das iPhone 20 nicht nur die Art und Weise verändern, wie wir Smartphones bedienen – sondern auch den Weg für eine Zukunft ebnen, in der Anschlüsse und Schalter vollständig durch induktives Laden und haptische Interaktion ersetzt werden.