iPhone 20: Apple testet radikales Surround-Display für 2027

Apple testet für 2027 ein iPhone mit rundum gebogenem Display. Technische Hürden wie Kamera unter Glas und Hitzeprobleme stehen noch aus.

Zum 20. Jubiläum des Originals plant der Konzern offenbar den größten Designumbruch seit dem iPhone X von 2017. Im Zentrum steht ein quadratisch gebogenes „Surround-Display“, das den Traum von einem Gerät aus einem einzigen, nahtlosen Glasstück verwirklichen soll.

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Die Quad-Curve-Architektur: Mehr als nur schick

Aktuelle Prototypen zeigen ein OLED-Panel, das über alle vier Kanten des Geräts gebogen ist. Anders als frühere „Waterfall“-Displays, die nur seitlich krümmten, soll diese Konstruktion die sichtbaren Ränder vollständig eliminieren. Das Ergebnis: ein randloses visuelles Erlebnis von vorne.

Diese Entwicklung passt zu Patenten, die Apple bereits im August 2025 einreichte. Sie beschreiben ein sechsseitiges Glasgehäuse mit berührungsempfindlichen Displays auf jeder Oberfläche. Die Dokumente deuten auf „verformbare Seiten“ hin, die auf Druck reagieren – das könnten die physischen Tasten für Lautstärke und Power durch haptische Zonen ersetzen.

Beobachter gehen davon aus, dass die vollständige Sechs-Seiten-Lösung noch Zukunftsmusik ist. Der Fokus für 2027 liegt auf der Quad-Curve-Frontplatte. Sie soll den Metallrahmen aus jedem normalen Blickwinkel unsichtbar machen.

Technische Hürden: Kamera unter dem Display und Hitze-Probleme

Die größte Herausforderung: Die gesamte Frontkamera-Technik muss unter das Display wandern. Analysten von Display Supply Chain Consultants (DSCC) nennen 2027 als Zieljahr für Under-Panel Face ID und eine Under-Panel-Kamera (UPC) in den Pro-Modellen.

Doch die Realität ist komplexer. Aktuelle Tests zeigen einen Unterschied: Die Face-ID-Komponenten funktionieren bereits unter den Pixeln, während die Selfie-Kamera in manchen Einheiten noch eine kleine Aussparung benötigt. Insider spekulieren, dass Apple die Standard-Pro-Modelle mit einem minimalen Loch versieht – und die vollständig unsichtbare Kamera einer ultra-premium Jubiläumsedition vorbehält.

Das zweite große Problem: Hitze. Glas leitet Wärme deutlich schlechter als die aktuellen Titan- oder Edelstahlrahmen. Apple arbeitet an zwei Lösungen:

  • Silizium-Batterien mit 100-prozentiger Silizium-Kathode sollen die Energiedichte erhöhen. Dünnere Zellen schaffen mehr Platz für Kühlkanäle.
  • 16nm-Display-Treiberchips auf FinFET-3D-Basis verbrauchen deutlich weniger Strom als die bisherigen 28nm-Chips.
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Lieferkette: Zwei Generationen Display-Technik

Die Produktion der Spezialdisplays stellt Apples Partner Samsung Display und LG Display vor gewaltige Aufgaben. Für 2027 ist ein Zwei-Stufen-Plan erkennbar.

Die erste Generation nutzt eine Magnesium-Silber-Legierung (MgAg) in der Kathodenschicht. Branchenkenner warnen vor möglichen Helligkeitsschwankungen und leichten Bildverzerrungen an den extrem gebogenen Kanten. Apple scheint bereit, diese Kompromisse für den Jubiläumsstart einzugehen.

Für 2028 ist dann der Umstieg auf Indium-Zink-Oxid (IZO) geplant. Dieses Material ist transparenter, reduziert Verzerrungen und Wärmestau – und ermöglicht noch schmalere Stützen.

LG Display hat bereits umgerechnet rund 790 Millionen Euro in die OLED-Infrastruktur investiert. Analysten gehen davon aus, dass dieses Geld direkt für die Massenproduktion der Quad-Curve-Panels bestimmt ist.

Die Strategie: Ein „Produkt-Renaissance“ zum Jubiläum

Das 2027er iPhone ist Teil einer größeren Offensive. Apple plant offenbar, den 20. Geburtstag seines erfolgreichsten Produkts für eine breite Expansion des Hardware-Ökosystems zu nutzen. Dazu gehören:

  • Das erste kommerzielle „iPhone Fold“ mit knitterfreiem flexiblem OLED
  • Eine neue Kategorie Smart Glasses für Augmented Reality
  • AirPods mit integrierten Kamerasensoren für räumliche Umgebungserfassung

Die Technologien, die Apple für das 2027er iPhone entwickelt – insbesondere im Wärmemanagement und bei hochtransparenten Kathoden – sollen die Grundlage für diese gesamte Produktfamilie bilden.

Ausblick: Was 2027 bringen könnte

Die aktuellen Prototypen deuten auf den tiefgreifendsten Designwechsel seit 2017 hin. Während das „iPhone 19 Pro“ wohl die evolutionäre Linie fortsetzt, ist die gemunkelte „iPhone 20“- oder „iPhone XX“-Jubiläumsedition das eigentliche Experimentierfeld.

Wenn die Tests im Mai 2026 planmäßig verlaufen, soll die Massenproduktion der MgAg-basierten Quad-Curve-Displays Anfang 2027 anlaufen. Gelingt der Durchbruch, könnten in den Folgejahren auch iPads und MacBooks auf das randlose Glasdesign umsteigen.