Zum 20. Jubiläum des Kultgeräts soll 2027 ein Modell mit nahtlosem Glas-Design und neuartiger Benutzeroberfläche kommen. Branchenberichte und Zulieferer-Leaks zeichnen ein detailliertes Bild der Pläne.
AirDrop, iOS, Lightning: Wissen Sie wirklich, was Ihr iPhone Ihnen sagen will? Viele iPhone-Nutzer kennen diese Begriffe nicht – ein kostenloses Lexikon schafft endlich Klarheit. 53 Fachbegriffe einfach erklärt: Kostenloser PDF-Ratgeber jetzt für iPhone-Einsteiger verfügbar
„Glasswing“: Wenn das iPhone zum Schmetterling wird
Der Codenamen lautet „Glasswing“ – inspiriert von den durchsichtigen Flügeln eines Schmetterlings. Das Konzept sieht vor, traditionelle Rahmen und mechanische Komponenten durch eine nahtlose Glas-Ästhetik zu ersetzen, bei der Hardware und Software stärker verschmelzen als je zuvor.
Die Pro- und Pro-Max-Modelle des Jubiläums-iPhones sollen demnach Glasränder erhalten, die fließend in das Display übergehen. Begleitet wird dieser Hardware-Schritt von einer neuen „Liquid Glass“-Oberfläche in iOS 26, die visuell mit dem physischen Gehäuse verschmilzt.
Ein „Quad-Curved“-Display mit minimalem Rand von nur 1,1 Millimetern soll ein echtes Rand-zu-Rand-Erlebnis ermöglichen. Dafür arbeitet Apple offenbar mit Samsung an sogenannten Pol-less OLED-Panels. Face-ID-Sensoren, Frontkamera und Audiokomponenten sollen künftig unter dem Display verschwinden – auch wenn Experten anmerken, dass die Technik für Unter-Display-Kameras noch nicht ausgereift ist.
Haptik statt Mechanik: Tasten ohne Bewegung
Interne Tests vom 5. Mai 2026 deuten darauf hin, dass Apple die Umstellung auf Solid-State-Tasten mit haptischem Feedback kurz vor dem Abschluss steht. Diese Tasten simulieren ein Klickgefühl durch Vibration – und haben offenbar Haltbarkeitstests mit Handschuhen, nassen Händen und extremen Temperaturen bestanden.
Ein spezieller Ultra-Niedrigenergie-Prozessor soll die Tasten steuern, sodass sie selbst bei ausgeschaltetem Gerät funktionieren. Das wäre ein Novum in der Smartphone-Welt.
Die Gerüchteküche brodelt zudem bei den Akku-Spezifikationen: Ein 6.000-mAh-Akku und umgekehrtes kabelloses Laden stehen im Raum. Um das empfindliche Glasgehäuse zu schützen, entwickelt Apple angeblich „Ceramic Shield Ultra“ – eine weiterentwickelte Panzerglas-Version für die gewölbten Oberflächen.
iOS 26.5: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS kommt
Während das 2027er-Redesign noch Zukunftsmusik ist, hat Apple diese Woche konkrete Schritte in der Software-Entwicklung unternommen. Am 4. Mai 2026 erschien der Release Candidate von iOS 26.5 – und der bringt eine lang erwartete Funktion.
Erstmals führt Apple eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android ein. Basierend auf dem GSMA-Standard RCS Universal Profile 3.0, soll die Verschlüsselung standardmäßig aktiv sein – vorausgesetzt, die Mobilfunkanbieter und die neuesten Messenger-Apps auf Android-Seite unterstützen sie.
Der öffentliche Release von iOS 26.5 wird für den 11. oder 12. Mai 2026 erwartet. Weitere Neuerungen:
- „Suggested Places“ in Apple Maps: Werbung und Standortempfehlungen für die USA und Kanada
- Pride Luminance Wallpaper: Elf dynamische Hintergrundbild-Varianten, die auf das Always-On-Display reagieren
- Drittanbieter-Integration: Annäherungspaarung und Live Activities für Zubehör – eine Folge der EU-Regulierung
- Flexiblere Zahlungen: Monatliche Raten für Jahresabos im App Store in bestimmten Regionen
Auffällig: Neue Siri-Funktionen fehlen in diesem Update. Sie werden für die iOS-27-Beta erwartet, die am 8. Juni 2026 auf der WWDC vorgestellt werden soll.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Experte Detlef Meyer erklärt im kostenlosen PDF-Ratgeber, wie Sie Ihr Gerät nach einem iOS-Update sicher konfigurieren. So installieren Sie iOS-Updates sicher – ohne Datenverlust und ohne Stress
250 Millionen Dollar: Apple einigt sich im Siri-Prozess
Der Vorstoß zu künftigen Innovationen kommt nicht von ungefähr. Am 5. Mai 2026 bestätigten Berichte, dass Apple einem Vergleich über 250 Millionen Euro zugestimmt hat, um eine Sammelklage in den USA beizulegen.
Die Klage aus dem Jahr 2024 warf dem Konzern vor, Kunden mit Versprechungen zu „Apple Intelligence“ und personalisierten Siri-Funktionen getäuscht zu haben. Betroffen sind US-Kunden, die zwischen Juni 2024 und März 2025 ein iPhone 15 Pro, 15 Pro Max oder iPhone 16 kauften. Die Kläger argumentierten, Apple habe KI-Funktionen beworben, die zum Verkaufsstart nicht verfügbar waren – in einigen Fällen blieben sie fast zwei Jahre aus.
Der Vergleich sieht Zahlungen zwischen 25 und 95 Euro pro berechtigtem Gerätebesitzer vor. Apple bestreitet weiterhin jedes Fehlverhalten, verpflichtet sich aber im Rahmen der Einigung, künftige Siri-Updates kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen.
Ausblick: Apples großer Wurf steht auf dem Spiel
Die „Glasswing“-Gerüchte und der Siri-Vergleich zeichnen das Bild eines Konzerns, der strategisch umschwenkt. Nach Jahren iterativer Design-Updates setzt Apple auf eine tiefgreifende Hardware-Software-Integration. Branchenbeobachter erwarten, dass die Integration von Google Gemini in künftige iOS-Versionen – ein Thema für die WWDC im Juni – entscheidend sein wird, um die KI-Versprechen einzulösen, die zum Rechtsstreit führten.
Ob der große Wurf zum 20. Geburtstag gelingt, hängt davon ab, ob Apple seine ambitionierten Hardware-Ziele mit den KI-Fähigkeiten synchronisieren kann, die es derzeit unter Druck liefern muss. Die Konkurrenz schläft nicht – und die Messlatte für das Jubiläums-iPhone liegt verdammt hoch.

