Zahlreiche Nutzer halten aus Kostengründen oder aus Gewohnheit an älteren iPhone-Generationen wie dem iPhone 5s, dem iPhone 6 und dem iPhone 7 fest. Aktuelle Anleitungen widmen sich zwei wiederkehrenden Praxisproblemen dieser Geräte: der Verwaltung der Bildschirmrotation und dem Import von SIM-Karten-Kontakten. Beide Themen zeigen, dass sich ältere Hardware mit etwas Systemwissen noch länger im Alltag halten lässt.
Kontaktimport von der SIM-Karte bleibt einfach
Wer seine Kontakte noch auf der SIM-Karte gespeichert hat, kann diese ohne Drittanbieter-App direkt über die Systemeinstellungen übertragen: Der Weg führt über Einstellungen, Kontakte und die Option „SIM-Kontakte importieren“. Der Vorgang ist kostenlos und in wenigen Schritten erledigt.
Zu beachten ist allerdings die begrenzte Kapazität von SIM-Karten, die üblicherweise zwischen 250 und 500 Kontakten liegt. Zudem lassen sich pro Kontakt nur ein Name und eine Telefonnummer speichern – Fotos, E-Mail-Adressen oder Postanschriften werden nicht mit übertragen.
Je nachdem, welches Konto als Standard hinterlegt ist, landen die importierten Kontakte anschließend entweder in iCloud oder ausschließlich lokal auf dem Gerät. Bestehende Einträge werden dabei nicht überschrieben, da iOS die Daten automatisch zusammenführt.
Bildschirmrotation je nach Modell unterschiedlich steuerbar
Die Steuerung der Bildschirmausrichtung unterscheidet sich je nach iPhone-Generation und installierter iOS-Version deutlich.
Beim iPhone 6, das maximal mit einer iOS-12-Version läuft, lässt sich die Rotation über das Kontrollzentrum steuern, das durch Wischen von unten geöffnet wird – dort befindet sich das entsprechende Sperrsymbol. Alternativ kann die Funktion über Bedienungshilfen, AssistiveTouch und Gerät sowie „Bildschirm drehen“ aktiviert werden.
Ein separates Menü für den Gravitationssensor existiert in den Einstellungen nicht. Zudem dreht sich der Hauptbildschirm beim regulären iPhone 6 grundsätzlich nicht – diese Funktion bleibt dem iPhone 6 Plus vorbehalten.
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Ein häufiges technisches Problem entsteht nach einem Displaytausch: Wird dabei das Flexkabel beschädigt, gibt es keine offizielle Kalibrierungsmöglichkeit. Als Workaround wird die Nutzung der Kompass-App mit einer achtförmigen Bewegung des Geräts empfohlen.
Beim iPhone 7 funktioniert die Ausrichtungssperre bis zu iOS 15 ebenfalls über das Kontrollzentrum oder alternativ über Einstellungen, Anzeige & Helligkeit und die Option Ausrichtungssperre. Ist die Sperre aktiv, wird der entsprechende Sensor deaktiviert und ein Schloss-Symbol erscheint in der Statusleiste.
Allerdings ignorieren manche Apps, etwa Instagram oder bestimmte Spiele, diese Sperre. Auch beim iPhone 7 dreht sich der Hauptbildschirm nicht – auch hier ist dies dem Plus-Modell vorbehalten.
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Für Nutzer, die noch iOS 10 auf dem iPhone 7 einsetzen, gilt ein leicht abweichender Weg: Im Kontrollzentrum, das ebenfalls durch Wischen von unten geöffnet wird, befindet sich die Ausrichtungssperre oben rechts als Schloss-Symbol mit Pfeil.
Ein rotes Symbol zeigt an, dass die Sperre aktiv und das Gerät im Hochformat fixiert ist, während Grau signalisiert, dass Apps wie Safari, Fotos oder YouTube sich frei drehen können. Treten unter iOS 10 Rotationsprobleme auf, empfiehlt sich zudem ein Blick in Einstellungen, Anzeige & Helligkeit, um die Anzeige von „Vergrößert“ auf „Standard“ umzustellen.
iPhone 5s: Softwarefehler oft lösbar, Hardwaredefekte kostspielig
Auch beim iPhone 5s treten gelegentlich Ausfälle des Gravitationssensors auf, die in den meisten Fällen softwarebedingt sind. Empfohlen werden ein einfacher Neustart, ein erzwungener Neustart über die Home- und Power-Taste für etwa 15 Sekunden, die Aktivierung der Funktion „Bewegung reduzieren“ sowie die bereits erwähnte Kompass-App-Methode mit der achtförmigen Bewegung.
Liegt dagegen ein Hardwaredefekt vor, wird es teurer: Der Austausch des Gyroskop-Chips wird mit 50 bis 150 Euro beziffert, ein Mainboard-Tausch mit 200 bis 400 Euro. Ein offizieller Reparaturservice liegt bei über 300 Euro – ein Betrag, der angesichts des mittlerweile veralteten Gerätestatus des iPhone 5s ins Verhältnis gesetzt werden sollte.
Reparaturbetriebe gewähren auf solche Eingriffe üblicherweise eine Garantie von rund 30 Tagen. Eine häufige Ursache für Sensorprobleme ist auch beim iPhone 5s ein nach einem Displaytausch locker sitzendes Flexkabel.
Fazit für Nutzer älterer Geräte
Die verschiedenen Anleitungen verdeutlichen, dass viele vermeintliche Defekte an älteren iPhones zunächst softwareseitig behoben werden können, bevor eine kostenintensive Reparatur in Erwägung gezogen wird. Gerade bei Modellen wie dem iPhone 5s, das inzwischen als technisch überholt gilt, lohnt sich vor einer Investition in Hardware-Reparaturen eine genaue Abwägung zwischen Reparaturkosten und Restnutzwert des Geräts.

