iPhone-Dateien-App: ZIP und RAR ohne zusätzliche Entpacker öffnen

iOS bündelt Dokumente in der Dateien-App; iCloud synchronisiert Inhalte, ersetzt aber keine vollständigen manuellen Sicherungen.

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Aktuelle Anleitungen beschreiben die effiziente Organisation von Dokumenten über die hauseigene Dateien-App von iOS sowie den Einsatz von Langdruck-Gesten auf Desktop-Icons für einen beschleunigten Anwendungszugriff. Die Hinweise verdeutlichen, wie zentrale Funktionen des Apple-Betriebssystems ohne zusätzliche Software genutzt werden können und welche Mechanismen beim Zusammenspiel aus lokalem Speicher und Cloud-Diensten greifen.

Zentrale Dokumentenverwaltung ohne Drittanbieter-Software

Unter iOS existiert keine separate Anwendung namens „Meine Dateien“. Stattdessen erfolgt die gesamte Dokumentenorganisation gebündelt über die vorinstallierte Dateien-App. Nutzer finden ihre Verzeichnisse, indem sie die App öffnen und im oberen Bereich die Option für alle Dateien anwählen. Zuletzt verwendete Dokumente lagern typischerweise in den Abschnitten für iCloud Drive oder im lokalen Downloads-Ordner.

Über die Dateien-App lassen sich zudem komprimierte Dateiformate wie ZIP oder RAR direkt auf dem iPhone oder iPad öffnen und entpacken. Der Einsatz externer Entpackungsprogramme ist dafür nicht erforderlich. Dies funktioniert bei Archiven aus E-Mails, Nachrichten sowie Cloud-Diensten wie Dropbox und OneDrive, ebenso wie bei komprimierten Dateien innerhalb von Google Drive auf dem Smartphone. Anwender sollten beachten, dass gelöschte Dateien ohne ein vorhandenes iCloud-Backup unter Umständen nicht wiederherstellbar sind.

Gestensteuerung und Navigation im Betriebssystem

Neben der Dateiverwaltung erleichtern grundlegende Bediengesten den Alltag mit dem mobilen Betriebssystem. Das Entsperren erfolgt über ein Wischen auf dem Sperrbildschirm in Kombination mit der Passworteingabe. Das Kontrollzentrum lässt sich durch eine Wischbewegung vom unteren Bildschirmrand aufrufen, während das Ziehen vom oberen Rand das Mitteilungszentrum öffnet.

Zwischen geöffneten Programmen wechseln Anwender je nach Gerätemodell per Doppeltipp oder über eine Wischgeste. Ergänzend dazu bieten Langdruck-Gesten direkt auf den Symbolen des Startbildschirms Kontextmenüs, die Verknüpfungen zu spezifischen App-Funktionen bereitstellen.

Gerätespeicher und die Rolle von iCloud

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Zur Kontrolle der Speicherauslastung bietet iOS detaillierte Menüs. Die lokale Speicherübersicht ist unter den allgemeinen Einstellungen im Bereich für den iPhone-Speicher hinterlegt.

Informationen zum Cloud-Speicher finden sich in den Einstellungen unter der Apple-ID im Menüpunkt für iCloud. Um lokalen Speicherplatz freizugeben, stehen Optionen wie das automatische Entfernen unbenutzter Apps oder das Leeren des Albums für zuletzt gelöschte Fotos zur Verfügung.

Der Cloud-Dienst iCloud, der 2011 als Nachfolger von MobileMe eingeführt wurde, dient der automatischen Synchronisierung von Fotos, Dokumenten, Notizen und App-Daten über die Apple-ID hinweg. Der Schwerpunkt liegt auf dem geräteübergreifenden Abgleich und stellt keinen vollwertigen Ersatz für manuelle Backups dar.

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Über iCloud Drive bereitgestellte Daten lassen sich lokal entfernen, verbleiben jedoch in der Cloud. Der Fotodienst lädt Bilder automatisch hoch; die Option zur Speicheroptimierung sichert komprimierte Varianten lokal und behält die Originale online. Ein Löschvorgang entfernt Medien jedoch synchron auf allen Geräten sowie in der Cloud.

Kostenlos stellt Apple jedem Konto 5 GB Speicherplatz bereit. Erweiterte Tarife umfassen 50 GB, 200 GB sowie 2 TB und lassen sich in der Familiengruppe teilen. Im kostenpflichtigen iCloud+-Abonnement sind Zusatzdienste wie Private Relay, Hide My Email und verschlüsselter Videospeicher enthalten.

In der Europäischen Union liegen die Monatspreise bei 0,99 Euro für 50 GB, 2,99 Euro für 200 GB und 9,99 Euro für 2 TB. In den USA belaufen sich die Kosten auf 0,99 US-Dollar, 2,99 US-Dollar und 9,99 US-Dollar monatlich, in Kanada auf 1,29 Dollar, 3,99 Dollar und 12,99 Dollar, während in Großbritannien Beträge von 0,79 Pfund, 2,49 Pfund sowie 6,99 Pfund fällig werden.

Im Vereinigten Königreich läuft derzeit zudem ein Klageverfahren, das eine Auszahlung von bis zu 3 Milliarden Pfund (umgerechnet 4 Milliarden US-Dollar) an britische Nutzer zur Folge haben könnte.