iPhone Duo ab 23. Oktober: Apples Foldable mit 7,6-Zoll-Display

Apple begründet den späten Einstieg mit technischer Entwicklung. Marktprognosen sehen das iPhone Duo 2026 auf Rang zwei hinter Samsung.

Apple hat sein erstes faltbares iPhone später auf den Markt gebracht als die Konkurrenz von Samsung, Huawei oder Google – nun erläutern Führungskräfte des Konzerns die strategischen Überlegungen hinter dieser Verzögerung.

Zugleich zeichnen Marktanalysten ein Bild, das den Zeitpunkt des Markteintritts wirtschaftlich rechtfertigen könnte: Laut TrendForce soll das iPhone Duo im Jahr 2026 rund 5 Millionen Einheiten absetzen und damit einen Anteil von 24,8 Prozent am globalen Foldable-Markt erreichen – Platz zwei hinter Samsung.

Bewusste Verzögerung statt Verspätung

Apple-CEO John Ternus wies Kritik an der Preisgestaltung zurück und verteidigte den Startpreis von 1.999 US-Dollar mit dem Argument, das Gerät biete trotz des höheren Preises einen großen Mehrwert. Zur Begründung für den späten Markteintritt betonte Ternus, man habe nie etwas Halbgebackenes überstürzt und bezeichnete das iPhone Duo als unglaublich komplexes und gut konstruiertes Gerät.

Samsung hatte mit dem Galaxy Fold bereits seit 2019 ein faltbares Smartphone im Programm, Google folgte 2023 mit dem Pixel Fold; auch Huawei und Xiaomi brachten breite Foldables früher auf den Markt als Apple.

Apple-Manager Greg Joswiak erklärte zudem die Namensgebung des Geräts: Es heiße iPhone Duo, weil es wie zwei Produkte sei. Bemerkenswert ist laut Joswiak, dass zwar Leaks vorab das Seitenverhältnis des Geräts verraten hatten, das faltbare Nano-Texture-Display der Öffentlichkeit jedoch bis zur Vorstellung verborgen blieb. Man habe hier extra Sicherheit daraufgesetzt, so Joswiak.

Technische Differenzierung als Verzögerungsgrund

Ein zentrales technisches Merkmal des iPhone Duo ist das Innen-Display, das statt Glas eine Polymer-Oberfläche mit Nano-Texture nutzt – eine Technologie, die zuvor bereits bei Mac Studio Display, iPad Pro und MacBook Pro zum Einsatz kam. Diese soll die sichtbare Falte stärker reduzieren als bei vergleichbaren Geräten von Samsung.

Das Gerät verfügt über ein 7,6-Zoll-Innendisplay und ein 5,4-Zoll-Außendisplay und ist mit 5,2 Millimetern das dünnste iPhone überhaupt. Es unterstützt den Apple Pencil, ist nach IP68 zertifiziert und läuft mit iOS 27, das speziell für Foldables angepasst wurde. Apps von Netflix, Slack und Zoom wurden für das neue Format optimiert.

Anzeige

Wer sich für die neue Generation der faltbaren Smartphones interessiert, sollte auch die grundlegenden Funktionen und Fachbegriffe der Apple-Welt sicher beherrschen. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. 53 iPhone-Begriffe jetzt kostenlos als PDF sichern

Der Vorverkauf des iPhone Duo startet am 16. Oktober 2026, der Marktstart folgt am 23. Oktober 2026. Der Einstiegspreis liegt bei 1.999 US-Dollar für die 256-GB-Version, die Topversion mit bis zu 2 TB Speicher kostet 3.199 US-Dollar.

In Japan wird das Gerät inklusive Steuer ab 364.800 Yen angeboten. Parallel werden auch iPhone 18 Pro und Pro Max jeweils um 100 US-Dollar teurer und kosten künftig 1.199 beziehungsweise 1.299 US-Dollar.

Marktprognosen uneinheitlich, aber mehrheitlich positiv

Die Einschätzungen zum Erfolgspotenzial des iPhone Duo variieren zwischen den Marktforschungsinstituten. TrendForce geht für den globalen Foldable-Markt 2026 von rund 20,2 Millionen Einheiten aus, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während Android-Hersteller ohne Apple auf etwa 15,2 Millionen Einheiten kommen sollen – ein Rückgang von 20 Prozent. Samsung würde demnach 7,1 Millionen Einheiten und einen Marktanteil von 35,1 Prozent erreichen, Huawei 5 Millionen Einheiten und 24,8 Prozent.

Counterpoint-Analyst Shah rechnet bis Jahresende mit knapp 6 Millionen verkauften Duo-Einheiten, was einem Viertel des weltweiten Foldable-Markts entspräche, während Samsung bei dieser Prognose einen Anteil von 40 Prozent halten würde. In einer weiteren Aufschlüsselung von Counterpoint für 2026 liegt Samsung bei 38 Prozent, Apple bei 25 Prozent und Huawei bei 22 Prozent.

Anzeige

Mit der Einführung neuer Geräteformate wie dem Foldable wird die Bedienung komplexer, doch viele Nutzer schöpfen das Potenzial ihres Geräts kaum aus. Ein kostenloser Report zeigt Ihnen die besten Tipps und Tricks, um Ihr Smartphone endlich voll als persönlichen Assistenten zu nutzen. Kostenlosen iPhone-Intensivkurs jetzt herunterladen

Zurückhaltender äußert sich IDC: Das Institut sieht Foldables 2026 bei unter 3 Prozent des gesamten Smartphone-Markts, mit kaum Änderung für 2027. Für Apple erwartet IDC bis Ende 2027 einen Foldable-Anteil von 40 Prozent, während Huawei fast 80 Prozent des chinesischen Foldable-Markts kontrolliert. Omdia wiederum prognostiziert für 2026 insgesamt 22,3 Millionen verkaufte Foldables – der größte Zuwachs im Jahresvergleich seit 2021.

Preisunterschied zur Konkurrenz

Im Vergleich zu Samsungs Galaxy Z Fold8, der ab 1.899 US-Dollar beziehungsweise in Südkorea ab 2.278.100 Won startet, positioniert sich das iPhone Duo mit Preisen zwischen 3,29 und 5,09 Millionen Won in Korea rund 44 Prozent teurer. Die Apple-Aktie reagierte auf die Vorstellung mit einem leichten Rückgang um 0,28 Prozent auf 315,34 US-Dollar.

Samsungs Galaxy Z8-Serie, deren Fold8-Modell 57 Prozent der Verkäufe ausmachte, verkaufte sich in den ersten zwei Wochen nach dem Marktstart am 7. August um mehr als 8 Prozent besser als die Vorgängerserie Z7 – ein Hinweis darauf, dass der etablierte Marktführer trotz Apples Eintritt weiterhin auf robuste Nachfrage setzen kann.