Apple rüstet seine Ladengeschäfte für den Verkaufsstart seines ersten faltbaren Smartphones auf. Wie aus Branchenberichten vom 11. Oktober 2026 hervorgeht, plant der US-Konzern für das iPhone Duo die größte Retail-Präsenz seit Jahren.
Ab dem Verkaufsstart am 23. Oktober 2026 sollen ausgewählte Apple Stores mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an Demo-Geräten ausgestattet werden, während Analysten und Marktforscher die tatsächliche Nachfrage nach Faltgeräten weiterhin vorsichtig bewerten.
Massive Präsenz von Demo-Geräten in den Filialen
Für das faltbare Modell stattet der Konzern seine weltweiten Verkaufsflächen massiv aus. Der Vorzeigestore an der Fifth Avenue in New York soll demnach über 150 Demo-Einheiten des iPhone Duo erhalten. Im Besucherzentrum des Apple Park in Cupertino werden fast 100 Einheiten platziert.
Bedeutende Standorte wie die Michigan Avenue in Chicago, The Grove in Los Angeles sowie die Upper West Side in Manhattan bekommen jeweils etwa 30 bis 40 Geräte, während kleinere Filialen im Durchschnitt rund 20 Geräte bereitgestellt bekommen.
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In den meisten Geschäften richtet das Unternehmen dafür einen zweiten zentralen Präsentationstisch ein. Neue MagSafe-Halterungen präsentieren das aufgeklappte Faltgerät neben zwei Standardmodellen. Zudem werden Vorrichtungen eingesetzt, die das Smartphone wiederholt mechanisch öffnen und schließen.
Für den sogenannten StandBy-Modus sind an den Seitenbereichen der Stores einige Geräte kabellos ausgelegt. Bei der Abwicklung setzt Apple auf weiterentwickelte Presto-Systeme: Diese ermöglichen in US-Filialen Software-Aktualisierungen durch die geschlossene Verpackung hindurch sowie eine personalisierte Begrüßung der Kunden auf Englisch und Spanisch.
Preisgestaltung, Vorbestellungen und Lieferkette
Die weltweiten Vorbestellungen für das iPhone Duo beginnen am 16. Oktober 2026 um 5 Uhr pazifischer Zeit, gefolgt von der Auslieferung ab dem 23. Oktober 2026. In den USA startet das Gerät mit 256 Gigabyte Speicherplatz bei 1.999 US-Dollar, während in Australien ein Einstiegspreis von 3.499 Dollar fällig wird.
In Japan beginnt der Verkaufspreis bei 364.800 Yen. Für den chinesischen Markt, wo auf der Plattform JD.com bereits über zwei Millionen Reservierungen registriert wurden, liegen die Preise je nach Speichergröße zwischen 15.999 Yuan für 256 Gigabyte und 26.499 Yuan für zwei Terabyte.
Ausgestattet ist das Gerät mit einem 7,6 Zoll großen Innendisplay, einem 5,4 Zoll messenden Außendisplay sowie einem A20-Pro-Prozessor und zwei rückseitigen 48-Megapixel-Kameras.
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Nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg war die Verfügbarkeit zunächst unsicher, da Produktionsengpässe vor rund zwei Monaten noch eine Verzögerung bis in den November befürchten ließen; das vorhandene Inventar genüge nun jedoch für den Oktober-Termin.
Berichten aus der Lieferkette zufolge habe Apple die Duo-Bestellungen zwischenzeitlich um 30 Prozent erhöht, die Gesamtmenge bleibe jedoch unter der Marke von zehn Millionen Einheiten.
Zurückhaltung bei Marktbeobachtern und Verbrauchern
Trotz der aufwendigen Vorbereitung sehen Marktbeobachter die Entwicklung mit Vorbehalten. Das Marktforschungsunternehmen IDC schätzt den Absatz des neuen Modells auf etwa zehn Millionen Einheiten in den ersten zwölf Monaten – bei erwarteten Gesamtauslieferungen von über 250 Millionen iPhones im Gesamtjahr.
Gene Munster von Deepwater prognostiziert dagegen rund 20 Millionen Einheiten. Die Schweizer Großbank UBS merkte an, dass der hohe Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar ein zusätzliches Stückzahlwachstum dämpfen könnte. Auch die Bank of America verwies auf verringerte Lieferzeiten beim iPhone 18 Pro und Pro Max, was auf eine verhaltene Nachfrage hindeute.
Skepsis zeigt sich zudem in internationalen Verbraucherumfragen. Eine Erhebung von Nikkei MJ und Intage unter 539 Personen in Japan ergab, dass lediglich vier Prozent ein Falt-Smartphone nutzen und rund 90 Prozent keinen Kauf beabsichtigen; 72 Prozent nannten den zu hohen Preis als Hindernis. In Japan machte das Marktsegment laut MM Research Institute im Fiskaljahr 2025 lediglich 1,1 Prozent aller Auslieferungen aus.
Eine Umfrage von Android Authority vom 9. Oktober 2026 zeigte zwar, dass 43,7 Prozent der an Faltgeräten interessierten Befragten einen Wechsel zum iPhone Duo erwägen würden, über die gesamte Stichprobe hinweg äußerten jedoch knapp 39 Prozent überhaupt kein Interesse an Foldables.
Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „Apple planning huge iPhone Duo demo experiences at select retail stores: report“

