Die Serienproduktion von Apples erstem faltbarem iPhone gestaltet sich offenbar schwieriger als erwartet. Laut Jiemian News, einer Quelle aus der Lieferkette von Foxconn, liegt die Endmontage-Ausbeute des iPhone Duo derzeit nur knapp über 60 Prozent. Die erste Produktionscharge fällt entsprechend klein aus, und die Fertigungslinie muss wiederholt angepasst werden, wie MacRumors berichtete.
Monatelange Optimierung erwartet
Laut der zitierten Lieferkettenquelle könnte es sechs Monate bis ein Jahr dauern, bis die Produktionslinie eine ausgereifte Ausbeute erreicht, die Apples aktuellen Qualitätsstandards genügt. Das Problem lässt sich dabei nicht auf einen einzelnen ungelösten technischen Defekt zurückführen, wie AppleInsider berichtete.
Vielmehr müssten Ausrüstung, Montageprozesse und Produktionseinstellungen fortlaufend verfeinert werden. Auch bei anderen Herstellern zeigen sich laut AppleInsider ähnliche Schwierigkeiten: Faltbare OLED-Panels und Scharnierkomponenten von Samsung Display weisen ebenfalls niedrige Ausbeuten, Lieferverzögerungen und Designänderungen auf.
Komplexes Scharnier als Herausforderung
Ein zentraler Grund für die Fertigungsprobleme dürfte die Konstruktion des Geräts selbst sein. Laut einem Bericht von PhoneArena besteht das Scharnier des iPhone Duo aus über 100 Komponenten, die unter engen Toleranzen gefertigt werden, ergänzt um eine per 3D-Druck hergestellte Abdeckung. Apple habe zudem Liquid Metal für Scharnierteile getestet, den Ansatz jedoch noch vor der Massenproduktion wieder verworfen.
Hinzu kommt laut 9to5Mac ein grundsätzlicher Zielkonflikt: Zulieferer warteten darauf, ob Apple seine Qualitätsanforderungen lockere. Bislang sei der Konzern jedoch nicht bereit gewesen, seine strengen Standards herabzusetzen – was die Ausbeute niedriger ausfallen lasse als ursprünglich geplant.
Laut einem Bericht von MyDrivers, den PhoneArena aufgriff, habe Foxconn Apple deshalb vor eine Wahl gestellt: entweder die Ausbeute zu priorisieren oder den Output zu erhöhen, was mehr verkaufsfähige, aber auch mehr defekte Einheiten sowie höhere Ausschusskosten bedeuten würde.
Begrenzte Stückzahlen zum Marktstart
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Die Produktionsengpässe schlagen sich in den Lagerplanungen nieder. Apples globales Lagerziel für 2026 liegt einer Lieferkettenquelle zufolge bei rund 6 bis 8 Millionen Einheiten des iPhone Duo – deutlich weniger als die 20 bis 30 Millionen, die bei einem typischen iPhone Pro oder Pro Max pro Produktzyklus üblich sind, wie MacRumors berichtete.
Eine Einzelhandelsquelle nennt gegenüber Livemint eine Verkaufsprognose von über 5 Millionen Einheiten. Der Marktforscher Counterpoint Research rechnet laut AppleInsider mit rund 6 Millionen verkauften Geräten im Jahr 2026, wobei die endgültige Zahl laut Analyst Ivan Lam maßgeblich davon abhänge, wie gut Apple die Produktion hochfahren könne.
Starttermine bislang nicht bestätigt betroffen
Apple hatte das iPhone Duo auf einem Event präsentiert, Preise beginnen laut TrustedReviews bei 1.999 US-Dollar vor Steuern. Vorbestellungen sollen am 16. Oktober 2026 starten, der Verkauf am 23. Oktober 2026 beginnen, in Indien ab Rs. 2,99,900 und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab Dh8.499 für das Basismodell.
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Eine Bestätigung, dass die Produktionsprobleme diese Termine verzögern, liegt laut TrustedReviews nicht vor; Apple selbst hat die kolportierten Ausbeutezahlen nicht bestätigt.
Dennoch wird angesichts der begrenzten Stückzahlen mit sofortigen Ausverkäufen und Aufschlägen im Sekundärmarkt gerechnet. Berichten zufolge dürften Käufer in Indien benachteiligt sein, da Apple die ersten Kontingente auf die USA, China und ausgewählte europäische Märkte konzentriere.
Tarun Pathak, Research Director bei Counterpoint Research, bezeichnete Apples Preisgestaltung für das erste Faltgerät des Konzerns gegenüber The National als mutigen Schritt und sieht besonderes Nachfragepotenzial bei bisherigen Nutzern der iPhone-Pro-Reihe sowie bei technikaffinen Früheinsteigern.
Technisch bietet das iPhone Duo laut Gadgets360 ein Hauptdisplay mit 7,60 Zoll und ein Cover-Display mit 5,40 Zoll, angetrieben vom Apple A20 Pro, ausgestattet mit einer 48+48-Megapixel-Kamera und 12 GB Arbeitsspeicher.

