Das neu eingeführte iPhone Duo unterliegt derzeit spürbaren Lieferbeschränkungen. Wie Apple-Chef John Ternus mitteilte, lasse sich ein konkreter Zeitpunkt für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage gegenwärtig nicht vorhersagen.
Die komplexe Fertigung des Faltmechanismus verlangsame die Auslieferung, weshalb lange Wartezeiten bis in das anstehende Weihnachtsgeschäft hinein möglich seien. Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit Berichten über Displaydefekte konfrontiert, betont jedoch, dass es sich um keinen weitverbreiteten Konstruktionsfehler handle.
Risse im Innendisplay belasten den Marktstart
Nach Angaben von Ternus wurde ein sehr kleiner Prozentsatz der verkauften iPhone-Duo-Geräte wegen Displayproblemen in Form von Rissen reklamiert. Betroffene Kunden erhalten in den Apple Stores kostenlosen Ersatz durch Neugeräte, wofür kein gesonderter AppleCare+-Schutz erforderlich ist.
Zur genauen Ursache, der konkreten Zahl der Defekte oder möglichen Anpassungen in der Fertigung machte der Konzernchef keine Angaben und betonte stattdessen, dass der Produktionsanlauf insgesamt gut vorankomme.
In Nutzerberichten vom 23. Oktober 2026 war zuvor geschildert worden, dass Risse am Innendisplay teils bereits vor Abschluss der Ersteinrichtung nach etwa vier Faltvorgängen oder nach weniger als zwanzig Faltungen aufgetreten seien. Diese Defekte zeigten sich vor allem mittig entlang der Falzlinie und verbreiteten sich im Netz unter dem Schlagwort Crackgate.
Reparaturspezialisten von iFixit stuften das iPhone Duo am 25. Oktober 2026 zwar als das bislang reparierbarste Falt-Smartphone ein, verwiesen beim Faltmechanismus jedoch auf eine komplexe Mechanik aus Zahnrädern und Federn.
Eine Reparatur des Innendisplays außerhalb der Garantie schlägt demnach mit 999 US-Dollar zu Buche, während der Tausch der Deckschicht ohne AppleCare 49 US-Dollar und mit Zusatzschutz 19 US-Dollar kostet.
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Marktbeobachter vermuten hinter den Ausfällen eine fehlerhafte Scharniercharge oder Probleme mit der zentralen Stützstruktur beim Schließen des Geräts. Zudem erschwere der geringe Filialbestand den schnellen Geräteaustausch, da einige Ladengeschäfte zwischenzeitlich über keine Ersatzgeräte verfügten.
Herausforderungen in Produktion und Logistik
Die angespannte Liefersituation spiegelt sich auch in den Vorbestellungen wider. Seit dem Vorbestellstart am 16. Oktober 2026 reichen die Lieferfristen im Apple Store weiterhin bis Ende Januar, nachdem das Erstkontingent umgehend vergriffen war.
Apples Betriebschef Sabih Khan erklärte, dass ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei dem Faltmodell äußerst schwer vorherzusagen sei. Hinzu kämen Engpässe bei der Halbleiterfertigung des Auftragsherstellers TSMC in Taiwan, die noch bis in das nächste Jahr andauern und sich auch auf iPads sowie Mac-Modelle auswirken.
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Berichten aus Fertigungskreisen von Foxconn vom 23. Oktober 2026 zufolge liegt die Produktionsausbeute des neuen Modells aktuell bei rund 60 Prozent. Mit einer ausgereiften Fertigungsquote werde erst in sechs bis zwölf Monaten gerechnet. Das interne Produktionsziel von Apple für das Jahr 2026 wird in Lieferkettenkreisen auf sechs bis acht Millionen Einheiten beziffert.
Starkes Quartalsergebnis trotz Kostendruck
Die Verkaufszahlen des iPhone Duo waren im am 2. November 2026 vorgelegten Geschäftsbericht für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 noch nicht enthalten, da der Erfassungszeitraum am 26. September endete und das Gerät erst im Oktober auf den Markt kam. Ein erstes vollständiges Bild zu den Verkäufen wird daher für das darauffolgende Quartal erwartet.
Im vierten Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 114,5 Milliarden US-Dollar nach 102,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Der Quartalsgewinn belief sich auf 30,7 Milliarden US-Dollar gegenüber 27,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum, während die Bruttomarge auf 47,9 Prozent stieg.
Während die iPhone-Erlöse um 17 Prozent auf 57 Milliarden US-Dollar und die Mac-Sparte um 27 Prozent auf den Rekordwert von 10,7 Milliarden US-Dollar zulegten, sanken die Umsätze im iPad-Segment um 10 Prozent und im Bereich Wearables um 7 Prozent.
Für John Ternus war es die erste Bilanzvorlage in der Rolle des Vorstandsvorsitzenden, nachdem er im September die Nachfolge von Tim Cook angetreten hatte.
Ternus verwies zudem auf historisch beispiellose Preissteigerungen bei Speicherbausteinen, getrieben durch die Nachfrage von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dies führe im laufenden Quartal zu höheren Kosten, die Apple teilweise durch Preiserhöhungen bei neuer Hardware abzufedern versucht.

