In einem Fachgespräch mit dem US-Magazin PCMag haben leitende Apple-Ingenieure Einblicke in das überarbeitete Kühlsystem des iPhone 18 Pro sowie des faltbaren iPhone Duo gewährt.
Dan Murray, Vizepräsident für Silizium-Entwicklung, und Banafsheh Barabadi, leitende Managerin für thermisches Produktdesign, erläuterten dabei die baulichen Anpassungen, mit denen der Konzern die Hitzeentwicklung des neuen Prozessors bewältigen will.
Im iPhone Duo führt Apple dazu unter anderem ein flexibles Graphitrohr direkt durch das Scharnier, um thermische Energie zwischen den Gehäusehälften zu übertragen und die effektive Kühlfläche zu verdoppeln.
Vierstufiger Kühlaufbau für den A20 Pro
Die thermische Architektur für den neuen A20 Pro stützt sich laut den Entwicklern auf vier zentrale Säulen. Dazu zählen ein direkter Zugang zum Siliziumchip, eine Verbindung über eine Metall-über-Schaumstoff-Konstruktion, eine vergrößerte Dampfkammer sowie eine Displayplatte aus Nanoröhren- und Nanotwin-Kupfer, kombiniert mit einer Graphitschicht.
Der A20 Pro ist nach dem im August eingeführten M6 im Mac mini der erste iPhone-Chip, der in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Apple nutzt hierfür ein vom Mac inspiriertes Packaging auf Wafer-Ebene: Der Arbeitsspeicher sitzt neben und nicht mehr über dem Prozessor.
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Dieser Aufbau ermöglicht einen direkten Wärmepfad zur Dampfkammer. Der Chip verfügt über sechs CPU-Kerne – zwei Hochleistungskerne aus der M-Reihe sowie vier Effizienzkerne –, was laut Apple einem Leistungszuwachs von 20 Prozent entspricht. Zudem arbeiten sieben Grafikkerne mit bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung im Vergleich zum A19 Pro.
Eine zweigeteilte Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen verdoppelt die Rechenleistung für künstliche Intelligenz, während ein Beschleuniger der zweiten Generation 50 Prozent mehr Durchsatz liefert. Eine Umstellung von 64-Bit auf 96-Bit-LPDDR5X steigert zudem die Speicherbandbreite um 50 Prozent.
Unterschiede zwischen iPhone 18 Pro und iPhone Duo
Im iPhone 18 Pro weist die integrierte Dampfkammer die dreifache Oberfläche des iPhone 17 Pro auf und fasst mehr deionisiertes Wasser. Apple gibt an, dass das Gerät eine um bis zu 40 Prozent höhere Dauerleistung erreicht, was beinahe dem Doppelten des iPhone 16 Pro entspricht. Das Gehäuse des iPhone 18 Pro besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Edelstahl.
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Beim faltbaren iPhone Duo setzt Apple auf eine abweichende Bauweise. Dessen Dampfkammer fällt dünner aus und ist nicht als tragendes Strukturbauteil ausgelegt, sondern frei in der Mitte aufgehängt. Die Anbindung an den Prozessor erfolgt ebenfalls über eine Metall-über-Schaumstoff-Verbindung.
Um die Abwärme im geschlossenen wie im geöffneten Zustand gleichmäßig zu verteilen, leitet das flexible Graphitrohr im Scharnier die Wärme in die zweite Gehäusehälfte weiter. Berichten zufolge verzichtet das Konkurrenzmodell Samsung Galaxy Z Fold 8 auf eine Dampfkammer, wodurch sich die Hitze dort auf eine Gehäusehälfte konzentriert.
Das iPhone Duo besitzt ein 7,6-Zoll-Innendisplay sowie ein Außendisplay mit 5,4 Zoll Diagonale. Für dieses Modell nutzt Apple eine modifizierte Variante des A20 Pro, die über zwei Display-Engines zur gleichzeitigen Ansteuerung beider Bildschirme sowie für die hinter dem Innendisplay integrierte FaceTime-Kamera verfügt.
Die Dauerleistung soll hier um bis zu 35 Prozent steigen. Preislich startet das iPhone Duo bei 1.999 US-Dollar; der Vorverkauf beginnt am 16. Oktober, gefolgt von der Auslieferung ab dem 23. Oktober in Indien.

