Wer sich ein gebrauchtes iPhone zulegen will, sollte 2026 genauer hinschauen als früher. Aktuelle technische Beratungsartikel warnen übereinstimmend davor, Modelle zu kaufen, die älter als das iPhone 11 sind – sie erhalten kein iOS 26 mehr und fallen damit aus dem Sicherheitsupdate-Zyklus.
Welche Modelle betroffen sind
Laut einer technischen Beratung, die am 2. September 2026 veröffentlicht wurde, erhalten iPhone XR, XS und XS Max kein iOS 26 mehr und werden damit auch keine weiteren iOS-Updates bekommen. Damit bleiben bekannte Sicherheitslücken auf diesen Geräten dauerhaft ungepatcht.
Auch bei aktuelleren Modellen gibt es Einschränkungen: iPhone 11, 12, 13 sowie die Basisversionen von iPhone 14 und 15 unterstützen keine Apple-Intelligence-Funktionen. Nur die Pro-Modelle ab der 14er-Generation sind für die KI-Funktionen von Apple ausgerüstet, wie die Beratung vom 2. September 2026 festhält.
Konkrete Kaufempfehlungen
Wer dennoch ein gebrauchtes iPhone erwägt, sollte laut den Ratgebern mehrere Punkte prüfen: die Unterstützung von Apple Intelligence, den Akkuzustand – dieser sollte über 80 Prozent liegen – sowie die vollständige Entkopplung des Geräts vom vorherigen Apple-Konto. Als Preisbeispiel nennt die Beratung ein iPhone 15 auf der Plattform Flipkart, das mit Stand 3. September 2026 ab 58.900 Rupien angeboten wurde.
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Ergänzend rät eine zweite technische Beratung vom 2. September 2026 dazu, bei älteren Smartphones ohne laufende Sicherheitsupdates besonders wachsam zu sein: Installierte Sicherheitsupdates, ein separates Kinderkonto sowie die regelmäßige Prüfung von App-Berechtigungen werden dort als notwendige Schutzmaßnahmen genannt.
Für den kanadischen Markt kommt die Empfehlung hinzu, vor dem Gebrauchtkauf die IMEI-Nummer zu überprüfen, um gestohlene oder gesperrte Geräte auszuschließen.
Warum das Update-Ende so gravierend ist
Die Warnungen fügen sich in ein größeres Bild ein: Sicherheitsforscher haben in den vergangenen Monaten mehrere gravierende Schwachstellen dokumentiert, die gezielt ältere iOS-Versionen betrafen.
So wurde etwa eine Zero-Click-Lücke in CoreTelephony (CVE-2024-27804) beschrieben, die auf iPhone 6s und neueren Geräten eine vollständige Gerätekontrolle ohne jegliche Nutzerinteraktion ermöglichte – behoben wurde sie erst mit iOS 15.8.4. Auch eine Kombination aus einer WhatsApp-Schwachstelle (CVE-2025-55177) und einem ImageIO-Fehler (CVE-2025-43300) erlaubte es Angreifern, WhatsApp-Konten auf älteren Geräten wie iPhone 8 oder iPhone X ohne Zutun der Nutzer zu klonen; ein Fix existiert für iOS 16.7.12 beziehungsweise iOS 15.8.5.
Besonders alarmierend sind Berichte von Sicherheitsforschern über bösartige Packagist-Themes im Umfeld von OphimCMS und KKPhim, die iPhones von Modell XS bis 16 mit den iOS-Versionen 18.4 bis 18.6.x infizierten. Über WebKit-Schwachstellen (CVE-2025-43529, CVE-2025-31277) und eine Kernel-Lücke wurde Spyware installiert, die SMS, Fotos, Passwörter und Krypto-Wallets ausliest.
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Die Angriffskette soll mit der Infrastruktur eines Akteurs namens FUNNULL verbunden sein; ein Bericht spricht von Verlusten in Höhe von über 200 Millionen US-Dollar. Ein Fix steht mit iOS 26.2 beziehungsweise iOS 18.7.3 zur Verfügung – Geräte ohne Zugang zu diesen Updates bleiben dauerhaft angreifbar.
Was das für Käufer bedeutet
Diese Häufung von Sicherheitsvorfällen unterstreicht, warum technische Berater derzeit so nachdrücklich vom Kauf älterer iPhone-Generationen abraten. Geräte, die aus dem Support-Zyklus herausgefallen sind, können neu entdeckte Schwachstellen grundsätzlich nicht mehr schließen – unabhängig davon, wie gut ihr Akkuzustand oder ihre sonstige Ausstattung ist.
Wer beim Gebrauchtkauf spart, sollte laut den vorliegenden Empfehlungen zumindest sicherstellen, dass das gewählte Modell noch aktiv mit Updates versorgt wird, um nicht ungeschützt gegenüber bereits bekannten Angriffsmethoden zu bleiben.

