Mit gezielten Konfigurationen im Betriebssystem iOS können iPhone-Nutzer ihre Geräte besser gegen Diebstahl absichern und unerwünschte Werbeanrufe abwehren. Drei zentrale Systemeinstellungen setzen dabei direkt am Sperrbildschirm, an einzelnen Anwendungen sowie an der Telefoniefunktion an, ohne dass dafür Software von Drittanbietern erforderlich ist.
Kontrollzentrum sperren erschwert Dieben das Deaktivieren der Ortung
Ein häufiges Muster nach dem Diebstahl eines Smartphones besteht darin, das Gerät umgehend vom Mobilfunknetz zu trennen. Über das im Sperrzustand standardmäßig erreichbare Kontrollzentrum lässt sich der Flugmodus ohne Eingabe eines Codes aktivieren, was die Nachverfolgung über Apples Ortungsdienst „Wo ist?“ erheblich erschwert.
Nutzer können diesen Pfad schließen, indem sie in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt für Face ID und Code den Zugriff auf das Kontrollzentrum im Sperrzustand untersagen. Nach dieser Deaktivierung verlangt das Gerät zwingend eine biometrische Authentifizierung per Face ID oder Touch ID, bevor das Kontrollzentrum aufgerufen werden kann.
Einzelne Anwendungen per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck sichern
Neben der generellen Gerätesperre bietet iOS die Möglichkeit, einzelne Anwendungen separat abzusichern. Über ein längeres Drücken auf das jeweilige App-Symbol lässt sich festlegen, dass das System beim Öffnen eine Bestätigung per Face ID verlangt. Auf Geräten mit Fingerabdrucksensor wie dem iPhone SE, dem iPhone Duo sowie ausgewählten iPad-Modellen greift an dieser Stelle Touch ID.
Sollte die biometrische Erkennung fehlschlagen, verlangt das System alternativ den regulären Gerätecode. Die zusätzliche Zugriffshürde lässt sich über dieselbe Menüführung jederzeit wieder aufheben.
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Integrierte Filterfunktionen wehren unerwünschte Anrufe ab
Gegen automatisierte Spam-Anrufe und unerwünschte Werbekontakte hält das Betriebssystem spezifische Optionen in den Telefoneinstellungen bereit. Unter dem Punkt zur Überprüfung unbekannter Nummern steht ab dem iPhone 15 Pro eine computergestützte Abfrage zur Verfügung: Ein automatisierter Assistent fragt Anrufer nach dem Grund ihres Anrufs, bevor das Smartphone klingelt.
Alternativ besteht die Möglichkeit, unbekannte Anrufer stummzuschalten. In diesem Modus werden eingehende Verbindungen ohne optischen oder akustischen Hinweis direkt an die Mailbox weitergeleitet.
Über die Anruffilterung lassen sich solche Verbindungen in einer separaten Kategorie für unbekannte Anrufer sammeln. Da dabei sämtliche nicht im Adressbuch hinterlegten Nummern erfasst werden, sollten Nutzer relevante Kontakte vorab im Telefonbuch abspeichern.
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Lokale Speicherung der Biometriedaten und diskrete Notfallabschaltung
Die für den Schutz der Apps und des Geräts genutzten biometrischen Daten verbleiben nach Unternehmensangaben ausschließlich lokal in einem gesicherten Bereich auf dem Chip, der Enclave, und werden nicht auf externe Server übertragen. Der Sicherheitsforscher Rich Mogull von Securorisis berichtete, bislang keinen erfolgreichen Angriff auf diese mathematischen Repräsentationen der Gesichts- und Fingerabdruckdaten beobachtet zu haben.
Für Situationen, in denen die biometrische Entsperrung schnell und unauffällig deaktiviert werden soll, existiert zudem eine Tastenkombination: Das gleichzeitige Drücken der Lauter-Taste und der Seitentaste versetzt das iPhone in einen Modus, der nach kurzer Vibration und dem anschließenden Sperren ausschließlich die Entsperrung per Zifferncode zulässt. Auch ein vollständiger Neustart des Geräts schaltet die Biometrie vorübergehend ab.

