Statt fragiler Kabelverbindungen setzt der Konzern auf eine modulare „Stacked“-Architektur, die Reparaturen deutlich vereinfachen soll. Das Gerät soll noch im September 2026 vorgestellt werden.
Durchbruch bei der Reparierbarkeit
Die größte Schwäche faltbarer Smartphones war bislang ihre Anfälligkeit – und die hohen Reparaturkosten. Apple will dieses Problem mit einer cleveren Neuordnung der inneren Komponenten lösen. Branchenbeobachter sprechen von einem „logischen, aber eleganten“ Designansatz.
Während Apple die Hardware revolutioniert, stellt die Fachsprache viele Nutzer noch vor Rätsel. Dieses kostenlose Lexikon erklärt Ihnen die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive hilfreicher Aussprachehilfen. Jetzt Gratis-Lexikon sichern und Apple-Fachchinesisch verstehen
Laut Informationen aus chinesischen Lieferkettenkreisen vom Mai 2026 hat Apple die internen Komponenten grundlegend neu angeordnet. Fast alle physischen Tasten – Lautstärkeregler, Kameraauslöser und Einschaltknopf – wandern auf die rechte Seite des Gehäuses. Die linke Seite bleibt frei für den Bildschirmaufbau und einen besonders großen Akku.
Das Motherboard sitzt ebenfalls auf der rechten Seite, die Kabel verlaufen direkt nach oben statt quer durch das Scharnier. Diese Anordnung soll Kabelermüdung durch ständiges Auf- und Zuklappen verhindern. Für unabhängige Reparaturdienste könnte das iPhone Ultra damit das erste faltbare Gerät sein, das sich überhaupt wirtschaftlich reparieren lässt.
Selbstheilender Bildschirm als Trumpf
Doch Apple denkt weiter. Bereits im Mai 2024 sicherte sich der Konzern das US-Patent 11991901 für eine Display-Technologie mit selbstheilender Schicht. Ein spezielles Elastomer-Material soll kleinere Kratzer und Dellen automatisch verschließen – passiv bei Raumtemperatur oder beschleunigt durch Wärmezufuhr.
Die Heizfunktion könnte automatisch aktiviert werden, sobald das Gerät am Ladegerät hängt. Alternativ ließe sie sich per Software manuell auslösen. Diese Kombination aus selbstheilender Oberfläche und robuster Innenarchitektur deutet darauf hin, dass Apple das Faltformat nicht als fragiles Spielzeug, sondern als langlebige Alternative positionieren will.
Technische Daten: Vom Akku bis zum Chip
Das iPhone Ultra wird voraussichtlich im September 2026 zusammen mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max erscheinen. Angetrieben wird es vom A20 Pro-Chip mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher – eine Leistungsklasse, die den 20. Geburtstag der iPhone-Reihe angemessen feiert.
Die neue Architektur ermöglicht einen 5.400 mAh-Akku – die größte Kapazität, die je in einem iPhone verbaut wurde. Nötig ist sie auch: Das Gerät muss zwei Displays versorgen. Im aufgeklappten Zustand misst das Hauptdisplay 7,8 Zoll mit einem 4:3-Format, das an ein iPad Mini erinnert. Das äußere Cover-Display kommt auf 5,5 Zoll.
Interessant: Apple verzichtet offenbar auf Face ID und setzt stattdessen auf einen Touch ID-Sensor im Einschaltknopf. Grund dürfte die extrem flache Bauweise sein – im aufgeklappten Zustand soll das iPhone Ultra nur 4,5 Millimeter dick sein.
Preis und Marktpositionierung
Die Rechnung ist einfach: Innovation hat ihren Preis. Analysten erwarten einen Verkaufspreis zwischen 2.000 und 2.400 Euro – je nach Speicherausbau. Damit wäre das iPhone Ultra das teuerste Smartphone auf dem Markt, noch vor den High-End-Modellen der Konkurrenz.
Die International Data Corporation (IDC) schätzt, dass Apple im ersten Jahr nach der Markteinführung rund ein Drittel der gesamten Ausgaben im Faltsegment auf sich vereinen könnte. Zwei 48-Megapixel-Kameras und der neue A20 Pro-Chip untermauern den „Ultra“-Anspruch, den Apple bereits bei seinen High-End-Uhren und Prozessoren etabliert hat.
Ob Face ID oder die neue „Stacked“-Architektur – wer bei den technischen Begriffen den Überblick behalten möchte, findet in diesem PDF-Ratgeber die passenden Antworten. Erfahren Sie in nur 10 Minuten alles über die wichtigsten Apple-Begriffe, ganz ohne Technik-Blabla. Kostenloses iPhone-Lexikon jetzt direkt per E-Mail anfordern
Ausblick: Wird der Plan aufgehen?
Die Serienproduktion des iPhone Ultra soll planmäßig laufen, auch wenn es im April 2026 leichte Verzögerungen von ein bis zwei Monaten gab. Die für September geplante Vorstellung sei davon nicht betroffen, heißt es. Die ersten Auslieferungen werden für das vierte Quartal 2026 erwartet – zunächst aber wohl nur in ausgewählten Märkten.
Ob Apples „rigorose Ingenieurslogik“ im Alltag hält, was die ersten Leaks versprechen, wird sich nach dem Marktstart zeigen. Gelingt die Kombination aus reparierbarem Design und selbstheilendem Display, könnte das iPhone Ultra tatsächlich die Maßstäbe für die nächste Smartphone-Generation neu setzen. Die Branche wartet gespannt auf die ersten unabhängigen Teardowns.

