Der iPhone-Konzern kämpft mit Haltbarkeitsproblemen und plant einen Materialwechsel für sein erstes Klapphandy.
Apples Einstieg in den Markt der faltbaren Smartphones steht vor technischen Hürden. Interne Tests der Scharniermechanismen für das als iPhone Ultra bezeichnete Gerät haben erhebliche Schwachstellen offenbart. Der Konzern reagiert nun mit einer strategischen Kehrtwende bei den verbauten Materialien.
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Von Titan zu Liquid Metal: Der Kampf um die Haltbarkeit
Ursprünglich setzte Apple bei den Scharnierkomponenten auf Titan – eine Entscheidung, die nun revidiert wird. Stattdessen testen die Ingenieure eine Konstruktion aus Liquid Metal, einer metallischen Glaslegierung, die als deutlich widerstandsfähiger gilt. Geliefert wird das Material vom chinesischen Spezialisten Dongguan EonTec.
Das iPhone Ultra soll über ein 7,8 Zoll großes Innen-Display verfügen, das nahezu faltenfrei bleiben soll. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz von ultradünnem Glas und speziellen Klebstoffen. Das äußere Display misst 5,5 Zoll.
Die technische Ausstattung liest sich ambitioniert: A20-Chip, C2-Modem und Touch ID sind vorgesehen. Derzeit peilt Apple den Serienstart für Juli 2026 an, ein Marktstart wäre dann für den Herbst diesen Jahres realistisch. Sollten die Haltbarkeitsprobleme jedoch anhalten, droht eine Verschiebung ins Jahr 2027. Der Preis? Rund 2.000 Euro dürfte das Gerät kosten.
iOS 26: Der Kalender-Bug bleibt hartnäckig
Während die Hardware-Abteilung um die Scharniere kämpft, beschäftigt die Software-Sparte ein anderes Problem: Ein Kalender-Suchfehler in iOS 26, der seit September 2025 besteht. Branchenkreisen zufolge sind 77 Prozent der Nutzer betroffen.
Am 11. Mai 2026 veröffentlichte Apple das Update iOS 26.5 – ein 8,73 GB schweres Paket, das 52 Sicherheitslücken schloss, darunter die kritische Schwachstelle CVE-2026-28950. Zudem führte das Update eine Beta für RCS-Verschlüsselung ein, in Partnerschaft mit Telekom, O2 und 1&1. Der Kalender-Fehler? Nach wie vor vorhanden. Betroffene müssen eine manuelle Neuindizierung durchführen – ein Prozess, der zwischen 30 Minuten und einem halben Tag dauert.
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Die Entwicklungskapazitäten scheinen jedoch bereits auf die Zukunft gerichtet: Am 8. Juni beginnt die Worldwide Developers Conference (WWDC) 2026. Dort wird Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen – mit einem grundlegend überarbeiteten Siri, der auf KI-Technologie setzt und an ChatGPT erinnern soll.
Google und Samsung geben das Tempo vor
Der Druck auf Apple wächst. Auf der Google I/O am 19. Mai 2026 präsentierte der Suchmaschinenriese gleich mehrere Neuerungen: Gemini 3.5 Flash und Gemini Omni sollen noch im Sommer auf Android-Geräte wie das Galaxy S26 und Pixel 10 kommen. Auch eine „Aluminium OS“ genannte Laptop-Plattform und die Android-XR-Datenbrille für den Herbst wurden angekündigt.
Samsung seinerseits hält den Update-Rhythmus hoch: Am 18. Mai 2026 rollte das Mai-Sicherheitsupdate für die Galaxy-S26-Serie aus – 37 Schwachstellen wurden geschlossen. Parallel erreichte One UI 8.5 die Galaxy-S24-FE-Nutzer in Europa und Indien.
Ausblick: Entscheidender Sommer für Apple
Der Erfolg des iPhone Ultra wird maßgeblich davon abhängen, ob das Liquid-Metal-Scharnier den Alltagstest besteht. Gelingt der Produktionsstart im Juli, wäre das Gerät Apples Flaggschiff für 2026 – oberhalb der Pro-Modelle positioniert.
Parallel bleibt die Software-Entwicklung entscheidend. Die WWDC im Juni wird zeigen, wie Apple auf die KI-Offensive von Google und Samsung antwortet. Ein erster Ausblick auf den „KI-Siri“ in iOS 27 ist wahrscheinlich. Bis dahin bleibt den Nutzern nur eines: die Entwicklerkonferenz im Auge zu behalten – und die manuelle Kalender-Neuindizierung.

