Apple bereitet den größten Hardware-Neustart seit dem iPhone X vor. Das „iPhone Ultra“ soll im September 2026 auf den Markt kommen – mit selbstheilendem Display und Flüssigmetall-Scharnier.
Exklusiv-Deal mit Samsung besiegelt
Laut Berichten aus der asiatischen Lieferkette hat Samsung Display einen Dreijahres-Vertrag als exklusiver Zulieferer für die faltbaren OLED-Panels des iPhone Ultra erhalten. Die Massenproduktion der Spezialdisplays läuft bereits seit Anfang Mai auf Hochtouren. Wettbewerber wie LG Display und BOE gehen für die ersten drei Generationen von Apples Foldable-Hardware vorerst leer aus.
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Ursprünglich plante Apple eine Stückzahl von zehn Millionen Einheiten für die erste Produktionsrunde. Inzwischen haben die Fertigungspartner die Erwartungen jedoch nach unten korrigiert: Nur noch rund drei Millionen Geräte sollen 2026 vom Band laufen. Branchenbeobachter sehen darin einen kalkulierten Schritt – Apple will offenbar die Herausforderungen bei der Fertigung meistern und die Nachfrage für ein Gerät testen, das weit über 2.000 Euro kosten dürfte. Für die ersten drei Jahre rechnen Analysten mit einer Gesamtnachfrage zwischen 15 und 20 Millionen Einheiten.
Technische Meisterleistung mit Kompromissen
Das unter dem Codenamen V68 entwickelte iPhone Ultra setzt auf ein Buch-Design. Aufgeklappt misst das Display 7,7 bis 7,8 Zoll – eine Mischung aus Smartphone und iPad mini. Mit nur 4,5 Millimetern Dicke im aufgeklappten Zustand ist es deutlich dünner als aktuelle iPhone-Modelle. Diese extreme Schlankheit hat jedoch Konsequenzen: Apple verzichtet auf Face ID und setzt stattdessen auf einen Touch-ID-Sensor im Einschaltknopf. Die TrueDepth-Kamera passt schlicht nicht in das flache Gehäuse.
Für die Haltbarkeit hat Apple gleich zwei Innovationen parat: Eine selbstheilende Deckschicht aus Elastomer-Material schließt kleine Kratzer und Dellen eigenständig. Der Prozess lässt sich durch Wärme oder Licht beschleunigen – oder startet automatisch, sobald das Gerät am Ladegerät hängt. Das Scharnier aus Flüssigmetall – einer amorphen Metallglas-Legierung – soll bis zu einer Million Faltbewegungen überstehen. Das wäre etwa das Doppelte des aktuellen Industriestandards.
Verzicht auf Teleobjektiv – aber mit Kamera-Button
Der Kampf um jeden Millimeter hat seinen Preis: Das iPhone Ultra kommt ohne dediziertes Teleobjektiv aus. Stattdessen setzt Apple auf eine hochauflösende Hauptkamera und eine Ultraweitwinkel-Linse. Einen speziellen Kamera-Auslöser – ähnlich den Modellen iPhone 16 und 17 – hat das Unternehmen trotz der Platznot integriert. Ingenieure mussten dafür das Mainboard und die Akku-Positionierung grundlegend umgestalten.
Weitere technische Details aus aktuellen Leaks:
- Software: Eine angepasste iOS-Version mit 4:3-Seitenverhältnis und verbesserter Multitasking-Funktionalität
- Konnektivität: Reine eSIM-Architektur – kein physischer SIM-Slot mehr
- Akku: 5.500 mAh – der größte Akku, den Apple je in ein iPhone eingebaut hat
- Prozessor: Nächste Generation A20-Chip im 2-Nanometer-Verfahren
- Farben: Weiß/Silber und ein neues „Indigo“-Finish
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Apples Strategie: Premium statt Massenmarkt
Mit dem „Ultra“-Branding macht Apple klar: Dies ist kein weiteres Pro-Modell, sondern eine eigenständige Luxus-Kategorie. Finanzanalysten rechnen mit Preisen bis zu 2.400 Euro in bestimmten Konfigurationen. Die Strategie erinnert an die Apple Watch Ultra, die ebenfalls eine Nische für zahlungskräftige Kunden bedient.
Apple kommt spät auf den Faltmarkt – Samsung und Huawei haben bereits mehrere Generationen ähnlicher Hardware im Angebot. Doch der Konzern setzt auf eine faltenfreie Display-Oberfläche durch „In-Cell“-Touch-Technologie und spezielle Klebstoffe. Samsung bereitet eigenen Angaben zufolge ein „Galaxy Wide Fold“ für Ende 2026 vor, das direkt mit dem breiteren 4:3-Format des iPhone Ultra konkurrieren soll.
Start im September – aber mit Wartezeit
Das iPhone Ultra soll zusammen mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max auf der traditionellen September-Keynote vorgestellt werden. Die ersten Geräte könnten jedoch knapp werden. Lieferketten-Experten warnen, dass die Verfügbarkeit sich bis Dezember 2026 oder sogar Anfang 2027 verzögern könnte – Apple will offenbar erst die Fertigungsqualität auf das gewohnte Niveau bringen.
Das Standardmodell iPhone 18 wird Berichten zufolge auf das Frühjahr 2027 verschoben. Damit konzentriert sich der September-Termin ganz auf die Premium-Modelle. Für die neue Führungsriege bei Apple wird das iPhone Ultra zum ersten großen Test: Kann der Konzern auch in reifen Produktkategorien noch echte Innovationen liefern?

