Apples erstes faltbares iPhone könnte ausgerechnet in einem seiner wichtigsten Absatzmärkte mit Verzögerung starten. Wie unter anderem udn.com und sina.cn berichten, droht die Markteinführung des iPhone Ultra in China ins Stocken zu geraten, weil die für das Gerät zentrale eSIM-Technologie dort noch keine regulatorische Zulassung erhalten hat. Zudem stehen Anpassungstests der chinesischen Mobilfunkanbieter noch aus.
Kein physischer SIM-Slot als Risikofaktor
Das Problem liegt im Grunddesign des Geräts: Das iPhone Ultra verzichtet vollständig auf einen physischen SIM-Slot und ist ausschließlich auf eSIM angewiesen. In China gelten für diese Technologie jedoch strenge Vorschriften, während die Anpassung durch die Carrier nur langsam vorankommt. Laut sina.cn besteht das Risiko, dass sich die China-Version des iPhone Ultra dadurch um Wochen oder länger verzögert.
Um eine Lösung zu finden, führt Apple laut udn.com Gespräche mit China Telecom, China Mobile, China Unicom sowie der Regulierungsbehörde MIIT über eine Sondergenehmigung für die eSIM-Technologie des Geräts. Der Ausgang dieser Gespräche ist offen, eine mögliche Verzögerung der Einführung könnte sich nach Einschätzung von udn.com auf Apples Umsatz in China auswirken.
Der Weibo-Leaker Instant Digital berichtet zudem, dass der Auslieferungszeitplan des iPhone Ultra in China bereits jetzt hinter anderen Märkten zurückliegt. Als Grund nennt er neben den eSIM-Regulierungsproblemen auch die in China verbreitete Präferenz für physische SIM-Karten.
Kein Einzelfall: Bereits das iPhone Air betroffen
Ähnliche Probleme kennt Apple bereits aus der Vergangenheit. Laut ltn.com.tw wurde das iPhone Air im vergangenen Jahr in China um einen Monat verzögert. Auch gsmarena.com weist darauf hin, dass die eSIM-Probleme des iPhone Ultra denen des iPhone Air ähneln – konkret bei Aktivierung, Ersatz und Übertragung der eSIM.
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Produktionsprobleme verschärfen die Lage
Neben den regulatorischen Hürden in China kommen laut Leaker Instant Digital auch Produktionsprobleme hinzu. Berichten von macrumors.com zufolge hat Apple rund 10 Millionen Einheiten des iPhone Ultra bestellt, doch Schwierigkeiten bei der Haltbarkeit von Scharnier und Display könnten zu einem gestaffelten Marktstart von Land zu Land führen.
Auch in Südkorea verzögert sich laut etnews.com die Veröffentlichung auf Ende Oktober oder später – ebenfalls wegen Produktionsmengenproblemen, wobei Nordamerika bei der Zuteilung wahrscheinlich priorisiert wird. Auch gsmarena.com bestätigt, dass Lieferengpässe den ursprünglichen US-Start einschränken könnten.
Die Enthüllung des iPhone Ultra wurde für den 9. September 2026 erwartet, die Vorbestellung sollte am 11. September beginnen. Bloomberg-Analyst Mark Gurman rechnet mit einem gleichzeitigen Start mit dem iPhone 18 Pro oder kurz danach. Der erwartete Preis liegt laut Bloomberg zwischen 2.199 und 3.000 US-Dollar.
Anders als die iPhone-18-Pro-Modelle, die weiterhin SIM plus eSIM unterstützen, setzt das Ultra-Modell ausschließlich auf eSIM. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen laut digitaltoday.co.kr Touch ID statt Face ID, eine weniger sichtbare Display-Falte sowie MagSafe-Unterstützung.
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Marktanteile und Umsatzpotenzial stehen auf dem Spiel
Die Verzögerungen könnten weitreichende Folgen für Apples Position im Faltmarkt haben. Counterpoint Research hatte prognostiziert, dass Apple im ersten Jahr 25 Prozent des globalen Faltmarktanteils erobern und damit Samsungs Anteil von 40 Prozent auf 32 Prozent drücken würde – eine Prognose, die durch die aktuellen Verzögerungen infrage gestellt werden könnte, wie etnews.com berichtet.
Das Marktpotenzial insgesamt gilt als beträchtlich: IDC-Analyst Popal erwartet laut reuters.com, dass faltbare Telefone bis Ende 2027 einen Umsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar generieren werden. Reuters zufolge gehen Analysten zudem davon aus, dass das faltbare iPhone mehr als 2.500 US-Dollar kosten wird.

