Apples erstes faltbares iPhone geht in Produktion – doch ein Problem am Scharnier könnte den Start verzögern.
Samsung Display hat offiziell mit der Massenproduktion der OLED-Module für Apples erstes faltbares Smartphone begonnen. Das Gerät, intern als iPhone Ultra oder iPhone Fold bezeichnet, soll noch diesen Herbst vorgestellt werden. Doch während die Display-Fertigung die entscheidenden Hürden genommen hat, bereitet das Scharnier des Geräts Kopfzerbrechen.
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OLED-Produktion läuft auf Hochtouren
Samsung Display arbeitet nach Brancheninformationen unter einem dreijährigen Exklusivvertrag für die faltbaren Panels des neuen Apple-Geräts. Die Produktion läuft in den Werken des Zulieferers in Vietnam. Für 2026 ist eine Stückzahl von zunächst drei Millionen Einheiten geplant.
Den entscheidenden Schritt zur Serienfertigung gab es, nachdem Samsung Display eine Ausbeute von über 80 Prozent erreichte – deutlich über der geforderten Mindestgrenze von 70 Prozent. Die OLED-Panels basieren auf dem M16-Material und nutzen die Color-on-Encapsulation-Technologie (CoE). Diese Bauweise macht einen separaten Polarisator überflüssig und ermöglicht ein dünneres, energieeffizienteres Display.
Das faltbare iPhone wird voraussichtlich über einen 7,8 Zoll großen Innenbildschirm verfügen, ergänzt durch ein 5,5 Zoll Außendisplay. Im Inneren sollen ein A20-Chip und ein C2-Modem arbeiten. Auch ein Touch-ID-Sensor ist offenbar eingeplant.
Scharnier macht Probleme – Verzögerung droht
Trotz der Fortschritte bei der Display-Fertigung gibt es Schwierigkeiten bei der Montage. Besonders das 3D-gedruckte Scharnier bereitet Sorgen. Berichten aus der Zulieferkette zufolge erzeugt das Bauteil, das möglicherweise Flüssigmetall-Komponenten enthält, nach der Montage hörbare Geräusche und zeigt Instabilitäten.
Die mechanischen Probleme sind nicht völlig neu. Bereits im April 2026 gab es bei Tests Auffälligkeiten am Scharnier und der Hauptplatine. Zwar sollen frühere Schwierigkeiten mit Display-Falten inzwischen behoben sein, doch die aktuellen Lärm- und Stabilitätsprobleme könnten den Zeitplan durcheinanderbringen.
Branchenbeobachter rechnen mit einer Verzögerung von 15 Tagen bis zu einem Monat, während Ingenieure an einer Stabilisierung des Mechanismus arbeiten.
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Preis und Marktstart: Wann kommt das iPhone Fold?
Erste Komponentenlieferungen sind bereits angelaufen. Apple hält offiziell am September 2026 als Ankündigungstermin fest – parallel zur iPhone-18-Pro-Serie. Ob das faltbare Modell dann auch tatsächlich verfügbar sein wird, hängt von der Lösung der Scharnierprobleme ab.
Sollten sich die Fertigungsprobleme hinziehen, könnte die Markteinführung auf Ende 2026 oder sogar 2027 verschoben werden. Eine Vorstellung im September wäre dann zwar noch möglich, die breite Verfügbarkeit aber nicht.
Das iPhone Ultra wird als hochpreisiges Flaggschiff positioniert. Marktschätzungen gehen von einem Einstiegspreis von rund 2.000 Euro aus. Die teuerste Konfiguration mit einem Terabyte Speicher könnte bei etwa 3.000 Euro liegen. Diese Preise spiegeln die hohen Produktionskosten der neuen Falttechnologie und der speziellen M16-OLED-Panels wider.

