iPhone und Samsung Galaxy: Integrierte Filter blockieren Spam-Anrufe

Apple- und Samsung-Geräte bieten integrierte Filter; das BSI empfiehlt Auflegen und eine unabhängige Prüfung verdächtiger Nummern.

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Unerwünschte Telemarketing- und Betrugsanrufe belasten Smartphone-Nutzer weltweit. Aktuelle technische Anleitungen erläutern, wie sich die ab Werk integrierten Betriebssystem-Werkzeuge von Apple und Samsung nutzen lassen, um störende Nummern automatisiert zu blockieren oder zu filtern.

Behördliche Zahlen unterstreichen die Relevanz dieser Maßnahmen: Nach Angaben der US-Handelskommission FTC gingen dort im Jahr 2025 über 2,6 Millionen Beschwerden über unerwünschte Kontaktaufnahmen ein, womit sie die häufigste Kategorie aller Verbraucherbeschwerden darstellten.

Laut Consumer Reports bezifferte die FTC den Gesamtschaden durch Betrug für das Jahr 2023 auf 10 Milliarden US-Dollar, wobei Telefonbetrug mit einem Median von 1.480 US-Dollar den höchsten Verlust pro Kopf verursachte.

Konfigurationsmöglichkeiten auf Apple-Geräten

Auf dem iPhone stehen Nutzern unterschiedliche systemeigene Mechanismen zur Verfügung. Über die Einstellungen und den Bereich der Apps für Telefonie und FaceTime lässt sich die Überprüfung unbekannter Anrufer konfigurieren. Dabei stehen mehrere Optionen zur Auswahl: Neben der Deaktivierung des Filters kann eingestellt werden, dass das System den Anrufer nach dem Grund seines Anrufs fragt oder unbekannte Nummern direkt stummschaltet. Bei der Stummschaltung leitet das Gerät den Ruf unmittelbar an die Voicemail weiter.

Ergänzend können Nutzer unbekannte Anrufer über das Einstellungsmenü des Telefons stummschalten oder blockieren. Bei dieser Konfiguration bleiben Kontakte, kürzlich gewählte Rufnummern sowie Vorschläge des Sprachassistenten Siri weiterhin erreichbar. Für FaceTime existiert eine vergleichbare Funktion zur Stummschaltung unbekannter Teilnehmer.

Einzelne Rufnummern lassen sich zudem nachträglich sperren, indem in der Anrufliste über das Informationssymbol die Blockierung ausgewählt wird, was Anrufe, Textnachrichten und FaceTime-Verbindungen dieser Nummer unterbindet. Für Kurznachrichten lässt sich in den Mitteilungseinstellungen das Filtern unbekannter Absender aktivieren.

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Abwehrmechanismen bei Samsung Galaxy

Auf Samsung-Galaxy-Geräten sind Schutzfunktionen direkt in der Standard-Telefon-App verankert. Nutzer erreichen die Einstellungen über das Dreipunkt-Menü innerhalb der App unter dem Punkt zum Blockieren von Rufnummern. Dort lässt sich ein Schalter für unbekannte und private Nummern aktivieren.

Zusätzlich bietet das Betriebssystem eine Anrufer-Identifikation samt Spamschutz. Dieser Dienst erlaubt es, verdächtige Anrufe zu markieren oder wahlweise sämtliche Spam- und Betrugsversuche sowie Anrufe mit hohem Risiko automatisch abzuweisen. Auf Android-Ebene stellt auch die Google-Telefon-App entsprechende Schutzschilde bereit, welche Spam-Erkennung und Filtermechanismen umfassen.

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Empfehlungen zur Anrufsicherheit

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät bei verdächtigen Anrufen zu konsequentem Verhalten: Nutzer sollten umgehend auflegen und ein Gespräch gar nicht erst annehmen, wenn das Endgerät die Verbindung bereits als Spam einstuft. Zudem empfiehlt die Behörde, fragliche Rufnummern unabhängig über offizielle Internetseiten zu überprüfen.

Verbraucherschützer verweisen darauf, dass Filterfunktionen der Netzbetreiber als erste Verteidigungslinie dienen können. Netzseitige Sperren erfassen gemeldete Betrugsnummern oftmals breitflächig, bergen vereinzelt jedoch das Risiko, legitime Servicenummern fälschlich abzufangen.

Von zusätzlichen Schutzprogrammen von Drittanbietern wird wegen weitreichender Berechtigungsanforderungen und datenschutzrechtlicher Bedenken häufig abgeraten. Ergänzend raten Experten dazu, unbekannten Anrufern generell keine Bestätigungscodes oder Finanzdaten mitzuteilen und den Anzeigen der Rufnummernkennung nicht blind zu vertrauen.