iPhone: Vibration bei Anrufannahme macht stille Gespräche bemerkbar

iOS bietet haptische Rückmeldung für angenommene Telefonate und kostenlose Sperrfunktionen, unterstützt jedoch keine VoIP-Anrufe.

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Wer sein iPhone stumm geschaltet hat und trotzdem sicher merken will, wenn ein Anruf angenommen wurde, kann auf eine wenig bekannte Bedienungshilfe zurückgreifen. Wie uanyun.com berichtete, lässt sich unter iOS 14 und neueren Versionen eine Vibration bei Anrufannahme aktivieren, die zusätzlich zur klassischen Klingeltonfunktion arbeitet.

Aktivierung über die Bedienungshilfen

Die Funktion findet sich unter Einstellungen > Bedienungshilfen > Berührung, wo der Schalter „Vibration bei Anrufannahme“ aktiviert werden kann. Ergänzend empfiehlt sich laut dem Bericht das Einschalten der Systemhaptik, damit das Gerät konsistent auf Berührungen und Systemereignisse reagiert.

Wer sein iPhone im Stummmodus betreibt, muss zusätzlich unter Einstellungen > Töne & Haptik die Option „Haptik im Stummmodus“ aktivieren – nur so löst die Vibration bei Anrufannahme auch dann aus, wenn der Klingelton stummgeschaltet ist.

Ein Stolperstein kann der Fokusmodus sein: Ist dieser aktiv, kann er die Vibration blockieren. Damit die Funktion trotzdem greift, müssen Telefonanrufe explizit im jeweiligen Fokusmodus zugelassen werden, so uanyun.com weiter.

Einschränkungen bei Drittanbieter-Apps

Die Vibration bei Anrufannahme funktioniert ausschließlich bei regulären Telefonanrufen über die native Telefon-App. VoIP-Anwendungen von Drittanbietern wie WeChat oder DingTalk werden von der Funktion nicht unterstützt, da sie außerhalb des systemeigenen Anrufmanagements laufen. Nutzer, die überwiegend über solche Apps kommunizieren, können sich demnach nicht auf die haptische Rückmeldung verlassen.

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Hinsichtlich des Akkuverbrauchs gibt der Bericht Entwarnung: Dank der in Apple-Geräten verbauten Taptic Engine bleibt der zusätzliche Stromverbrauch durch die Vibrationsfunktion gering.

Anrufblockierung als ergänzendes Werkzeug

Im Zusammenhang mit dem Anrufmanagement verweist uanyun.com auch auf die systemeigene Funktion „Anrufe blockieren & Identifizierung“. Diese lässt sich zusammen mit einer manuellen Blacklist und der Option „Unbekannte Anrufer stumm“ nutzen, um die Mehrheit von Spam-Anrufen abzufangen. Eine Blockierung auf Netzbetreiberebene bieten diese Bordmittel jedoch nicht.

Manuelles Blockieren einzelner Nummern gelingt über die Anrufliste in der Telefon-App: Nach Tippen auf das „i“-Symbol neben einem Eintrag lässt sich die Option „Diese Nummer blockieren“ auswählen. Alternativ funktioniert dies über die Kontakte-App oder direkt unter Einstellungen > Telefon > Anrufe blockieren & Identifizierung.

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Die Funktion „Unbekannte Anrufer stumm“ wird ebenfalls in den Telefon-Einstellungen aktiviert und sorgt dafür, dass Anrufe von nicht gespeicherten Nummern ohne Klingeln direkt in die Mailbox geleitet werden. Auch Drittanbieter-Apps zur Anrufblockierung lassen sich über den entsprechenden App-Schalter in denselben Einstellungen einbinden.

Bei Rufnummernänderungen, Auslandsanrufen und VoIP-Anrufen reichen die systemeigenen Funktionen laut dem Bericht allerdings nicht aus – hier seien zusätzlich Spamschutz-Dienste der Netzbetreiber oder spezialisierte Drittanbieter-Apps notwendig. In China bieten die Betreiber China Mobile, China Unicom und China Telecom entsprechende Spamschutz-Dienste an, die teils kostenlos, teils kostenpflichtig sind.

Kosten und Reichweite der Blockierung

Die systemeigenen Blockierfunktionen des iPhones sind grundsätzlich kostenlos nutzbar. Kosten fallen laut uanyun.com lediglich für Abonnements bei Drittanbieter-Apps, für Spamschutz-Pakete der Netzbetreiber sowie für Voicemail-Dienste an. Die Blockierung wirkt sich auf Telefonanrufe und FaceTime aus; auch iMessage wird in der Regel gefiltert, während klassische SMS-Nachrichten teilweise nicht erfasst werden.

Für den Fall eines tatsächlichen Betrugsversuchs empfiehlt der Bericht, die Meldung an die Nummer 12321 weiterzugeben.