iRing: Apple entwickelt Gesundheits-Ring gegen Oura und Samsung

Apple arbeitet offenbar an einem smarten Fingerring für Gesundheitsdaten und Steuerung. Der iRing könnte ab 2027 erscheinen und mit Oura konkurrieren.

Der iPhone-Konzern treibt die Entwicklung eines „iRing“ voran – ein Fingerring zur Gesundheitsüberwachung.

Nach Informationen aus Industriekreisen hat Apple die aktive Entwicklung eines smarten Rings gestartet. Das berichtete der Branchenkenner Kosutami am 24. Juni 2026. Das Gerät mit dem Arbeitstitel „iRing“ soll im wachsenden Markt für leichte Gesundheits-Wearables mitmischen.

Vom Zögern zur Offensive

Noch im Oktober 2024 hatten Analysten spekuliert, Apple habe keine konkreten Pläne für ein Finger-Wearable. Die Sorge: Ein Ring könnte der Apple Watch Marktanteile stehlen. Doch die Lage hat sich geändert.

Die Wearables-Sparte von Apple setzte 2024 zwar rund 37 Milliarden Euro um – die Verkaufszahlen der Apple Watch gingen 2025 jedoch um etwa 14 Prozent zurück. Gleichzeitig boomen die Smart Rings: Der Markt soll von umgerechnet rund 519 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 3,77 Milliarden Euro im Jahr 2034 wachsen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Der Oura Ring 5 kam im Mai 2026 für knapp 400 Euro auf den Markt. Er misst unter anderem Blutdrucktrends und GLP-1-Werte. Samsung ist mit dem Galaxy Ring ebenfalls vertreten – der Nachfolger Galaxy Ring 2 soll allerdings erst Anfang 2027 erscheinen.

Technik und Integration ins Apple-Universum

Apple bereitet sich seit Jahren auf diesen Schritt vor. Seit mindestens 2020 hat das Unternehmen Patente für ein ringförmiges Wearable eingereicht. Diese beschreiben Sensoren zur Herzfrequenzmessung, biometrisches Tracking und NFC für kontaktloses Bezahlen.

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Doch der Ring könnte mehr können als Gesundheitsdaten sammeln. Er soll sich als Controller in Apples Ökosystem einfügen – mit haptischem Feedback und Gestensteuerung für die Vision Pro oder andere Geräte. Branchenbeobachter sehen darin eine Chance: Der Ring könnte Nutzer ansprechen, die lieber eine klassische Uhr tragen, aber dennoch ihre Gesundheit im Blick behalten wollen.

Eddy Cue, der mittlerweile Apples Gesundheitsabteilung leitet, treibt die Diversifizierung voran. Ein Vorteil des iRing: die nahtlose Integration in die Health-App – und ein Geschäftsmodell ohne Abogebühren, wie sie Konkurrent Oura verlangt.

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Start frühestens 2027

Apple hat den iRing offiziell nie bestätigt. Der Konzern entwickelt häufig Prototypen, die nie in Serie gehen. Sollte das Projekt grünes Licht bekommen, rechnen Analysten mit einem Marktstart frühestens 2027.

Die Hürden sind hoch: Apple muss sich durch ein dichtes Patentnetz der etablierten Anbieter kämpfen. Und das Unternehmen muss die Funktionen so ausbalancieren, dass der Ring die Apple Watch ergänzt, nicht ersetzt. Denn die Uhr bleibt das Zugpferd der Wearable-Sparte. Einige Berichte deuten darauf hin, dass Apple den Ring zu einem erschwinglichen Preis anbieten will – als leichte Alternative für die Gesundheits- und Schlafüberwachung in der Nacht.