iRing: Apple entwickelt Smart Ring gegen Oura und Samsung

Apple treibt die Entwicklung eines Smart Rings voran, um im Markt für Gesundheits-Tracker gegen Samsung und Oura zu bestehen.

Der iPhone-Konzern will mit einem Fingerring in den Markt für Gesundheits-Tracker einsteigen.

Apple hat seine Wearable-Strategie offenbar neu ausgerichtet. Nach jahrelangen Gerüchten soll ein Smart Ring nun in die aktive Entwicklungsphase gehen. Das berichten Branchenkenner übereinstimmend. Das Gerät, das in Leaker-Kreisen bereits als „iRing“ bezeichnet wird, würde Apple in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie Oura und Samsung bringen.

Wettbewerbsdruck als Treiber

Am 24. Juni 2026 veröffentlichte der Leaker Kosutami Details, wonach Apple derzeit an einem Ring arbeitet, der sich nahtlos in das bestehende Gesundheits- und Fitness-Ökosystem des Konzerns einfügen soll. Apple besitzt seit Jahren Patente für Ring-Technologie, zögerte aber offenbar mit der Markteinführung aus Sorge, eigene Verkäufe der Apple Watch zu kannibalisieren.

Doch der Markt hat sich verändert. Samsung brachte 2024 seinen ersten Galaxy Ring auf den Markt – als Begleitgerät zur Smartwatch, nicht als Ersatz. Oura feierte ebenfalls Erfolge und launchte kürzlich den Oura Ring 5 zu einem Einstiegspreis von rund 370 Euro. Der Erfolg dieser Konkurrenten könnte Apple nun zum Umdenken bewegt haben.

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Neue Hoffnung für schwächelnde Wearable-Sparte

Der mögliche Einstieg in das Ring-Segment kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apples Kerngeschäft mit Wearables unter Druck steht. Die Verkäufe der Apple Watch sollen 2025 um 14 Prozent eingebrochen sein. Ein neues Formfaktor könnte die Hardware-Erlöse wieder ankurbeln.

Ein Smart Ring böte gegenüber der klassischen Smartwatch entscheidende Vorteile: ein dezenteres Profil für die Rund-um-die-Uhr-Überwachung von Gesundheitsdaten und eine deutlich längere Akkulaufzeit. Konkrete technische Spezifikationen des gemunkelten iRing sind noch nicht bekannt. Apples Patentportfolio umfasst jedoch Anmeldungen für Gesundheits-Sensoren und Gestensteuerung.

Beobachter spekulieren zudem, dass Apple auf monatliche Abogebühren verzichten könnte – ein entscheidender Unterschied zu Konkurrenten wie Oura. Stattdessen setzt der Konzern wohl auf tiefe Integration mit dem iPhone und dem Fitness+-Dienst.

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Wettbewerb verschärft sich bis 2027

Sollte Apple das Projekt tatsächlich zur Marktreife bringen, betritt es einen zunehmend umkämpften Markt. Samsung plant bereits eine zweite Generation seines Galaxy Rings für 2027. Auch der Ultrahuman Ring Air hat sich im Premium-Segment etabliert.

Apples Hardware-Roadmap deutet insgesamt auf eine Phase des Umbruchs hin. Für 2026 wird ein faltbares iPhone erwartet, für 2027 kursieren Gerüchte über das iPhone 18 und 18e mit möglicherweise 9 Gigabyte Arbeitsspeicher und einem neuen A20-Chip für KI-Anwendungen.

Trotz der jüngsten Leaks hat Apple die Existenz eines Smart Rings offiziell nicht bestätigt. Frühere Analystenberichte hatten noch betont, dass kurzfristig keine Pläne für ein solches Gerät bestünden. Die neuesten Informationen deuten jedoch darauf hin, dass die Entwicklung nun angelaufen ist. Ein konkreter Launch-Termin oder Preis stehen noch nicht fest.