IRS-Betrüger nutzen Steuerzeit für neue Telefon-Abzocke

Kriminelle nutzen die Steuererklärungsfrist für gefälschte Anrufe und fordern Zahlungen. Die US-Regierung startet eine nationale Aufklärungskampagne gegen Identitätsbetrug.

Während die US-Steuererklärungsfrist näher rückt, greifen Betrüger erneut zu aggressiven Anrufen und geben sich als Finanzbeamte aus. Zeitgleich startet eine nationale Aufklärungskampagne gegen den wachsenden Schwindel mit Behörden-Identitäten.

Washington D.C. – Die Methoden werden dreister, die Masche bleibt dieselbe: Kriminelle nutzen die Hochphase der Steuerzeit in den USA für eine neue Welle gefälschter Anrufe. Sie geben sich als Mitarbeiter der Steuerbehörde IRS aus und fordern unter Druck angeblich rückständige Steuern. Parallel hat die US-Regierung nun den 7. nationalen „Slam the Scam“-Tag für den 5. März 2026 angekündigt. Die Kampagne soll Verbraucher für Betrugsmaschen sensibilisieren, bei denen sich Kriminelle als staatliche Stellen ausgeben.

So arbeiten die modernen Steuer-Betrüger

Die klassische Masche hat an Raffinesse gewonnen. Die Anrufer manipulieren ihre Rufnummernanzeige, sodass scheinbar eine offizielle IRS- oder Finanzministerium-Nummer aufleuchtet. Am Telefon erzeugen sie dann mit falschen Titeln wie „Tax Resolution Oversight Department“ gezielt Panik. Sie drohen mit sofortiger Verhaftung, Abschiebung oder dem Entzug des Führerscheins, falls nicht sofort gezahlt wird.

Ein entscheidendes Alarmsignal ist die Zahlungsaufforderung: Die Betrüger verlangen Überweisungen, Kryptowährungen oder die Zahlung via Geschenkgutscheinen, deren Codes am Telefon durchgegeben werden sollen. Die echte IRS weist darauf hin, dass sie niemals auf diesen Wegen Zahlungen einfordert.

Echte IRS kontaktiert anders – das sind die Warnsignale

Der beste Schutz ist das Wissen, wie die US-Steuerbehörde tatsächlich kommuniziert. Ihr erster Kontakt läuft fast immer schriftlich per Post. Ein unerwarteter, drohender Anruf ist daher ein klares Warnzeichen.

Verbraucher sollten stutzig werden bei:
* Unerbetenen Kontakten per E-Mail, SMS oder Social Media mit der Bitte um persönliche Daten.
* Drohungen und Eile, etwa der Androhung sofortiger rechtlicher Schritte.
* Ungewöhnlichen Zahlungsmitteln wie Gutscheinkarten oder Krypto.
* Anfragen zur Bestätigung von Sozialversicherungs- oder Kontonummern am Telefon.

Das Problem geht weit über die Steuerzeit hinaus

Die Betrugswelle beschränkt sich nicht auf die IRS. Kriminelle geben sich das ganze Jahr über als diverse Behörden aus. Eine Untersuchung der Verbraucherschutzorganisation truthinadvertising.org vom 11. Februar 2026 deckte etwa ein Unternehmen auf, das illegal das US-Patentamt imitierte, um Firmen unnötige Gebühren abzunehmen.

Experten warnen zudem vor einer perfiden „Zweiten Welle“: Betrüger kontaktieren Opfer, die bereits Geld verloren haben, erneut. Sie geben vor, als angebliche Beamte die verlorenen Gelder zurückholen zu können – gegen eine Vorauszahlung. So vergrößern sie den finanziellen und emotionalen Schaden.

So können sich Verbraucher schützen

Die wichtigste Waffe bleibt Wachsamkeit. Behörden raten: Legen Sie bei einem verdächtigen Anruf sofort auf. Geben Sie keine Informationen preis. Bei echten Steuerfragen sollten Betroffene die IRS selbstständig über die offizielle Website IRS.gov kontaktieren.

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Verdächtige Anrufe sollten beim Treasury Inspector General for Tax Administration (TIGTA) und der Federal Trade Commission (FTC) gemeldet werden. Betrügerische E-Mails können an phishing@irs.gov weitergeleitet werden, um die Verfolgung der Täter zu unterstützen.