3 aktualisiert und die professionellen Kreativ-Apps mit neuen KI-gestützten Werkzeugen ausgestattet. Die Updates vom 7. und 8. Juli 2024 bringen tiefgreifende Neuerungen – und unterstreichen Apples Strategie, seine Apple Creator Studio-Aboplattform zum zentralen Hub für Kreativschaffende zu machen.
Pages, Numbers und Keynote: Mehr als nur Textverarbeitung
Die iWork-Suite erhält mit Version 15.3 eine Reihe praktischer Verbesserungen. Pages bietet nun eine automatische Silbentrennung und die Möglichkeit, unsichtbare Zeichen anzuzeigen. Keynote bekommt drei neue Übergänge: „Shift“, „Radial Wipe“ und „Character Blur“. Numbers wiederum erlaubt das Ein- und Ausblenden einzelner Tabellenblätter und führt farbcodierte Registerkarten für eine bessere Übersicht ein.
Doch die eigentlichen Highlights bleiben den Abonnenten des Apple Creator Studio vorbehalten. Sie erhalten exklusive KI-Funktionen. Dazu gehört ein Werkzeug zur Generierung von Vektorgrafiken aus Textbeschreibungen. Noch wichtiger: Die direkte Integration mit Pixelmator Pro. Nutzer können Bilder innerhalb von Keynote, Pages oder Numbers mit den Profi-Werkzeugen von Pixelmator Pro bearbeiten, ohne die Büroanwendung verlassen zu müssen.
Das Apple Creator Studio: Ein Rundum-sorglos-Paket für Kreative
Mit dem Apple Creator Studio bündelt der Konzern seine kreativen Profi-Apps zu einem monatlichen Abonnement. Für 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro im Jahr (in den USA 13 bzw. 130 Dollar) erhalten Nutzer:
- Final Cut Pro und Logic Pro
- Pixelmator Pro
- Motion, Compressor und MainStage
- Premium-Funktionen in iWork und Freeform
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Ein kostenloser Monat zum Testen ist inklusive, und Family Sharing wird unterstützt. Auch vergünstigte Bildungstarife sind verfügbar. Wer die neuen KI-Funktionen und die Pixelmator-Integration nutzen möchte, braucht allerdings einen Mac mit Apple Silicon und macOS 26 oder neuer. Intel-Macs werden von den aktuellen Softwareversionen nicht mehr unterstützt.
Final Cut Pro 12.3 und Logic Pro: KI beschleunigt den Workflow
Parallel zu den iWork-Updates hat Apple am 7. Juli auch seine Profi-Medienwerkzeuge auf den neuesten Stand gebracht. Final Cut Pro 12.3 setzt stark auf maschinelles Lernen. Eine neue Funktion „Generate Captions“ erstellt automatische Transkripte. „Auto Mask“ und „Match Color“ vereinfachen komplexe visuelle Anpassungen. Hinzu kommen eine „Edit Detection“, die Schnitte in bereits gerenderten Dateien erkennt, und ein neuer „Clip Swap“-Shortcut.
Motion 6.3 unterstützt jetzt den Import von SVG-Dateien und bietet ein neues „Distribute Layers“-Werkzeug für präzisere Layouts. Compressor 5.3 wiederum führt einen „Immersive Metadata Viewer“ ein und unterstützt das 180-Grad-Apple Projected Media Profile – ein klares Signal an Entwickler von Inhalten für die Apple Vision Pro.
Auch Logic Pro profitiert vom Update. Eine neu aufgebaute „Chord ID“-Funktion und ein neuer „Granular Sync“-Modus im Alchemy-Synthesizer erweitern die klanglichen Möglichkeiten. Ein neues „Granular Alchemy Sound Pack“ und „Producer Projects“, die auf professionellen Aufnahmesessions basieren, runden das Paket ab.
Um die neuen Profi-Funktionen von Logic und Final Cut optimal zu nutzen, helfen effiziente Arbeitsabläufe direkt an der Tastatur. Ein Apple-Experte hat die nützlichsten Tastenkombinationen zusammengestellt, mit denen Sie am Mac sofort flüssiger und zeitsparender arbeiten. Die 19 besten Mac-Shortcuts kostenlos herunterladen
Freeform und macOS 27: Der Ausblick
Die Juli-Updates betreffen auch die Kreativ-App Freeform. In der aktuellen Beta von macOS 27 „Golden Gate“ (Anfang Juli veröffentlicht) erhält Freeform Unterstützung für Board-Ordner, einen dedizierten Dark Mode und die KI-gestützte Formengenerierung.
Die dritte Beta von macOS 27 bringt zudem Verfeinerungen der „Liquid Glass“-Transparenzeinstellungen und der Funktion „Visual Intelligence“, die Fragen zum Bildschirminhalt beantworten kann. Die finale Version von macOS 27 wird für den Herbst 2024 erwartet. Die Betas deuten auf einen starken Fokus auf „Image Playground“ für fotorealistische Bildgenerierung und eine dialogorientiertere Siri hin.
Auslaufmodell: Microsoft Office 2019 für Mac
Während Apple sein Ökosystem mit KI und Abos nach vorne treibt, stehen Nutzer älterer Software vor Einschränkungen. Microsoft Office 2019 für Mac wird ab dem 13. Juli 2024 in einen „Modus mit reduzierter Funktionalität“ versetzt. Grund ist das Auslaufen eines Sicherheitszertifikats. Nutzer dieser Version können dann keine Dokumente mehr bearbeiten, speichern oder neu erstellen – die Software wird faktisch auf „schreibgeschützt“ gesetzt. Ein deutliches Zeichen für den branchenweiten Trend hin zu Abomodellen wie Microsoft 365 oder eben dem neuen Apple Creator Studio.

