Die neue Version 15.3 der iWork-Suite integriert generative KI und enge Verzahnung mit Pixelmator Pro.
Apple hat seine Produktivitäts-Apps grundlegend überholt. Seit Anfang der Woche können Nutzer von Pages, Numbers und Keynote auf generative KI zurückgreifen, um etwa Vektorgrafiken per Textbefehl zu erstellen. Die Aktualisierung ist Teil des Apple Creator Studio-Abos, das am 2. Juli 2026 vorgestellt wurde.
KI-gestützte Formen und neuer Content Hub
Das Herzstück des Updates ist die KI-gestützte Formengenerierung. Nutzer beschreiben einfach ein Objekt oder Konzept, und die Software erzeugt daraus editierbare Vektorgrafiken. Der Zugriff erfolgt über eine neue Oberfläche namens „Content Hub“. Die erstellten Formen bleiben mit älteren App-Versionen kompatibel – die Neuerung liegt im Erstellungsprozess selbst. Branchenkreisen zufolge setzt Apple dabei auf Googles KI-Modelle.
Für Abonnenten des Creator Studio sind diese Werkzeuge Teil der breiter angelegten Apple Intelligence-Initiative, die Dokumentdesigns vereinfachen soll.
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Enge Verzahnung mit Pixelmator Pro
Ein weiterer Meilenstein: Die Integration von Pixelmator Pro in die iWork-Apps. Nutzer können Bilder direkt aus Pages, Numbers oder Keynote heraus im Bildeditor öffnen, bearbeiten – und die Änderungen fließen automatisch zurück ins Originaldokument. Dieser Workflow funktioniert auch auf dem iPad, wo Pixelmator Pro seit dem 3. Juli 2026 verfügbar ist und iPadOS 26 voraussetzt.
Die iPad-Version bietet zudem KI-Bildgenerierung per Texteingabe sowie spezielle Werkzeuge wie einen Warp-Effekt und den „Liquid Glass“-Designstil.
Praktische Verbesserungen für alle drei Apps
Neben den KI-Funktionen hat Apple zahlreiche Alltagsfeatures nachgeliefert:
- Pages: Die Textverarbeitung beherrscht nun automatische Silbentrennung und kann unsichtbare Formatierungszeichen wie Absatzumbrüche einblenden.
- Numbers: Das Tabellenkalkulationsprogramm führt farbige Registerkarten ein und erlaubt das Ausblenden einzelner Blätter – eine Hilfe bei komplexen Datensätzen.
- Keynote: Neue Folienübergänge wie Shift, Radial Wipe und Character Blur erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten für Präsentationen.
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Die letzte größere Aktualisierung lag mit Version 14.2 im Sommer 2024 zurück und konzentrierte sich damals auf Leistungsoptimierungen für Apple-Silicon-Chips.
Abo-Modell und Preise
Die neuen Funktionen sind für bestehende Apple Creator Studio-Abonnenten kostenlos. Neukunden erhalten einen Gratismonat, beim Kauf eines neuen Mac oder iPad sogar drei Monate kostenlose Nutzung.
Die Preise variieren regional: In den USA kostet der Dienst 12,99 Dollar monatlich oder 129 Dollar im Jahr, eine Bildungsversion gibt es für 2,99 Dollar. In der EU liegt der Monatspreis bei 12,99 Euro. Kanada zahlt umgerechnet 17,99 kanadische Dollar, Indien umgerechnet rund 399 Rupien.
Wer die kreativen Apple-Apps lieber einzeln kauft, kann weiterhin auf Einmallizenzen setzen: Final Cut Pro kostet 299,99 Euro, Logic Pro 199,99 Euro und Pixelmator Pro 49,99 Euro.

