JetSmart 330: Monotech bringt 400er Inkjet-Druckpresse auf den Markt

Monotech Systems stellt die JetSmart 330 vor, während neue Software, Partnerschaften und Marktprognosen die Entwicklung im Digitaldruck prägen.

Anfang September 2026 hat das Unternehmen Monotech Systems die Markteinführung seiner neuen JetSmart 330 bekannt gegeben. Bei dem System handelt es sich um eine Inkjet-Druckpresse für den Bogendruck, die auf hohe Produktivität und Präzision in der industriellen Fertigung ausgelegt ist. Die Neuvorstellung unterstreicht den Trend zu leistungsfähigen digitalen Drucklösungen in einem wachsenden globalen Marktumfeld.

Technische Spezifikationen und Leistungsmerkmale

Die JetSmart 330 erreicht laut Herstellerangaben eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 400 A4-Seiten pro Minute. Das System arbeitet mit einer Auflösung von 600×1200 DPI und nutzt hierfür Druckköpfe des Herstellers Epson. Für die Farbwiedergabe kommen wasserbasierte Pigmenttinten zum Einsatz, die durch eine integrierte Infrarot-Trocknung (IR) fixiert werden.

Hinsichtlich der Medienflexibilität unterstützt die Maschine Substrate in einem Grammaturbereich von 55 bis 180 GSM. Das maximale Bogenformat wird mit 330×480 mm angegeben. Um längere Produktionszyklen ohne Unterbrechung zu ermöglichen, ist die JetSmart 330 mit einem Hochstapel-Anleger ausgestattet, der eine Kapazität von 4.000 Blatt bietet.

Automatisierung und Software-Entwicklungen in der Druckvorstufe

Parallel zur Hardware-Einführung zeigen aktuelle Branchenmeldungen einen verstärkten Fokus auf die Prozessautomatisierung und Software-Integration. So hat MailXstream (eVanguard Solutions) eine offizielle Zapier-Integration gestartet, die eine Anbindung an über 7.000 Anwendungen ermöglicht. Damit lassen sich Print-to-Mail-Bestellungen aus Systemen wie Google Drive, Dropbox sowie verschiedenen Buchhaltungs- und CRM-Lösungen automatisieren.

Im Bereich der digitalen Front-Ends (DFE) veröffentlichte Hybrid Software Helix die Version 6 von SmartDFE. Diese nutzt eine GPU-native Verarbeitung im Harlequin Direct RIP, was die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Dateien mit variablen Daten um das bis zu 30-Fache steigern soll.

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Die neue Version umfasst zudem einen überarbeiteten Job Editor sowie Erweiterungen im Sonderfarbmanagement und in der Farbbibliotheksverwaltung. Eine Demonstration dieser Software ist für Mitte September in Chicago geplant.

Auch im Bereich des Zeitungsdrucks werden modernisierte Workflows implementiert. Die Villages Media Group setzt künftig auf den NewsWayX Cloud-Workflow von ProImage. Das System soll Herausforderungen bei der Sortierung und bei Anpassungen an das Papierwachstum (Web-Growth) lösen, indem es Funktionen wie automatisches Ausschießschema, Barcodierung und dynamische Fanout-Anpassungen integriert.

Strategische Partnerschaften und Marktprognosen

Die Dynamik im Produktionsdruck wird zudem durch neue Allianzen geprägt. Die Xerox Holdings Corporation ist eine strategische Partnerschaft mit der Flint Group Digital Xeikon eingegangen. Ziel dieser Kooperation ist die Erweiterung des Portfolios im Produktionsdruck durch die Integration von Xeikon-Technologie. Eine erste Presse unter dem Markennamen Xerox wurde bereits angekündigt.

Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund eines prognostizierten Marktwachstums statt. Ciaran Little von Smithers erläuterte im Rahmen der WPCF/K-Print 2026, dass der globale Druckmarkt von aktuell 864 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 auf voraussichtlich 969 Milliarden US-Dollar ansteigen wird.

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Das Segment Verpackungen bleibt dabei mit einem erwarteten Wert von 595 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 der größte Teilmarkt. Der Wert des Digitaldrucks soll im Zeitraum von 2020 bis 2030 von 122 Milliarden auf 160,3 Milliarden US-Dollar wachsen.

Als wesentlicher Treiber für Effizienzsteigerungen gilt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Anwendungen in den Bereichen Kalibrierung, vorausschauende Wartung und automatisiertes Farbmanagement gewinnen an Bedeutung. In der Praxis führe dies laut Branchenexperten bereits zu deutlichen Zeitersparnissen, etwa bei der Dateiverarbeitung, die in Einzelfällen um bis zu 70 Prozent beschleunigt werden konnte.