Jira und Monday.com treiben KI-Revolution im Projektmanagement voran

Der globale Markt für Projektmanagement-Software wächst rasant. Anbieter wie Atlassian und Monday.com setzen dabei auf unterschiedliche KI-Ansätze und nutzerzentrierte Updates.

Die Software-Giganten Atlassian und Monday.com setzen mit neuen KI-Strategien und nutzerfreundlicheren Oberflächen den Kurs für die Zukunft der Arbeitswelt. Der globale Markt für Projektmanagement-Tools wächst rasant – angetrieben von künstlicher Intelligenz und hybriden Arbeitsmodellen.

Markt im Umbruch: Von Funktionen zu intelligenter Automatisierung

Der Wettbewerb um die digitale Arbeitsplatz der Zukunft hat sich deutlich verschärft. Neue Marktanalysen prognostizieren, dass der globale Markt für Online-Projektmanagement-Software 2026 ein Volumen von 8,1 Milliarden Euro erreichen wird. Bis 2033 könnte er sogar die 13-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Treiber dieses Wachstums sind vor allem KI-gestützte Planungssysteme und die anhaltende Nachfrage nach Tools für hybride Arbeitsmodelle.

Die Strategien der Anbieter unterscheiden sich dabei grundlegend. Während einige auf offene KI-Integration setzen, entwickeln andere geschlossene Ökosysteme mit hauseigenen Assistenten. Für Unternehmen wird die Wahl des richtigen Tools immer komplexer – doch die Belohnung sind effizientere Teams und bessere Projektergebnisse.

Atlassian bekämpft „Field Fatigue“ mit lernfähigem Jira

Atlassian reagiert auf Nutzerfeedback mit einer Reihe von Verbesserungen für seine Jira-Plattform. Ein zentrales Update adressiert das Problem der „Field Fatigue“, bei dem Nutzer von zu vielen Datenfeldern bei der Aufgabenerstellung überfordert sind. Ab sofort lernt das System, welche Felder ein Nutzer häufig verwendet, und versteckt inaktive Felder nach 30 Tagen automatisch.

Weitere Neuerungen erhöhen die Übersichtlichkeit: Nutzer können jetzt Issues archivieren, um alte Aufgaben von aktiven Boards zu entfernen – ohne sie endgültig zu löschen. Gleichzeitig führt Atlassian neue Limits für benutzerdefinierte Felder und Projekte pro Jira-Cloud-Instanz ein. Diese Maßnahmen sollen die Stabilität für große Organisationen gewährleisten und zeigen eine klare strategische Ausrichtung: Statt immer neuer Funktionen steht die Optimierung der Kernnutzererfahrung im Vordergrund.

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KI-Wettrennen: Offene Integration gegen geschlossene Systeme

Die Integration künstlicher Intelligenz ist zum strategischen Imperativ geworden. Kunden erwarten mittlerweile KI-gestützte Planung und Workflow-Intelligenz als Standardfunktionen. Die Anbieter verfolgen dabei unterschiedliche Wege.

Atlassian setzt auf Offenheit: Mit dem Rovo MCP Server können jetzt Dritt-Anbieter wie Claude und ChatGPT sicher mit Atlassian-Produkten interagieren. Dieser Ansatz positioniert Jira und Confluence als Plattformen, die die Stärken verschiedener KI-Modelle nutzbar machen.

Monday.com verfolgt die gegenteilige Strategie. Das Unternehmen baut auf seinen hauseigenen KI-Assistenten Sidekick als zentrale Intelligenz-Schnittstelle. Durch ein neues Partnerprogramm, das am 17. Februar 2026 gestartet wurde, fördert Monday.com gezielt die Entwicklung KI-gestützter Lösungen innerhalb seines eigenen Ökosystems. Partner erhalten dabei direkten Zugang zur Unternehmensführung und zusätzliche Ressourcen.

Wettbewerbslandschaft: Für jedes Team das passende Tool

Neben den großen Playern existiert ein lebendiges Ökosystem spezialisierter Anbieter. Eine aktuelle Vergleichsstudie für 2026 zeigt die unterschiedlichen Stärken der führenden Plattformen:

  • Asana überzeugt mit intuitiver Bedienung und leichter Aufgabenverwaltung
  • ClickUp punktet durch hohe Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten
  • Wrike und Adobe Workfront bieten Enterprise-Funktionen für komplexe Projekte
  • Smartsheet spricht Teams mit Tabellen-Hintergrund an
  • Trello dominiert weiterhin den Markt für einfache Kanban-Boards

Die entscheidende Erkenntnis für Entscheider: Das „beste“ Tool hängt stark von Unternehmensgröße, Workflow-Komplexität und spezifischen Anforderungen ab – von agiler Softwareentwicklung bis zu Marketing-Operationen.

Ausblick: Intelligente Arbeitsplattformen gewinnen

Die Projektmanagement-Branche steht vor einem grundlegenden Wandel. Statt immer neuer Funktionen entwickeln sich die Plattformen zu proaktiven Partnern, die Risiken vorhersagen und Kapazitäten intelligent planen. Mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von über 12 Prozent in den kommenden Jahren bleibt der Markt dynamisch.

Die nächsten Finanzergebnisse der großen Anbieter – wie Asanas geplante Verkündung am 2. März – werden zeigen, welche KI-Strategien erfolgreich sind. Für Unternehmen bedeutet der Wettbewerb bessere, intelligentere Tools. Die Plattformen der Zukunft werden nicht nur Aufgaben verwalten, sondern Bedürfnisse antizipieren und Teams den Weg zu ihrer besten Arbeit ebnen.