K-New Deal Academy startet: Südkorea bildet 53 Konzerne aus ab Juli

Excel bleibt weltweit eine der gefragtesten Qualifikationen, besonders in Finanzen und Datenanalyse. Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung.

Microsoft Excel zählt weiterhin zu den begehrtesten Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt – und das weltweit.

Die Nachfrage nach klassischen Digital-Kompetenzen bleibt hoch, obwohl Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt rasant verändert. Aktuelle Berichte vom Juni 2026 zeigen: Microsoft Excel gehört in zahlreichen Branchen zu den gefragtesten Fähigkeiten – besonders in Finanzen, Datenanalyse und internationaler Personalvermittlung.

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Finanzbranche setzt auf Excel-Know-how

Laut einer Analyse des Personaldienstleisters Randstad USA gilt Excel als eine der wichtigsten Kernkompetenzen für Finanzexperten. Neben Tabellenkalkulation sind auch Kenntnisse in Bilanzanalyse, Buchhaltung und SAP gefragt. Wer eine Führungsposition anstrebt, braucht zusätzlich Zertifikate wie MBA, CFA oder CFP.

Doch die Nachfrage beschränkt sich nicht auf den US-MARKt. Ein Bericht von UniAthena listet Datenanalyse – insbesondere mit Excel, SQL, Python und Power BI – unter den neun gefragtesten Skills für internationale Jobs. Die Gehaltsspannen liegen zwischen 72.000 und über 110.000 US-Dollar (umgerechnet rund 67.000 bis 102.000 Euro).

Zwei-Klassen-Gesellschaft auf dem Arbeitsmarkt

Während Excel und Co. die Basis bilden, werden sie zunehmend mit modernen Kompetenzen kombiniert. Der Experis Tech Talent Outlook für das dritte Quartal 2026 zeigt: 50 Prozent der Tech-Arbeitgeber planen Neueinstellungen – mit Schwerpunkt auf KI-Modellierung und KI-Kompetenz. Gleichzeitig bleiben Kommunikationsfähigkeiten für 41 Prozent der Unternehmen entscheidend.

Beobachter sprechen von einer zunehmenden Spaltung des Arbeitsmarktes: Höhere Gehälter sind immer öfter an eine Mischung aus technischem Know-how und nicht ersetzbaren menschlichen Fähigkeiten gebunden. Um die wachsende Qualifikationslücke zu schließen, setzen rund 95 Prozent der Firmen auf Weiterbildungsprogramme.

Die praktische Relevanz zeigt sich in aktuellen Stellenausschreibungen: UnitedHealth Group sucht einen Treasury Consultant in Minnesota mit Expertise in Cashflow-Analyse und Power BI – bei einem Gehalt von bis zu 130.000 Dollar (ca. 121.000 Euro). Auch die indische Zentralbank schreibt Stellen für Datenanalysten in Mumbai aus, mit monatlichen Stipendien umgerechnet rund 1.700 Euro.

Institutionen reagieren mit Zertifikaten

Hochschulen und Regierungen reagieren auf die anhaltende Bedeutung digitaler Tools mit formalen Zertifizierungsprogrammen. Anfang Juni führte die indonesische Universitas Kristen Satya Wacana internationale Excel-Zertifizierungen für ihre Mitarbeiter durch – als Teil der digitalen Transformationsstrategie.

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Einen Tag später, am 17. Juni 2026, kündigte das südkoreanische Arbeitsministerium die K-New Deal Academy an. Gemeinsam mit 53 Großkonzernen – darunter Samsung, SK Hynix und Hyundai – sollen ab Juli 2026 Fachkräfte in Hightech-Bereichen wie Halbleitern und Smart Factories ausgebildet werden.

Regionale Diskrepanzen bleiben

Trotz wachsender Weiterbildungsangebote klafft in manchen Regionen eine erhebliche Lücke zwischen offenen Stellen und Bewerberqualifikationen. Der PNet Job Market Trends Report aus Südafrika zeigt: Während 54 Prozent der freien Positionen einen Hochschulabschluss erfordern, bringen nur 34 Prozent der Bewerber diese Voraussetzung mit. Die Folge: anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit in der Region.