Kali365-Warnung: FBI warnt vor Phishing-Plattform für Teams

Microsoft Teams leidet unter hartnäckigen Anmeldefehlern, während das FBI vor der Phishing-Plattform Kali365 warnt, die MFA umgeht.

Ein hartnäckiger Login-Fehler sorgt bei Microsoft Teams für Frust – ausgerechnet während das FBI vor einer neuen Phishing-Plattform warnt, die gezielt auf Microsoft-365-Konten abzielt.

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Das „We’ve run into an issue!“-Problem

Seit Ende Mai häufen sich die Beschwerden in den offiziellen Microsoft-Foren. Nutzer berichten von einer Endlosschleife beim Anmeldeversuch – sowohl im Browser als auch in der Desktop-App. Der Fehler tritt besonders häufig auf, wenn man auf den Chat-Button klickt. Statt zur gewünschten Funktion zu gelangen, erscheint die Meldung: „We’ve run into an issue!“

Betroffene haben in den Community-Foren mehrere Lösungsansätze zusammengetragen. Ein neues Browser-Profil, speziell in Google Chrome, soll oft Abhilfe schaffen. Auch das Deaktivieren von Browser-Erweiterungen, die mit Microsoft-Domains in Konflikt geraten könnten, wird empfohlen.

Weitere Tipps aus der Community: Die Windows-Zeitsynchronisation prüfen, den lokalen Teams-Cache leeren oder – in hartnäckigen Fällen – eine komplette Neuinstallation der Desktop-App. Auch VPN-Verbindungen und bestimmte Browser-Konfigurationen für Microsoft-Domains können den Login-Zyklus auslösen oder beheben.

FBI warnt vor Kali365: Phishing-Tool umgeht Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die technischen Störungen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Das FBI hat eine offizielle Warnung zu einer neuen Phishing-Plattform namens Kali365 herausgegeben. Das Tool, das seit Mai 2024 aktiv ist, zielt gezielt auf Microsoft-365-Konten ab – darunter Outlook, Teams und OneDrive.

Besonders perfide: Kali365 umgeht die mehrstufige Authentifizierung (MFA), indem es das sogenannte „Device Code“-Login-Protokoll ausnutzt. Angreifer gelangen so ohne Passwort an die Konten ihrer Opfer. Betroffen sind laut FBI Organisationen in Nordamerika, Europa und Australien – vor allem aus den Bereichen Gesundheitswesen, Fertigung, Bildung, Finanzen und Regierung.

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KnowBe4 bringt Phishing-Meldefunktion für Teams

Als Reaktion auf die zunehmenden Angriffe hat die Sicherheitsfirma KnowBe4 einen „Phish Alert Button“ speziell für Microsoft Teams entwickelt. Mitarbeiter können verdächtige Nachrichten mit einem Klick melden, die dann automatisch an die internen Sicherheitsteams weitergeleitet werden. Ein Schritt, der die Abwehrkräfte in Unternehmen stärken soll.

Zahlen und Fakten: Teams-Support unter Druck

Die aktuelle Login-Problematik ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Microsoft-Q&A-Plattform verzeichnet zum 1. Juni 2024 insgesamt 60.911 Anfragen zu Teams. Darunter tauchen immer wieder bestimmte Authentifizierungsfehler auf – etwa die Codes 50089 und 399287 sowie „interaction_required“-Meldungen, die den Anmeldeprozess blockieren.

Im Bereich Microsoft Teams Free, wo aktuell 251 aktive Chat-bezogene Anfragen offen sind, berichten Nutzer von „Unknown User“-Fehlern bei neuen Konten und Schwierigkeiten mit Gruppenchat-Limits. Die Support-Dokumentation stellt klar: Während Audio- und Video-Hardware-Tests in der Plattform möglich sind, bleibt die umfassende „Test Call“-Funktion der Desktop-App vorbehalten – für Web-Nutzer ist sie nicht verfügbar.

Weitere aktuelle Probleme: Diskrepanzen bei Webinar-Teilnehmernamen trotz Premium-Lizenz, fehlgeschlagene „Do Not Disturb“-Ausnahmen für Teams-Benachrichtigungen auf Android sowie Synchronisationsverzögerungen in den Modulen Planner und Shifts.