Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat eine neue Funktion namens App Cleaner für das Betriebssystem macOS vorgestellt. Die Erweiterung ist Bestandteil des Software-Pakets Kaspersky Premium und zielt darauf ab, die Systemleistung von Apple-Rechnern durch das gezielte Entfernen von Datenrückständen zu verbessern. Laut Berichten von Mitte September 2026 soll die Funktion dabei helfen, Speicherplatz freizugeben und die Privatsphäre der Anwender zu schützen.
Systemoptimierung durch Beseitigung von Anwendungsresten
Der neu eingeführte App Cleaner ist darauf spezialisiert, sogenannte Restdateien aufzuspüren und zu löschen, die nach der Deinstallation von Programmen häufig auf dem System verbleiben. Dazu gehören unter anderem Caches, Konfigurationseinstellungen und verschiedene Support-Dateien, die oft tief in der Verzeichnisstruktur verborgen sind. Durch die Beseitigung dieser Überbleibsel lässt sich wertvoller Speicherplatz auf dem Mac zurückgewinnen.
Irina Ermilova, Vice President Consumer Product Management bei Kaspersky, erklärte im Zuge der Veröffentlichung, dass die Integration dieser Funktion in die bestehende Sicherheitslösung den Einsatz von Drittanbieter-Tools für die Systemreinigung überflüssig mache. Nutzer könnten somit auf eine konsolidierte Lösung zurückgreifen, um ihre Geräte sowohl zu schützen als auch zu warten.
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Umfrageergebnisse zum Nutzerverhalten unter macOS
Begleitend zur Einführung der neuen Funktion veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Wartungsverhalten von macOS-Anwendern. Den Daten zufolge löschen 56 % der befragten Nutzer regelmäßig ihren Browserverlauf, Cookies sowie den Cache. Etwa 54 % geben an, unnötige Dateien von ihren Systemen zu entfernen.
Interessanterweise zeigt die Untersuchung jedoch eine Diskrepanz beim Umgang mit Software: Lediglich 44 % der macOS-Nutzer löschen ungenutzte Applikationen konsequent von ihren Geräten. Diese Zurückhaltung führt dazu, dass potenziell speicherintensive oder veraltete Programme dauerhaft Ressourcen belegen.
Sicherheitsrisiken durch verbleibende Datenspuren
Neben dem Aspekt der Speicherplatzoptimierung betont Kaspersky die sicherheitsrelevanten Vorteile einer gründlichen App-Deinstallation. Rückstände von Anwendungen können sensible Informationen enthalten, darunter Log-Dateien, Passwörter oder digitale Tokens. Eine Ausnahme bilden lediglich geteilte Dateien, die auch von anderen Programmen genutzt werden könnten.
Darüber hinaus warnt das Unternehmen vor einer zunehmenden Bedrohung durch Schadsoftware, die sich als legitime Optimierungsprogramme tarnt. Demnach kursiert Malware im Netz, die das Erscheinungsbild bekannter Tools wie CleanMyMac, Mole oder CCleaner Pro imitiert, um Nutzer zur Installation zu verleiten. Ein integrierter Cleaner innerhalb einer verifizierten Sicherheitsumgebung soll dieses Risiko minimieren.
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Erweitertes Schutzspektrum und Bedrohungslage
Die Kaspersky-Premium-Suite bietet über den neuen App Cleaner hinaus Schutzmechanismen für macOS sowie die mobilen Betriebssysteme Android und iOS. Der Funktionsumfang umfasst für Mac-Anwender klassischen Malware- und Phishing-Schutz, eine Prüfung auf Datenlecks sowie einen Passwort-Manager.
Die Notwendigkeit spezialisierter Sicherheitslösungen für macOS wird durch die Entwicklung der Bedrohungslandschaft unterstrichen. Kaspersky verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene aktive Bedrohungen wie Proxy-Trojaner, den bereits im November 2023 identifizierten Atomic-Stealer sowie den Necro-Trojaner, der im August 2024 in Erscheinung trat.
Auch der Mamont-Banking-Trojaner stelle weiterhin ein Risiko dar. Für seine Schutzwirkung wurde Kaspersky in der Vergangenheit von AV-TEST als bestes Schutzprodukt für macOS ausgezeichnet.

