KB5089573: Windows 11 wird bis zu 70% reaktiver

Microsoft bringt den KI-Assistenten als Seitenleiste zurück und veröffentlicht ein Update mit deutlichen Leistungssteigerungen für Windows 11.

Gleichzeitig gibt es ein Update mit deutlichen Leistungssteigerungen.

Copilot kehrt an den Bildschirmrand zurück

Microsoft führt eine neue Option für Copilot in Windows 11 ein: Die KI-Assistentin lässt sich jetzt wieder als Seitenleiste am linken oder rechten Bildschirmrand andocken. Das erinnert stark an das Design aus dem Jahr 2024, das zwischenzeitlich überarbeitet worden war.

Wird Copilot angedockt, passt Windows 11 die Größe aktiver Fenster und die Desktop-Anordnung automatisch an. Nutzer können zwischen verschiedenen Darstellungsmodi wählen – etwa der klassischen App-Ansicht, einem Bild-im-Bild-Modus oder der fixierten Seitenleiste. Die Funktion lässt sich per Tastenkombination Windows-Taste + C ein- und ausschalten.

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Die technische Basis bildet eine Edge-basierte hülle. Microsoft betont, dass die Neugestaltung auf Nutzerfeedback zurückgeht und eine engere Verzahnung mit Microsoft 365 ermöglichen soll. Interessant: Bei der Frage nach dem Erfolg von KI-Integrationen spielen laut Microsoft organisatorische Faktoren mit 67 Prozent eine deutlich größere Rolle als technische Aspekte (32 Prozent). Unternehmen können die Anwendung über Gruppenrichtlinien oder die Registry steuern.

Windows wird spürbar flotter

Parallel zur Copilot-Änderung hat Microsoft das optionale Vorschau-Update KB5089573 veröffentlicht. Es richtet sich an Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 und verspricht deutliche Verbesserungen bei der Systemreaktivität.

Das Update führt sogenannte Low Latency Profiles ein. Diese erhöhen kurzzeitig die CPU-Frequenz, wenn Programme gestartet oder Systemoberflächen aufgerufen werden. Die internen Zahlen klingen vielversprechend: Demnach lassen sich App-Starts um bis zu 40 Prozent beschleunigen. Die Reaktionsfähigkeit von Elementen wie dem Startmenü oder den System-Flyouts soll sich sogar um bis zu 70 Prozent verbessern.

Hintergrund ist die Windows-K2-Initiative, eine langfristige Optimierungsstrategie, die bis 2027 reicht. Wer das Update installiert, bekommt zudem einen verbesserten Task-Manager: Er zeigt jetzt detaillierte Informationen zu Neural Processing Units (NPUs) an. Dazu gehören eigene Spalten für die NPU-Auslastung und die Speichernutzung – sowohl für gemeinsamen als auch für dedizierten Arbeitsspeicher.

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Gemeinsam Musik hören – und Sicherheit für die Zukunft

Eine weitere Neuerung betrifft das Audio-Erlebnis: Windows 11 unterstützt jetzt eine gemeinsame Audio-Funktion für Systeme mit Bluetooth LE Audio und Audio-Broadcast-Technologie. Zwei Nutzer können gleichzeitig separate Kopfhörer an denselben Rechner anschließen – jeder regelt seine Lautstärke selbst über das Schnelleinstellungs-Menü.

Auch in puncto Sicherheit rüstet Microsoft auf. Das Unternehmen erneuert die Secure-Boot-Zertifikate. Die aktuellen Zertifikate aus dem Jahr 2011 laufen im Juni 2026 aus. Neue 2023er-Zertifikate sind bis 2038 gültig. Der Austausch ist notwendig, damit Systeme weiterhin Malware-Blacklist-Updates und künftige Funktionsupdates erhalten. Rechner mit abgelaufenen Zertifikaten könnten sonst keine neuen Sicherheitsblocklisten mehr verarbeiten.

Hinweis für Nutzer: Beim Installieren des Updates kann der Fehler 0x800f0922 auftreten – dann ist die EFI-Systempartition vermutlich zu klein. Microsoft empfiehlt mindestens zehn Megabyte freien Speicherplatz.