Der Softwarekonzern Microsoft führt eine der am häufigsten geforderten Funktionen in sein Betriebssystem Windows 11 zurück. Nach einer fünfjährigen Abwesenheit wird es Nutzern künftig wieder möglich sein, die Taskleiste flexibel am Bildschirmrand zu positionieren. Diese Anpassung ist Teil des Updates KB5120998, dessen breiter Rollout für den sogenannten Patch Tuesday am 8. September 2026 angekündigt wurde.
Die Einschränkung der Taskleiste auf den unteren Bildschirmrand galt seit der Einführung von Windows 11 als einer der Hauptkritikpunkte von Anwendern und Unternehmenskunden. Mit der nun erfolgten Wiedereinführung reagiert der Konzern auf das langjährige Feedback. Die Verteilung der neuen Funktion beginnt zunächst in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Ägypten, bevor sie global für alle Nutzer verfügbar gemacht wird.
Flexible Konfiguration und neue Personalisierungsoptionen
Die Steuerung der Taskleisten-Position wird innerhalb der Betriebssystem-Einstellungen unter dem Pfad „Personalisierung“ und dort im Unterpunkt „Taskleiste“ integriert.
Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, die Leiste ähnlich einer Mac-Menüleiste zu konfigurieren. Dies umfasst die Positionierung am oberen Bildschirmrand, die Wahl einer kleinen Symbolgröße sowie eine linksbündige Ausrichtung der Programmsymbole.
Für diese spezifische Konfiguration sind nach Angaben des Unternehmens lediglich drei Schritte innerhalb des Menüs für das Taskleisten-Verhalten notwendig.
Neben der räumlichen Flexibilität führt Microsoft weitere Anpassungsmöglichkeiten für die Benutzeroberfläche ein. In der Windows-Version 25H2 ermöglicht das Update über die Verwendung des Drittanbieter-Tools ViveTool die Anpassung der Größe des Startmenüs. Diese Funktion lässt sich über spezifische Befehlsidentitäten aktivieren und wird später unter den regulären Personalisierungseinstellungen für das Startmenü zu finden sein.
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Technische Hürden und bekannte Fehler im Preview-Stadium
Trotz der funktionalen Erweiterungen ist das Update KB5120998 mit technischen Herausforderungen verbunden. Microsoft bestätigte bereits Probleme, die im Zusammenhang mit der Installation auf den Windows-Versionen 24H2 und 25H2 auftreten können. So berichten Anwender von einem schwarzen Desktop-Hintergrund und Fehlern beim Laden der Personalisierungseinstellungen, was eine manuelle Wiederherstellung der gewohnten Optik derzeit unmöglich macht.
Zusätzlich identifizierte das Unternehmen einen Fehler bei der Cursor-Darstellung, der insbesondere Installationen in anderen Sprachen als Englisch betrifft. Dieser Bug wurde für die Builds 26200.9168 und 26100.9168 bestätigt.
Auch Nutzer von ARM-basierten Systemen müssen mit Einschränkungen rechnen: Hier können Probleme bei der Nutzung von Office-Anwendungen auftreten, die im Zusammenhang mit dem bereits seit August verfügbaren Update KB5121003 stehen.
Aufgrund dieser Instabilitäten wird das aktuelle Preview-Update derzeit nicht uneingeschränkt für produktive Systeme empfohlen; ein Korrektur-Patch wurde für die nahe Zukunft in Aussicht gestellt.
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Erweiterte Opt-out-Möglichkeiten für Cloud-Dienste
Parallel zur optischen Überarbeitung lockert Microsoft den Zwang zur Nutzung bestimmter Cloud-Dienste innerhalb des Betriebssystems. Im Zuge der Aktualisierung wird eine direkte Opt-out-Option für das OneDrive-Backup eingeführt.
Anstatt der bisherigen Option, sich in drei Tagen erneut an die Sicherung erinnern zu lassen, können Nutzer die Funktion nun über die Schaltfläche „Sicherung deaktivieren“ dauerhaft ablehnen. Ähnliche Wahlfreiheiten werden für die Bing-Suche innerhalb der Windows-Umgebung implementiert.
Zusätzlich zum Betriebssystem-Update wurde die Version 0.101 der PowerToys veröffentlicht. Diese enthält das neue Werkzeug „Window Hopper“, das den schnellen Wechsel zwischen Fenstern über eine Tastenkombination ermöglicht und damit die Produktivitäts-Suite für fortgeschrittene Anwender ergänzt.

