KDDI-Störung: Carrier-Mail bei au und UQ mobile sieben Stunden beeinträchtigt

Hohe Verarbeitungslast legte KDDIs Maildienste zeitweise lahm; Telefonie und mobile Daten liefen ohne Einschränkungen.

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Der japanische Telekommunikationskonzern KDDI hat eine bundesweite Störung seiner Carrier-Mail-Dienste verzeichnet. Ab 06:00 Uhr morgens konnten Kundinnen und Kunden der konzerneigenen Mobilfunkmarken au und UQ mobile E-Mails über die Systeme des Betreibers weder regulär versenden noch empfangen.

Erst am Nachmittag um 13:40 Uhr meldete das Unternehmen die Behebung der technischen Probleme. Aufgelaufene Nachrichten werden seither schrittweise zugestellt, wobei es weiterhin zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann.

Mehrere Mobilfunkmarken und Adressdienste betroffen

Die Beeinträchtigung beschränkte sich nicht nur auf die Kernmarken au und UQ mobile. Betroffen waren nach Angaben des Betreibers auch virtuelle Mobilfunkanbieter (MVNO), die für ihre Dienste auf die Netzinfrastruktur von au zurückgreifen.

Zudem wirkte sich der Ausfall auf den Mail-Weiternutzungsdienst des Unternehmens aus. Dieser sogenannte Carrier-Mail-Mitnahmeservice ermöglicht es Kundinnen und Kunden, ihre angestammten Adressen mit den Endungen @au.com oder @ezweb.ne.jp weiterzuverwenden, selbst wenn sie zu Marken wie povo, UQ mobile oder zu Fremdnetzen gewechselt sind.

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Andere Telekommunikationsdienste blieben von dem Vorfall unberührt: Sowohl die herkömmliche Sprachtelefonie als auch die allgemeine mobile Datenkommunikation funktionierten nach Unternehmensangaben durchgehend ohne Einschränkungen.

Verlauf der Störung und Übergangslösungen

Die Systeme waren über mehrere Stunden hinweg massiv gestört. KDDI meldete um 06:09 Uhr sowie um 07:10 Uhr, dass der Dienst weiterhin nicht oder kaum nutzbar sei und ein Zeitpunkt für eine vollständige Wiederherstellung noch nicht feststehe. Auch um 08:10 Uhr hielt die Störung unverändert an.

Eine erste Entlastung zeichnete sich gegen 11:10 Uhr ab. Zu diesem Zeitpunkt war das Versenden von Nachrichten wieder möglich, während der Empfang weiterhin erheblich erschwert blieb. Dieser Status blieb auch um 13:10 Uhr bestehen, ehe die Störung um 13:40 Uhr schließlich vollständig behoben werden konnte.

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Als vorübergehende Ausweichmöglichkeit während des Ausfalls verwies KDDI auf ein Webmail-Angebot über den Internetbrowser. Für diese Notlösung war eine Anmeldung mit der au ID sowie eine Ersteinrichtung erforderlich. Allerdings wies das Unternehmen darauf hin, dass es auch auf diesem Weg zu Verzögerungen beim E-Mail-Empfang kommen konnte.

Hohe Systemlast als technische Ursache

Als Auslöser für den stundenlangen Teilausfall nannte der Konzern eine anhaltend hohe Verarbeitungslast innerhalb der Mail-Infrastruktur. Spekulationen über einen möglichen Sicherheitsvorfall trat der Betreiber entgegen: Sowohl während der Ursachenforschung als auch nach der Behebung der Störung gab KDDI an, dass keine unbefugten Systemzugriffe von außen festgestellt wurden.

KDDI entschuldigte sich am 28. Oktober 2026 öffentlich bei seiner Kundschaft für die entstandenen Unannehmlichkeiten und kündigte an, über den weiteren Verlauf zu informieren.