KDDI und Exaforce: Neuer MDR-Dienst nutzt agentische KI zur Abwehr

Der MDR-Service verbindet automatisierte Bedrohungsanalyse mit Analystenaufsicht und richtet sich an Kunden in den USA und der EMEA-Region.

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Die Telekommunikationsunternehmen KDDI America und KDDI Europe haben in Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Exaforce einen neuen Sicherheitsdienst für Unternehmenskunden vorgestellt. Das Angebot umfasst einen Managed Detection and Response (MDR)-Dienst, der durch ein Security Operations Center (SOC) ergänzt wird.

Der Dienst ist darauf ausgelegt, eine Überwachung rund um die Uhr zu gewährleisten und steht Kunden in den USA sowie in der Region EMEA – umfassend Europa, den Nahen Osten und Afrika – zur Verfügung.

Automatisierte Bedrohungserkennung durch agentische KI

Die technologische Grundlage des neuen Dienstes bildet eine Plattform, die verschiedene digitale Infrastrukturen integriert. Berichten zufolge deckt das System nicht nur Endgeräte und Netzwerke ab, sondern bezieht auch Cloud-Anwendungen (SaaS) sowie die Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) mit ein. Ein zentrales Merkmal der Plattform ist der Einsatz von sogenannter agentischer KI.

Diese Form der künstlichen Intelligenz ist darauf spezialisiert, potenzielle Bedrohungen innerhalb einer einzigen Plattform eigenständig zu identifizieren, detailliert zu untersuchen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Ziel dieser Automatisierung ist es, die Reaktionszeiten bei Cyberangriffen zu verkürzen und komplexe Sicherheitsvorfälle effizienter zu handhaben.

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Trotz des hohen Automatisierungsgrades bleibt der Faktor Mensch ein Bestandteil des Sicherheitskonzepts: Zertifizierte Analysten übernehmen die Aufsicht über die KI-gestützten Prozesse, um die Qualität und Genauigkeit der Sicherheitsmaßnahmen sicherzustellen.

Fokus auf Compliance und regionale Expertise

Ein wesentlicher Treiber für die Einführung des MDR-Dienstes sind die steigenden regulatorischen Anforderungen in den Zielmärkten. KDDI verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung internationaler Sicherheits- und Datenschutzvorschriften. In Europa rücken dabei insbesondere die NIS2-Richtlinie sowie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in den Fokus der Unternehmen.

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Für den US-amerikanischen Markt nannte der Dienstleister den California Consumer Privacy Act (CCPA) sowie den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) als maßgebliche Rahmenbedingungen, die durch den neuen Dienst adressiert werden sollen.

Die Partnerschaft zwischen den Unternehmen sieht vor, dass die technologische SOC-Plattform von Exaforce mit der regionalen Präsenz und der Erfahrung von KDDI im Bereich Managed Services kombiniert wird.

Exaforce bezeichnete KDDI America und KDDI Europe als Gründungspartner für den Wirtschaftsraum EMEA. Diese Kooperation soll es vor allem multinationalen Konzernen ermöglichen, ihre Sicherheitsoperationen über verschiedene Standorte in Amerika und Europa hinweg zu vereinheitlichen und zu standardisieren.

Informationen zu den finanziellen Konditionen der Zusammenarbeit oder zu spezifischen Leistungskennzahlen der neuen Partnerschaft wurden von den beteiligten Unternehmen bislang nicht veröffentlicht. Die Einführung des Dienstes erfolgt in einer Phase, in der viele Unternehmen ihre Cyberabwehr aufgrund einer veränderten Bedrohungslage und strengerer gesetzlicher Vorgaben technisch aufrüsten.