Kepler baut in China Zentrum für humanoide Roboter

Der chinesische Roboterhersteller Kepler errichtet ein großes Fertigungs- und Forschungszentrum, um die Serienproduktion seines humanoiden Roboters K2 voranzutreiben und ein Ökosystem für industrielle KI zu schaffen.

Shanghai – Der chinesische Roboterhersteller Kepler errichtet in der Provinz Shandong eine große Fertigungs- und Forschungszentrale. Die neue Basis soll die Serienproduktion von menschenähnlichen Robotern vorantreiben und als Provincial Hub für Embodied Intelligence fungieren. Die Partnerschaft mit der Regionalregierung unterstreicht den strategischen Stellenwert der Robotik für Chinas Industrie.

Zwei-Phasen-Plan für eine Roboter-Ökosystem

Die Kooperation folgt einem klaren Fahrplan. In der ersten Phase entsteht ein Daten- und Trainingszentrum. 100 spezialisierte Kepler-Roboter werden dort eingesetzt, um praxisnahe Daten für die Algorithmen-Entwicklung zu sammeln. Diese Datenbasis ist die Voraussetzung für zuverlässige Automatisierungslösungen.

Die zweite Phase sieht den Bau eines Firmenhauptsitzes für Spezialroboter und einer integrierten Industrie-Forschungs-Plattform vor. Ziel ist es, Spitzentechnologie schneller aus dem Labor in die Fabrikhallen zu bringen. Erste Einsatzgebiete sind anspruchsvolle Bereiche wie Wartung von Windkraftanlagen und industrielle Inspektionen – Aufgaben, die für Menschen oft gefährlich sind.

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Der K2 „Bumblebee“ als Schlüsseltechnologie

Herzstück der Expansion ist Keplers humanoider Roboter K2 „Bumblebee“. Das kommerziell erhältliche Modell kombiniert verschiedene Antriebstechniken, um hohe Traglast mit Stabilität und Energieeffizienz zu vereinen. Damit ist es für den harten Industriealltag konzipiert.

Der Roboter arbeitet mit einer eigenen Embodied-Intelligence-Architektur, einem hierarchischen KI-Modell. Dies ermöglicht eine geschlossene Handlungskette aus Sehen, Verstehen und Agieren. Der K2 hat seine Tauglichkeit bereits in anspruchsvollen Tests bewiesen – von Hochlagen-Schweißarbeiten über Montagelinien in der Automobilindustrie bis hin zur Logistik. Der 1,78 Meter große Roboter mit 52 Freiheitsgraden kann pro Hand bis zu 15 Kilogramm heben.

Chinas Strategie: Von der Forschung zur Serienreife

Der Bau des Binzhou-Hubs fällt in eine Phase intensiven globalen Wettlaufs. China hat humanoide Roboter zur nationalen strategischen Priorität erklärt. Das Land will seine starke Fertigungs- und Zulieferbasis nutzen, um in diesem Zukunftsfeld eine Führungsposition zu erlangen. Keplers Expansion ist ein sichtbarer Ausdruck dieses Bestrebens.

Das Projekt markiert einen Branchentrend: den Übergang von Forschungsprototypen zu serienreifen, wirtschaftlichen Systemen. Indem Kepler auf konkrete Anwendungen wie die Windkraft setzt, adressiert es Märkte mit einem unmittelbaren Nutzen. So sollen die hohen Kosten und bisher begrenzten Einsatzszenarien überwunden werden, die eine breite Adoption bislang bremsten. Das Unternehmen arbeitet bereits mit globalen Auto- und Logistikriesen zusammen.

Offene Plattform soll Adoption beschleunigen

Mit der neuen Basis will Kepler seine Lösungen skalieren und kostengünstiger anbieten. Ein zentrales Element der Strategie ist eine offene Entwicklerplattform. Durch branchenspezifische API-Kits und einfache Bereitstellungstools will Kepler seine Kernfähigkeiten für Partner öffnen.

Dieser kooperative Ansatz soll die Entwicklung vielfältiger Industrieprogramme beschleunigen und ein lebendiges Ökosystem um die Roboterplattform schaffen. Wenn die Produktion anläuft und die Technologie reift, könnte die Wirkung solcher Zentren weit über die Fabrikmauern hinausreichen und die Zukunft der Fertigung nachhaltig verändern.

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