In der steirischen Landeshauptstadt Graz steht ein Pilotprojekt zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum vor erheblichen Herausforderungen. Wie aktuelle Berichte aus dem Grazer Augarten zeigen, ist der Bestand an neu aufgestellten Parkstühlen innerhalb kürzester Zeit fast vollständig dezimiert worden. Von den ursprünglich zwölf im Park platzierten Sitzgelegenheiten ist derzeit nur noch ein einziges Exemplar vor Ort auffindbar.
Insgesamt hatte die Stadtverwaltung 17 dieser mobilen Stühle für den Einsatz im Augarten angeschafft. Während zwölf davon für die Bürger frei nutzbar im Park verteilt worden waren, befinden sich die restlichen fünf Stühle derzeit noch in einem Lager.
Der Verbleib der elf fehlenden Möbelstücke ist ungeklärt. Neben der Stadtmöblierung verzeichnete die Parkverwaltung zudem den Verlust einer Korbschaukel sowie mehrerer Pflanzen, die ebenfalls entwendet wurden.
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner betonte trotz dieser Rückschläge, dass das Projekt nicht aufgegeben werden solle. Die Initiative zielt darauf ab, die Verweilqualität in städtischen Grünanlagen zu erhöhen.
Interessanterweise korreliert dieser Vorfall im Augarten nicht mit dem allgemeinen Trend des Sicherheitsgefühls in der Stadt. Erhebungen aus dem Jahr 2025 zeigten, dass 71,7 Prozent der Bevölkerung mit der Sicherheitslage in Graz zufrieden waren – eine Steigerung gegenüber dem Wert von 68,2 Prozent aus dem Jahr 2018.
Steigende Sachschäden und Infrastrukturdiebstähle im Fokus
Die Vorkommnisse in Graz reihen sich ein in eine Serie von Diebstahls- und Vandalismusdelikten, die den öffentlichen Raum sowie die kritische Infrastruktur belasten. Besonders deutlich wird dies in der Bilanz der Deutschen Bahn für das Jahr 2025. Das Unternehmen verzeichnete Vandalismusschäden in einer Gesamthöhe von 34 Millionen Euro. Davon entfielen allein 19,6 Millionen Euro auf Schäden an der Infrastruktur.
Ein erheblicher Teil der Kosten resultiert zudem aus dem Diebstahl von Buntmetall, der die Bahn im Berichtszeitraum 5,5 Millionen Euro kostete. Die Beseitigung von Graffiti schlug mit 3,7 Millionen Euro zu Buche, während sonstiger Vandalismus weitere 6,8 Millionen Euro verursachte.
Im Bereich des Regionalverkehrs summierten sich die Schäden auf etwa 12 Millionen Euro. Im Fernverkehr wurden für die Beseitigung von 657 Graffitidelikten sowie 220 Sachbeschädigungen rund 2,25 Millionen Euro aufgewendet.
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Bundesweite Kriminalitätsstatistik zeigt ambivalentes Bild
Auch die polizeiliche Kriminalstatistik für Berlin liefert für das Jahr 2025 detaillierte Einblicke in die Entwicklung von Straftaten. Mit insgesamt 502.743 registrierten Delikten sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent, was den niedrigsten Stand seit 2021 markiert. Die Aufklärungsquote lag bei 44,9 Prozent.
Trotz des allgemeinen Rückgangs verzeichneten spezifische Bereiche teils drastische Zunahmen. Die Schusswaffenkriminalität stieg um 68 Prozent auf über 1.000 Fälle, Messerdelikte nahmen um 5,5 Prozent auf 3.599 Taten zu.
Auch bei den Tötungsdelikten wurde ein Anstieg um 41 Prozent auf 165 Fälle registriert, während Sexualdelikte um 15,7 Prozent auf 8.652 Fälle zunahmen.
Regionale Diebstahlserien und Sicherheitsrisiken
Neben den großstädtischen Statistiken verdeutlichen aktuelle Vorfälle in verschiedenen Regionen die Bandbreite der Eigentumskriminalität. In Erkerode verursachten Unbekannte in den vergangenen Tagen einen Schaden von mindestens 40.000 Euro, indem sie mehrere Kilometer Kupferkabel sowie andere Metalle aus einem Lagerraum entwendeten. In Sinzheim brachen Täter in ein Mobilfunkgeschäft ein und stahlen 21 Smartphones, wobei sie teilweise auch vor Attrappen nicht zurückschreckten.
Ein ungewöhnlicher Fall ereignete sich zudem in Schwarzheide, wo das Ortseingangsschild samt Mast entwendet wurde. Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei beobachtete die Tat in den frühen Morgenstunden gegen 05:00 Uhr. In diesem Fall konnte die Polizei bereits einen 18-jährigen Tatverdächtigen ermitteln und ein Strafverfahren einleiten.
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Technologische Sicherheitslücken bleiben ebenfalls ein Faktor für Eigentumsdelikte. Ein aktueller Test des ADAC offenbarte erhebliche Schwachstellen bei Fahrzeugen mit Keyless-Systemen.
Von 850 getesteten Modellen ließen sich 710 – dies entspricht einer Quote von 84 Prozent – mittels eines Funkverlängerers unbefugt öffnen. 682 Fahrzeuge konnten auf diese Weise zudem gestartet werden. Lediglich 68 Modelle wiesen durch den Einsatz von UWB-Technik einen entsprechenden Schutz auf, während bei 115 Fahrzeugen Bewegungssensoren verbaut waren.

