KI-Agenten werden bis Ende 2026 in 40 Prozent aller Unternehmensanwendungen stecken. Diese Prognose des Marktforschers Gartner markiert einen fundamentalen Wandel: Künstliche Intelligenz agiert nicht mehr nur als Berater, sondern als autonomer Ausführender komplexer Geschäftsprozesse.
Die Zahl der integrierten KI-Agenten in Unternehmenssoftware wird sich laut einer neuen Prognose bis Ende 2026 verachtfachen. Diese Entwicklung wird durch eine Welle neuer Produkte von Tech-Größen wie SAP, OLX und Microsoft untermauert, die in dieser Woche vorgestellt wurden. Der Markt bewegt sich damit von der frühen Erprobung in die Phase der Massenimplementierung.
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Von 5 auf 40 Prozent: Der Enterprise-Rush beginnt
Die Gartner-Prognose ist atemberaubend: Innerhalb eines Jahres soll der Anteil der Unternehmensanwendungen mit eingebetteten KI-Agenten von 5 auf 40 Prozent steigen. Unternehmen wie UiPath und ServiceNow treiben diese Entwicklung voran.
ServiceNow hat eine neue KI-Plattform mit einer zentralen Steuerzentrale vorgestellt, die Tausende autonome Agenten verwalten kann. UiPath meldet unterdessen, dass bereits 950 Kunden KI-Agenten entwickeln, um über 365.000 verschiedene Prozesse zu automatisieren. Der wirtschaftliche Druck, Produktivität zu steigern und digitale Abläufe zu straffen, treibt diese Dynamik an.
Marktplätze boomen: Spezial-Agenten für jede Branche
Als Antwort auf die steigende Nachfrage entstehen spezialisierte Marktplätze und branchenspezifische Lösungen. Der Anzeigenriese OLX präsentierte auf seinem CLAIM-AI-Gipfel in Lissabon zwei neue Agenten-Produkte: CompassGPT für die Immobiliensuche und AutoIQ als Automobil-Assistenten für Händler.
Der deutsche Softwarekonzern SAP brachte am 23. Februar neue KI-Agenten für die Automatisierung von Geschäftsprozessen auf den Markt. Diese übernehmen Aufgaben wie Reisebuchung, Spesenabrechnung und Beschaffung per natürlicher Sprache. Parallel erweitert Microsoft sein Angebot: 119 neue Lösungen, darunter viele KI-Tools, sind im Marketplace verfügbar. Ein neuer Connector verbindet ServiceNow direkt mit Microsoft Copilot in Teams.
Ökosystem wächst: Von Plugins bis Sicherheits-Tools
Das Ökosystem rund um KI-Agenten reift rapide. Das Unternehmen Anthropic lancierte zehn neue KI-Plugins für Geschäftsabläufe, entwickelt mit Partnern wie Salesforce und DocuSign. Diese Tools integrieren KI-Fähigkeiten direkt in bestehende Prozesse in Bereichen wie Vermögensverwaltung und Personalwesen.
Mit der zunehmenden Autonomie der Agenten rücken Sicherheit und Governance in den Fokus. Entro Security stellte eine Plattform zur Überwachung von KI-Agenten innerhalb von Firmensystemen vor. Vouched lancierte mit „Agent Checkpoint“ ein Vertrauens-Framework zur Verifizierung von KI-Agenten. Diese Tools werden immer wichtiger, da KI-gesteuerter Web-Traffic exponentiell wächst.
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Paradigmenwechsel: Von der Beratung zur Ausführung
Die Entwicklungen dieser Woche bestätigen einen grundlegenden Wandel: Die KI wird vom passiven Assistenten zum aktiven Ausführenden. Diese Evolution birgt enormes Effizienzpotenzial, stellt Unternehmen aber vor neue Herausforderungen.
Analysen deuten darauf hin, dass das Geschäftsmodell für KI-Agenten volatiler sein könnte als bei traditioneller SaaS-Software. Da die zugrundeliegende Logik in Form von Prompts leichter zwischen Plattformen übertragbar ist, könnten Kunden häufiger den Anbieter wechseln. Dies zwingt Hersteller, stärker auf Leistung und Integration zu setzen – und weniger auf hohe Wechselkosten als Lockmittel.
Ausblick: Governance wird zur Schlüsselfrage
Die Adoption von KI-Agenten steht vor einem explosiven Wachstum. Der Markt entwickelt sich von experimentellen Tools zur geschäftskritischen Infrastruktur. Während Zehntausende Agenten in allen Branchen – von Blockchain bis zu Mobilgeräten wie Samsungs Galaxy S26 – zum Einsatz kommen, verlagert sich der Fokus von der Fähigkeit zur Kontrolle.
Die unmittelbare Zukunft wird eine starke Nachfrage nach robusten Governance-, Sicherheits- und Integrationsplattformen bringen, die gerade erst entstehen. Für Unternehmen wird der Schlüssel zum Erfolg darin liegen, umfassende Management-Frameworks zu implementieren, bevor sie autonome Agenten im großen Stil einsetzen.





