Das Ziel: Unternehmen, in denen KI-Agenten eigenständig komplexe Prozesse steuern.
Die EU-KI-Verordnung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei der Kennzeichnung und Risikodokumentation von KI-Systemen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle neuen Pflichten und Fristen des EU AI Act. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
EY und Microsoft starten Milliarden-Programm
Ende Mai 2026 haben EY und Microsoft eine globale KI-Initiative gestartet. Das Programm ist auf über eine Milliarde Euro über fünf Jahre angelegt. Es zielt auf zentrale Geschäftsbereiche wie Finanzen, Steuern, Risikomanagement, Personal und Lieferketten ab. Betroffen sind Branchen wie Gesundheitswesen, Energie und Einzelhandel.
Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen: EY berichtet von einer 15-prozentigen Produktivitätssteigerung durch den Einsatz von Microsoft Copilot für 150.000 Mitarbeiter. Interne Tests im Finanzbereich zeigten eine Reduzierung der Durchlaufzeiten um 95 Prozent und einen Kostensenkung von 37 Prozent. Bei Steuerprozessen sank der manuelle Aufwand um 90 Prozent.
Asana kauft sich KI-Know-how ein
Die Arbeitsmanagement-Plattform Asana hat für 75 Millionen Euro das Unternehmen StackAI übernommen. StackAI bietet eine No-Code-Plattform, die KI-Agenten mit bestehenden ERP-, CRM- und ITSM-Systemen verbindet. Asana will damit ein Betriebssystem für Teams aus Menschen und KI-Agenten schaffen.
Die Übernahme folgt auf ein starkes erstes Quartal des Geschäftsjahres 2027: Asana erzielte einen Umsatz von 205,1 Millionen Euro – ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Neue Lösungen für KI-Dokumente und Verträge
Die Verwaltung KI-generierter Inhalte wird immer wichtiger. Templafy hat eine neue Lösung für die KI-Dokumenten-Governance vorgestellt. Sie verwaltet Dokumente, die von Systemen wie ChatGPT, Claude und Gemini erstellt wurden. Das Tool integriert sich in Microsoft 365 und Salesforce und überwacht Branding und Compliance bei der automatischen Dokumentenerstellung.
Im Vertragsmanagement hat CobbleStone Software am 29. Mai 2026 ein großes Update seiner Plattform Contract Insight veröffentlicht. Es führt generative KI-Workflow-Agenten und ereignisgesteuerte Logik ein.
Die Analysten von Gartner schätzen, dass bis 2027 rund 30 Prozent der Großunternehmen KI-Workflow-Automatisierung nutzen werden – aktuell sind es nur 12 Prozent. IDC prognosticziert, dass der Markt für Vertragslebenszyklus-Management bis 2025 auf über 3,5 Milliarden Euro wachsen wird.
Infrastruktur für KI-Agenten wird standardisiert
Die Cloud-Anbieter arbeiten an einheitlichen Protokollen für die Kommunikation zwischen KI-Agenten und bestehenden Geschäftssystemen. AWS hat im Mai 2026 den AWS for SAP MCP Server auf Amazon Bedrock allgemein verfügbar gemacht. Diese Technologie nutzt das Model Context Protocol (MCP), einen von Anthropic 2024 eingeführten Open-Source-Standard, sowie das Agent-to-Agent Protocol (A2A) von Google aus dem April 2025.
Die Integration erlaubt KI-Agenten, sicher auf SAP-Geschäftsdaten aus S/4HANA und ECC-Umgebungen zuzugreifen – und das in einer privaten Cloud-Umgebung.
Workspot hat zudem GUIDE auf AWS gestartet. Die Plattform bietet KI-native Workflow-Automatisierung über Web-, Desktop- und Terminal-Anwendungen hinweg – ohne klassische APIs oder robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA).
McKinsey-Forscher schätzen, dass solche Technologien ein Produktivitätswachstum von 4,4 Billionen Euro ermöglichen könnten. Allerdings sehen nur ein Prozent der befragten Führungskräfte ihre KI-Workflows derzeit als ausgereift an.
Mit der zunehmenden Automatisierung von Geschäftsprozessen steigen auch die Anforderungen an die rechtssichere Gestaltung von Verträgen und Geheimhaltungsvereinbarungen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Mitarbeiter und Dienstleister gerichtsfest zur Verschwiegenheit verpflichten. Mitarbeiter und Dienstleister rechtssicher zur Geheimhaltung verpflichten – so geht’s
SAP stellt Joule Studio vor
Auf der SAPPHIRE 2026-Konferenz hat SAP Joule Studio präsentiert. Die Entwicklungsumgebung erlaubt es Nutzern, KI-Agenten in natürlicher Sprache zu erstellen. Über 2.000 Teilnehmer nutzten das System während der Veranstaltung und generierten Tausende spezialisierte Agenten. SAP plant eine Early-Adopter-Veröffentlichung in den kommenden Monaten.
Weitere Neuerungen im Überblick
- Google Drive: Ein überarbeiteter Dokumentenscanner für Android wurde am 29. Mai 2026 veröffentlicht. Er bietet intelligentes Batch-Scannen und Duplikaterkennung – alles direkt auf dem Gerät verarbeitet.
- Google Gemini Spark: Ein rund um die Uhr verfügbarer KI-Agent ist für Google AI Ultra-Abonnenten in den USA gestartet. Er kann bis zu 15 gleichzeitige Aufgaben in Workspace-Anwendungen ausführen.
- OpenText: Die Version 26.2 von Process Automation CE enthält einen erweiterbaren KI-Connector. Unternehmen können damit ihre eigenen KI-Modelle an automatisierte Prozesse anbinden.
- Superace: Das UPDF-Tool erhielt KI-gestützte Updates für OCR und plattformübergreifende Synchronisation auf mobilen und Desktop-Betriebssystemen.
Start-up-Szene: Memorae wächst
Das in Andorra ansässige Unternehmen Memorae hat im Mai 2026 einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von rund 2,82 Millionen Euro erreicht. Die Plattform verbindet über 1.000 Datenquellen, um digitale Erinnerungen für Nutzer zu speichern und abzurufen. Bislang wurden rund 30 Millionen Interaktionen in 60 Ländern verzeichnet.

