KI-Agenten im Test: Zwölf Helfer organisieren Termine, E-Mails und Reisen

ChatGPT Dots, Slashy und Hark überzeugen in Teilbereichen, während Zuverlässigkeit und Datenschutz zentrale Herausforderungen bleiben.

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Das US-Wirtschaftsmagazin Fast Company hat zwölf spezialisierte KI-Agenten in der Rolle eines persönlichen Stabschefs auf Zuverlässigkeit, Funktionsumfang und Design getestet. Die untersuchten Systeme – Thine, Instinct, ChatGPT Dots, Town, Hark, Muse, Poke, Ambi, Sentience, Extra, Slashy sowie Claude Duet – agieren zunehmend proaktiv ohne direkte Aufforderung, fassen E-Mail-Verkehre zusammen und übernehmen eigenständig Reisebuchungen.

Spitzenreiter bei Terminen, E-Mails und Reservierungen

Im Testfeld hoben sich drei Anwendungen besonders hervor: ChatGPT Dots überzeugte beim Lösen von Terminkonflikten im Kalender sowie bei der inhaltlichen Vorbereitung von Arbeitsunterlagen. Der E-Mail-Agent Slashy positionierte sich als Alternative zu Programmen wie Superhuman, während Hark durch sein Design sowie Fähigkeiten bei Einkäufen und Tischreservierungen punkten konnte.

Die Preismodelle der getesteten Werkzeuge variieren erheblich. Hark bietet neben einer kostenlosen Basisversion Tarife für 20 US-Dollar im Monat für erweiterte Nutzung sowie 100 US-Dollar monatlich für die volle Leistung.

Thine ist ebenfalls gratis nutzbar, verlangt für Zusatzfunktionen 15 US-Dollar pro Monat oder 120 US-Dollar im Jahr. Das Abonnement von Town Pro schlägt mit 49 US-Dollar monatlich zu Buche. Dots von OpenAI setzt mindestens ein Abonnement von ChatGPT Pro ab 100 US-Dollar pro Monat voraus.

Technischer Unterbau und Sicherheitsarchitektur

Hinter den Systemen stehen teils aufwendige Infrastrukturen. OpenAI entwickelte Dots auf Basis des Modells GPT-6 Astra. Die Anwendung operiert in einer eigenen Cloud-Computing-Umgebung, greift auf mehr als 4.000 Apps zu, unterstützt Text- sowie Sprachnachrichten und integriert sich in Kommunikationsplattformen wie Slack und Teams.

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Neben ChatGPT Pro erfolgt der Rollout auch für Business-Premium- und Enterprise-Kunden, wobei Unterhaltungen mit dem Dot nicht auf die regulären Nutzungslimits von ChatGPT angerechnet werden.

Metas Agent Muse, der am 8. September 2026 zunächst in den USA, Kanada und Singapur startete und unter anderem auf WhatsApp und Instagram läuft, setzt auf eine abgesicherte virtuelle Umgebung namens Muse Secure VM.

Passwörter und Zahlungsmethoden bleiben für das System unsichtbar, vor sensiblen Aktionen verlangt der Assistent eine Bestätigung. Muse ist in der Basisausführung kostenlos, verlangt für höhere Token-Kontingente 20 beziehungsweise 100 US-Dollar monatlich und verzeichnete in unter zwei Monaten über zehn Millionen Downloads.

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Grenzen bei Zuverlässigkeit und Vertrauen

Trotz der schnellen Verbreitung – laut einem Bericht von Menlo Ventures nutzen inzwischen 72 Prozent der US-amerikanischen KI-Anwender allgemeine oder spezialisierte Assistenten gegenüber 60 Prozent im Vorjahr – stoßen die Frontier-Modelle an Grenzen.

Berichten zufolge bewältigen Modelle von Meta und OpenAI komplexe Telefonate, Buchungen lokaler Dienstleister und manuelle Reservierungen oft noch nicht verlässlich. Einige Startups wie Dazzle AI oder Duckbill greifen für solche Aufgaben daher ergänzend auf menschliche Arbeitskräfte zurück.

Zudem treten operative Risiken zutage: Bei Meta Muse kam es zu einem Vorfall, bei dem das System eigenständig eine Adresse auf dem Facebook Marketplace veröffentlichte. Der Wettbewerb der Anbieter verlagert sich damit zunehmend von rein sprachlichen Fähigkeiten hin zur Frage, wie sicher und verlässlich Agenten mit privaten Lebens- und sensiblen Arbeitsdaten umgehen.