Das Productivity Lab des Softwareunternehmens ActivTrak hat eine umfassende Analyse zur Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz vorgelegt. Die Untersuchung basiert auf den Daten von 120.620 Mitarbeitern aus insgesamt 1.009 Organisationen, die über einen Zeitraum vom vierten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026 erhoben wurden.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen bei der technologischen Transformation sehr unterschiedliche Reifegrade aufweisen, wobei eine tiefgreifende Integration der Werkzeuge in die Geschäftsprozesse bislang die Ausnahme bleibt.
Dem Bericht zufolge nutzen derzeit insgesamt 43 Prozent der Beschäftigten Künstliche Intelligenz in ihrem beruflichen Alltag. Die Studie unterteilt diesen Adoptionsprozess in drei spezifische Stufen, um den Fortschritt der digitalen Transformation messbar zu machen.
Die erste Stufe, die als Unterstützung bei der Recherche definiert wird, bildet mit einem Anteil von 27 Prozent der untersuchten Belegschaften die größte Gruppe. Hier wird die Technologie primär als Hilfsmittel zur Informationsbeschaffung eingesetzt, ohne tief in operative Aufgaben einzugreifen.
In der zweiten Stufe der Entwicklung, die die Ausführung konkreter Aufgaben umfasst, befinden sich laut ActivTrak derzeit 14 Prozent der Mitarbeiter. In dieser Phase übernehmen KI-Anwendungen bereits aktive Arbeitsschritte.
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Die dritte und am weitesten fortgeschrittene Stufe der vollständigen Workflow-Integration wird hingegen nur von 2 Prozent der Beschäftigten erreicht. In diesen Fällen ist die Technologie so eng mit den betrieblichen Abläufen verzahnt, dass sie einen integralen Bestandteil der täglichen Routine darstellt.
Ein wesentlicher Aspekt der Untersuchung betrifft den Zusammenhang zwischen dem KI-Reifegrad und der Arbeitsbelastung. Die Analysten stellten fest, dass eine sogenannte gesunde Auslastung der Mitarbeiter in der zweiten Stufe der Adoption mit einem Wert von 75 Prozent ihren Höchststand erreicht.
Sobald die Integration jedoch die dritte Stufe erreicht, sinkt dieser Wert um 5 Prozentpunkte. Dies deutet darauf hin, dass die vollständige Einbindung von KI-Werkzeugen in die Arbeitsabläufe zu messbaren Veränderungen in der zeitlichen Beanspruchung der Belegschaft führt.
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Trotz der noch geringen Verbreitung der höchsten Integrationsstufe zeigt die Analyse eine bemerkenswerte Beständigkeit bei der Anwendung. Demnach behalten 82 Prozent derjenigen, die einmal mit der Nutzung von KI-Tools begonnen haben, diese Praxis dauerhaft bei. Diese hohe Bindungsrate unterstreicht den wahrgenommenen Nutzen der Technologie für den Einzelnen, auch wenn die strukturelle Umsetzung auf Organisationsebene oft noch in den Anfangsstadien verweilt.
Das Productivity Lab von ActivTrak liefert mit diesen Daten eine empirische Grundlage für die Bewertung des digitalen Wandels. Die breite Datenbasis von über tausend Organisationen erlaubt Rückschlüsse darauf, wie sich der Einsatz von KI von einer punktuellen Hilfestellung hin zu einem strukturellen Werkzeug entwickelt, wobei das Tempo dieser Entwicklung laut den vorliegenden Zahlen deutlich hinter den technologischen Möglichkeiten zurückbleibt.

