Mehrere Tech-Giganten bringen am heutigen Dienstag KI-Plattformen an den Start, die Geschäftsanwendungen per Sprachbefehl erstellen.
Die Unternehmen Prosus, Jotform und Appy Pie präsentieren zeitgleich neue KI-Assistenten, die es auch technisch unerfahrenen Nutzern ermöglichen, komplexe Business-Anwendungen zu entwickeln – ganz ohne Programmierkenntnisse. Der Trend markiert einen fundamentalen Wandel in der Softwarebranche: Weg von komplizierten Codezeilen, hin zu natürlichen Gesprächen mit Maschinen.
Während Unternehmen durch neue KI-Assistenten immer einfacher eigene Anwendungen erstellen können, müssen gleichzeitig komplexe rechtliche Rahmenbedingungen beachtet werden. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Prosus setzt auf ToqanClaw für Millionen Händler
Der niederländische Tech-Investor Prosus bringt mit ToqanClaw eine Plattform auf den Markt, die auf seiner hauseigenen Toqan-KI basiert. Das System richtet sich an über fünf Millionen Händler im Prosus-Netzwerk und erlaubt die Erstellung von Geschäftswerkzeugen durch einfache Unterhaltungen in natürlicher Sprache.
Besonders bemerkenswert: Die Plattform verteilt Aufgaben auf mehr als 20 verschiedene KI-Modelle – und das unter voller Kontrolle des Nutzers über seine Daten. Prosus-CEO Fabricio Bloisi erklärte, die Technologie sei 18 Monate intern getestet worden. Dabei entstanden 60.000 KI-Agenten und 10.000 unternehmenseigene Anwendungen.
Die ersten Anwender berichten von beeindruckenden Ergebnissen:
- Lebkov & Sons verkürzte die Finanzberichterstattung von mehreren Wochen auf 30 Minuten und verzeichnete ein Umsatzplus von 40 Prozent.
- Burger & Frites spart monatlich rund 21.000 Euro durch Automatisierung.
- Poke Perfect reduzierte interne Mitarbeiteranfragen um 70 Prozent.
Parallel dazu launcht Prosus den KI-Assistenten Zapia für Endverbraucher, der bereits über sechs Millionen Nutzer erreicht hat.
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Jotform und Appy Pie: Apps in einer Minute
Der Formularspezialist Jotform stellt seinen KI-App-Builder vor. Das Ziel: Professionelle Anwendungen in nur einer Minute erstellen. Die 38 Millionen Nutzer des Jotform-Ökosystems können Apps per Text, Sprache, Dateien oder Screenshots generieren. Statt rohem Code setzt der Builder auf vorgefertigte Komponenten – das erhöht die Zuverlässigkeit.
VP Berkay Aydin demonstrierte die Geschwindigkeit live: Nutzer bearbeiten und veröffentlichen mobile Anwendungen über eine Chat-Oberfläche. Das Tool ist in allen Jotform-Tarifen verfügbar, inklusive einer Enterprise-Version mit Rollenberechtigungen und Mehrsprachigkeit.
Appy Pie zieht nach: Der Anbieter integriert einen kontextbewussten KI-Assistenten in seinen App-Builder. Der Assistent ersetzt die herkömmliche Menü-Navigation. Nutzer beschreiben einfach gewünschte Änderungen – etwa „Füge eine Fotogalerie hinzu“ – und die KI setzt sie sofort um. Appy Pie bedient über zehn Millionen Nutzer und sieht dies als ersten Schritt einer umfassenden KI-Integration.
Speziallösungen für Automatisierung und Web3
Auch Nischenanbieter mischen mit. Twin launcht einen KI-Unternehmens-Builder, der auf „No-Code-Agenten-Automatisierung“ setzt. Die 70.000 Geschäftskunden beschreiben Aufgaben, die KI-Agenten dann eigenständig ausführen – angebunden an über 5.000 Drittanbieter-Integrationen.
xBubble bringt mit Bubble Code einen Software-Builder, der auf Standardarbeitsanweisungen (SOPs) basiert. Die Plattform automatisiert die Beschaffung von Drittanbieter-Diensten wie Hosting und Zahlungsabwicklung. Sie richtet sich speziell an technikferne Gründer, die KI-Agenten und Web3-Commerce-Anwendungen bauen wollen. Der Nutzer definiert ein Geschäftsziel, die KI setzt die nötigen Schritte um – und das Unternehmen ist live.

